Disneys Robert Iger hat erste Details zum Streamingdienst Disney+ enthüllt. Unter anderem dürften Preis sowie Inhalte für Aufsehen sorgen.

So wird wohl die Benutzeroberfläche von Disney+ aussehen

Während Netflix gerade erst die Preise für seinen Streamingdienst nun auch in Deutschland erhöht hat - so kostet die HD-Auflösung nun 11,99 Euro statt wie bislang 10,99 und die Ultra-HD-Auflösung in Zukunft 15,99 Euro statt wie bislang 13,99 - hat Disneys Vorsitzender und CEO Robert Iger nun erste Details zu Disney+ vorgestellt. Unter anderem wird der Streamingdienst des Micky-Maus-Konzerns im Monat 6,99 Dollar kosten oder 69,99 Dollar im Jahr. Ein Kampfpreis, um beim Buhlen um die Gunst der Zuschauer trotz des vergleichsweise späten Starts nicht nur Fans der starken Eigenmarken zu locken. Zum Vergleich: Selbst das Einsteigermodell von Netflix, das bislang von einer Preiserhöhung verschont blieb, um weiter attraktiv zu bleiben, kostet hierzulande 7,99 Euro.

Aber man ist sich bei Disney darüber im Klaren, dass der Preis allein nicht den Ausschlag gibt. Um die bereits verwöhnten Nutzer zu erreichen, braucht man nicht nur den ohnehin schon starken Film- und Serienkatalog, den Disney mit den Hubs Disney, Marvel, Star Wars, Pixar und National Geographic anbieten wird. Hinzu kommt der Katalog von 20th Century Fox, Disney hatte die Film- und TV-Sparte von 21st Century Fox erst vor kurzem für über 71 Milliarden Dollar aufgekauft, Filmreihen wie Stirb Langsam, Kevin - Allein zu Haus, Avatar, Ice Age sowie Alien und Predator fielen hier darunter. Bereits angekündigt wurde etwa, dass die kompletten Staffeln von Die Simpsons über den Streamingdienst angeboten werden.

Disney arbeitet zudem mit Hochdruck an exklusiven Filmen und Serien, die potenzielle Abonnenten auf den Geschmack bringen sollen: In Sachen Star Wars ist eine Prequel-Serie zu Rogue One in Arbeit, während Jon Favreau The Mandalorian mit Pedro Pascal verantwortet. Auch in Sachen Marvel sind ebenfalls Spin-off-Serien in Arbeit. Bestätigt sind bereits eine mit Loki, WandaVision mit Wanda Maximoff und The Vision sowie The Falcon and The Winter Soldier. Weitere exklusive Serien und Dokumentar-Reihen kommen Disney selbst (Unknown: Making Frozen2) und Pixar Animation (Forky Asks a Question). Das Besondere an diesen Produktionen ist, dass Disney hier auf die originalen Darsteller zurückgreift, sprich Diego Luna und Alan Tudyk, Sebastian Stan und Anthony Mackie, Tom Hiddleston sowie Elizabeth Olsen und Paul Bettany.

Starten wird der Dienst in den USA am 12. November dieses Jahres. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen dann weitere Länder hinzukommen, Westeuropa etwa im ersten Quartal 2020. Bis 2024 will Disney so zwischen 60 und 90 Millionen Abonnenten erreichen. Ein ambitioniertes Vorhaben.