Was wollen Spieler? Sie wollen natürlich gute Games, möglichst ohne Bugs. Und Entwickler, die sich anhören, was sie zu sagen haben. Und sich ihren Tadel zu Herzen nehmen. All das scheint Codemasters im Fall von DiRT 3 befolgt zu haben, denn bei der Präsentation der dritten Rallye-Episode im walisischen Cardiff wurden nicht nur etliche Kritikpunkte des Vorgängers konsequent ausgemerzt. Viele interessante Neuerungen machen darüber hinaus Appetit auf mehr. Viel mehr!

DiRT 3 - Frisches Gameplay-Video pünktlich zum Release3 weitere Videos

„Wir haben auf die Fans gehört“, kommentiert Senior Producer Darren Campion die Ausgangslage und kommt sofort zum entscheidenden Punkt, der „Vision“ hinter DiRT 3 (wie es Codemasters bezeichnet): 60 Prozent des Karrieremodus sollen demnach aus reinrassigem Rallye-Fahren bestehen. Während der zweite Teil davon nur Bruchstücke bot, dürft ihr euch endlich wieder auf ausgedehnte Multi-Etappen-Rallyes in Locations wie Skandinavien (Finnland), Rest-Europa, Kenia oder den USA (Michigan) freuen und dabei eine Karriere als Rallye-Profi erleben.

DiRT 3 - Nur ein Wort: Wow!

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Wow, Codemasters! Was für eine Grafik!
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Auf über 100 fordernden Strecken (zum Vergleich: DiRT 2 hatte 41) auf Asphalt, Schotter und - Schnee und Eis! Ja, ihr habt richtig gelesen. Erstmals in der Geschichte dieser Motorsport-Serie werdet ihr über verschneite Eis-Pisten rasen dürfen, was sich selbstverständlich auf das Handling der Rallye-Boliden auswirken soll.

„Die Strecken sind viel detailreicher als früher“, erzählt Campion, „ihre Eigenschaften wirken sich auch direkt auf die Fahrzeuge aus, auf ihre Federungen, das Getriebeverhalten. Wir haben uns die Daten unmittelbar aus der Realität abgeguckt. Ein wichtiger Faktor dabei war auch der Einfluss von Ken Block, dessen Feedback uns bei der Weiterentwicklung der Physik-Engine (EGO-Engine) sehr weitergeholfen hat.“ Beispielsweise auch beim Fahrverhalten der Wagen bei Regen oder der Problematik bei widrigen Verhältnissen bei Nacht zu fahren, so die Entwickler.

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"Wir haben auf die Fans gehört", so Entwickler Darren Campion.
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Apropos Fuhrpark: Der enthält nicht nur aktuelle 2010er WRC-Fahrzeuge wie den Ford Focus RS WRC oder Citroen C4 WRC und erstmalig in einem Videospiel den Ford Fiesta RS WRC. Darüber hinaus sollen auch Retrofans mit 50 weiteren lizenzierten Off-Roadern aus fünf Dekaden Rallyesport und über 15 unterschiedliche Klassen (inklusive neun Rallye-Gruppen sowie klassische Hill-Climb-Fahrzeuge und Landrush Cars) auf ihre Kosten kommen – darunter Klassiker wie Lancia Super Delta HF Integrale und Mini Cooper S 1275.

Simulation und Arcade - beides ist möglich

Alle fein modellierten Karren besitzen übrigens ein detailliertes Schadensmodell, das sich „natürlich auch auf das Fahrverhalten auswirken wird“, so Campion. „Ob Motor, Schaltung, Karosserie - Schäden daran beeinflussen definitiv das Handling.“ Allerdings wird es wohl keine Reparaturmöglichkeiten während der Etappen geben. Alles hänge aber von den eigenen Einstellungen ab, denn DiRT 3 soll für jeden Spielertypen zugänglich sein.

