Disciples III: Renaissance – Test

PC

Die beste Alternative zu Heroes of Might & Magic

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von Sebastian Weidner, 08. Juli 2010 09:25 Uhr

Wenn du glaubst, es kommt nichts mehr, scheint von irgendwo ein Lichtlein her. Den Tränen nahe, als auf der E3 wieder kein sechster Teil der „Heroes of Might and Magic“-Reihe angekündigt wurde, bin ich ob der „Disciples III: Renaissance“-Veröffentlichung erst einmal wieder besänftigt.

Als alleiniger Vertreter eines einst mächtigen Genres drückt der Titel die auf Halbmast stehende Rundenstrategie-Flagge wieder wacker nach oben. Und das, nachdem schon fast niemand mehr mit dem Release des vor über vier Jahren angekündigten Spiels gerechnet hat.

Erfreulich eigenständig

Eine runde Sache: Disciples III erfindet das Rad nicht neu, erobert Rundenstrategen-Herzen mit seinem unverwechselbaren Charme aber im Sturm.FazitRundenbasierte Strategie mit Helden, die in epischen Fantasy-Universen Gebiete erforschen, Ressourcen sammeln, Städte ausbauen, Truppen anwerben und Schlachten schlagen – das schreit geradezu nach „HoMM“-Klon. Und fürwahr, auf den allerersten flüchtigen Blick mag man „Disciples III“ auch in eben jene Ecke schieben. Doch elementare Unterschiede kristallisieren sich bereits nach wenigen Spielrunden heraus. Und dabei spreche ich nicht vom viel düstereren, fast trostlosen Grafikstil, der sich angenehm vom bonbonbunten „Heroes“-Franchise abhebt.

Screenshot zu: Die beste Alternative zu Heroes of Might & MagicEin traumhafter Anblick für wahre Rundenstrategen: anspruchsvolle Hexfeldschlachten.

Nein, viel mehr springt die abweichende Spielmechanik ins Auge. Anders als beim bekannten Konkurrenten aus dem Hause Ubisoft etwa darf der Held auf der Weltkarte nicht aktiv Gold- und Steinminen erobern, sondern muss so genannte Knotenpunkte der Macht an sich reißen, die kreuz und quer über die Karte verteilt sind und den Einfluss ausdehnen. Neutrale Punkte werden per Mausklick einfach annektiert, feindliche müssen im Kampf gegen eine Wächterkreatur unterworfen werden.

Daraufhin verändert sich die umliegende Landschaft, ähnlich dem Zerg-Schleim in „StarCraft“, und nimmt Farbe und Form des neuen Besitzers an. Elfische Knotenpunkte strahlen wunderschöne Herbstpanoramen mit Laubbäumen aus, imperiale verwandeln die Umgebung in felsige Graslandschaften. Alle im Einflussbereich der Punkte liegenden Minen gehen zudem in den Besitz der jeweiligen Rasse über.

Screenshot zu: Die beste Alternative zu Heroes of Might & MagicDas Artdesign von „Disciples III“ ist unverwechselbar, ebenso die umständliche Menüführung.

Mit den erwirtschafteten Ressourcen wird im altbekannten Stil die heimische Burg ausgebaut. Das ermöglicht die Rekrutierung von Einheiten für die Heldengruppe. Die grob in Nahkämpfer, Heiler, Zauberer und Bogenschützen aufteilbaren Recken lassen sich über Zusatzgebäude weiter spezialisieren. So stellen Priester beispielsweise besonders viele Trefferpunkte einer Einheit wieder her, während Kleriker die ganze Gruppe heilen. Die unterschiedlichen Entwicklungspfade fast aller Truppen bringen strategischen Anspruch ins Spiel. Je nach präferiertem Spielstil gilt es sehr genau zu überlegen, in welche Richtung die Kämpfer ausgebildet werden sollen.

Kommentare 3
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AzasilAzasil08.07.2010 13:38
ich fand das system der unterschiedlichen helden in den teilen davor aber besser. jetzt fühlen sich alle 3 charaktere gleich an find ich irgendwie :/
aber der style is trotzdem nenial wie eh und je
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Pusteblume08.07.2010 12:44
Mir gefällts sehr gut. Allerdings lohnt es sich eigentlich nur auf "hart" zu spielen.
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DracEye08.07.2010 11:26
ich mag die Disciples reihe sehr vieleicht sogar mehr als die anderen vertreter ^^
hat halt seinen ganz eigenen charme
und auch der etwas düstere look sagt mir sehr zu

und kleine fehler und macken können immer weg gepatcht werden von daher :)
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