Disney hat Activisions Cash-Cow-Prinzip Skylanders scheinbar nicht nur bloß übernommen, sondern auch noch gleich auf eine völlig neue Ebene des Profits gehievt. So muss man, um den Koop-Modus nutzen zu können, zusätzliches Geld investieren.

Disney Infinity - Um im Koop-Modus zu spielen, muss man zusätzliches Geld investieren

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Koop per Starterpack? Fehlanzeige
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Das Prinzip von Skylanders ist einfach und profitabel: Man nehme eine digitale Spielwelt, die über ein "Portal" mit real existierenden Spielfiguren bevölkert werden kann und verkaufe diese Figuren je einzeln oder in Packs für viel Geld. So macht man nicht nur mit dem reinen Spiel, sondern auch mit den Sammelfiguren jede Menge Kohle. Das Ganze veröffentliche man auf jeder erdenklichen Plattform und biete auch noch einen Koop-Modus für zwei Spieler an, so hält man den Spielspass am Leben.

Was mit Activisions kunterbunten Monstern funktioniert, kann doch mit Disneys weltbekannten Figuren nur ein garantierter Hit werden, dachte sich wohl zumindest Disney.

So ist Disney Infinity im Prinzip auch nichts anderes als Skylanders mit Disney-Figuren. Doch einen klitzekleinen Unterschied gibt es: Ihr dürft nicht nur für neue Figuren blechen, sondern auch für ganze Features.

Disney hat nämlich den Splitscreen-Koop-Modus teilweise hinter einer Pay-Wall versteckt. Die Sache ist die, Disney Infinity wird über zwei Spielmodi verfügen: einen Toy-Box-Modus und einen Play-Set-Modus. Während man im Toy-Box-Modus jede beliebige Figur und jeden Gegenstand aus dem Disney-Universum verwenden kann, um eine eigene Welt zu kreieren, folgen die Play-Sets der Thematik der einzelnen Disney-Welten und sind nicht frei kombinierbar. Sprich: Captain Jack Sparrow und Sully gemeinsam im Toy-Box-Modus? Ja. Beide gemeinsam im 'Die Unglaublichen'-Play-Set? Nein.

Und genau dieser Umstand wirkt sich auch auf den Koop-Modus aus. Denn im Starter-Pack befindet sich neben dem Hauptspiel, einem Portal zur Übertragung der Figuren, noch drei Disney-Sammelfiguren im Paket. Dabei handelt es sich um drei Figuren aus drei Disney-Welten: Jack Sparrow aus Fluch der Karibik, Sully aus Die Monster AG und Mr. Incredible aus Die Unglaublichen.

Nun braucht man ähnlich wie in Skylanders, eine Sammelfigur, um mit ihr im Spiel Abenteuer zu bestehen. Disney hat drei Sammelfiguren aus drei Welten beigelegt. Das heißt im Klartext: Koop im Toy-Box-Modus? Check. Koop im Play-Set-Modus? Leider nicht drin, weil jeweils eine weitere Figur aus der betreffenden Welt fehlt.

Disney hat hier allerdings schon vorgesorgt. Gleichzeitig mit dem Starter-Pack wird ein Triple-Pack mit Sidekicks veröffentlicht. Darin enthalten: Barbossa aus Fluch der Karibik, Mike aus Die Monster AG und Mrs. Incredible aus Die Unglaublichen.

Erst mit dem Erwerb des zusätzlichen Triple-Packs ist man imstande, alle Features von Disney Infinity zu nutzen und erst dann kann man dann auch zu zweit den Play-Set-Modus spielen.

Wenn man sich die derzeitigen Preise auf Amazon anschaut, kommt man also locker auf 90 Euro aufwärts, um in den vollen Genuss von Disney Infinity zu kommen. So spaßig das Ganze auch zu sein scheint, das wird ein teures Vergnügen.

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