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Auch Fahrten im Schnee sind erstmals möglich.
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Vom Simulationsfan bis hin zu Fahrneulingen sollen unterschiedliche Ansprüche befriedigt werden: „Wenn ihr Simulation wollt, schaltet alle Fahrhilfen ab. Es beeinflusst eure Zeiten dagegen kaum, wenn ihr jegliche Unterstützung aktiviert.“ Auf unsere Nachfrage versicherte man jedoch, dass Bestzeiten entsprechend gekennzeichnet werden, um faire Verhältnisse in den Ranglisten zu schaffen.

Bevor wir diese Aussagen selber mit der Pre-Alpha-Version überprüften, fragten wir den Rallyefahrer Ken Block, für wie realistisch er die Umsetzung des Rallyesports in DiRT 3 hält: „Nun, es wird natürlich immer sehr schwer sein, eine gute Simulation der Realität hinzukriegen. Aber ich bin wirklich sehr erstaunt, wie gut sie das hinbekommen haben. Alles fühlt sich gut an und die Autos reagieren so, wie ich mir das wünsche. Es gibt da eine feine Linie, die beide Welten trennt. Beispielsweise sind die Straßen hier etwas breiter als im wahren Leben. Aber es fühlt sich schon ziemlich gut an!“

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Ken Block ist eher der unkonventionelle Fahrer.
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Als Fahrer ist Ken Block („Ich bin kein traditioneller Rallye-Fahrer“) vor allem durch seine Gymkhana-Videos auf Youtube bekannt geworden (kein Wunder, dass DiRT 3 den Upload eigener Filmchen ermöglicht und eine Facebook-Anbindung bieten wird) und genau diese Trick-Fahrweise wird auch im dritten Teil des Offroad-Racers Einzug halten. Hier werdet ihr auch auf speziellen Tracks und Arenen ohne Rücksicht auf Regeln austoben können, unterstützt durch ein einfaches Steuersystem, das jedoch noch nicht vorgestellt wurde.

Was Codemasters hier audiovisuell abfackelt, ist schon beeindruckend und ein Versprechen an Rallye-Fans!Ausblick lesen

Bei unseren ersten Fahrversuchen in diesem Modus hatten wir zwar mit dem offenen Spielmodus und den Tricks jede Menge Spaß, wir wünschen uns aber ein bisschen mehr Unterstützung des Spielers bei seinen Versuchen in Form von klaren Anzeigen.

Wahnsinn!

Ganz anderes sah das dagegen bei unseren Rallye-Sessions aus - einige Runden durften wir sogar auf einem D-Box Driving Simulator drehen. Hier kam die PC-Fassung auf drei Screens zum Einsatz und die Wald-Etappe sah bereits verdammt gut aus: detaillierte Bäume, realistisch anmutende Piste, Lensflare-Effekte, sehr schönes Wagenmodell (Audio Quattro) - nice!

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Die Grafik ist nice. Aber der Sound erst...
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Am beeindruckendsten jedoch der brutale Sound: Selbst mit geschlossenen Augen ist der Übergang verschiedener Untergründe deutlich herauszuhören, der Motor röhrt brachial auf, die Schaltung ist problemlos zu vernehmen. Einfach geil, so muss Rallye, so muss Motorsport klingen!

Der Lancia ist natürlich eine „bitch“, sehr störrisch und für Anfänger kaum zu beherrschen. Trotzdem gefällt die sehr zugängliche, direkte Steuerung des Wagens auf Anhieb. Wenn wir mal wieder im Wald enden, wissen wir sofort, dass wir einen Fehler gemacht haben. Also noch eine Runde, nur besser. Wer sich für die Faszination des Motorsports begeistert, wird hier sicherlich bekommen, was er erwartet. So jedenfalls unser Eindruck nach etwa zwei Stunden Fahrpraxis.

Und trotzdem gibt es in DiRT 3 noch mehr zu erleben, beispielsweise den neuen Party-Modus mit Hotseat-Funktion und speziellen Fun-Events (Katz-und-Maus-Rennen) sowie Online-Mehrspielermodi für bis zu acht Spieler (alle Modi des Games sind übrigens im Splitscreen verfügbar!). Details dazu folgen in den nächsten Monaten bis zur Veröffentlichung des Racers im zweiten Quartal 2011.