Autor: Marcel Kranz

Mit seinen »Sims« verdient sich Maxis seit Anbeginn der Spielserie ein goldenes Näschen. Keine andere Lebenssimulation vermochte es bisher, auch nur annährend so viele Menschen in ihren Bann zu ziehen - insbesondere Frauen. Darüber hinaus verschwendet die gigantische Community erst gar keinen Gedanken daran, Alternativen ausfindig zu machen. Aus diesem Grunde werden auch heute noch die zahlreichen Abkopplungen der Reihe regelrecht verschlungen.

Allein in diesem Quartal stehen schon wieder zwei weitere »Sims«-Titel auf der Releaseliste. Zum einen »Die Sims 2: Vier Jahreszeiten«, das auch hierzulande endlich für Schneefälle sorgen wird, und zum anderen »Die Sims: Lebensgeschichten«, welches bisher doch eher verdeckt gehalten wurde. Dass erste Bilder zu einem Game aus dem Hause EA erst wenige Wochen vor dem Release im Netz die Runde machen, entspricht ganz und gar nicht der Norm. Sei's drum! Wie so oft durften wir bereits vorab in die Lebensgeschichten der Sims reinschnuppern. Was wir dabei erlebt haben und ob sich die Anschaffung lohnt, verraten wir euch gleich.

Die Sims: Lebensgeschichten - Trailer 1

Addons soweit das Auge reicht
Zu allererst sei erwähnt, dass EA mit »Die Sims: Lebensgeschichten« das erste Kapitel einer neuen Produktreihe aufschlägt. »Die Sims 2« und seine Addons können also gleich im Spieleregal stehen gelassen werden. Während es in diesem Teil noch darum geht, in recht gewöhnliche Leben zu schlüpfen, erlebt der Spieler in kommenden Teilen der Reihe wahlweise das Leben als Schiffsbrüchiger auf einer tropischen Insel oder das eines Tierliebhabers.

Diner »only« for two
Wie eh und je schlüpft der Spieler in die Rolle eines Sim. Allerdings erstellt man den Charakter und das Umfeld nicht selbst, sondern taucht ein in das Leben von Laura Haselnuss und Lukas. Laura hat eben ihren Job verloren und ist von Sim City zu ihrer Tante gezogen, dem einzigen Menschen, der ihr noch nahe steht. Für sie beginnt mit diesem Schritt ein ganz neues Leben.

Die Sims: Lebensgeschichten - Das Leben schreibt die besten Geschichten - oder etwa nicht?

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"Ich hab auch Augen, du Arsch!"
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Lukas Meurer hingegen ist Millionär, hat aber ein entscheidendes Problem: Er findet keine Frau. Dann verhelfen wir dem Jungen doch mal zu seinem Liebesglück - massig Kohle und eine tolle Villa klingen schließlich sehr verlockend. Gerne hätten wir an dieser Stelle den Einstieg gemacht, doch eine fixe Fehlermeldung mit dem Hinweis, dass man erst einmal Lauras Leben in Ordnung bringen muss, machte uns prompt einen Strich durch die Rechnung. Spart euch die Schadenfreude, denn nicht nur wir, sondern auch ihr müsst notgedrungen erstmal bei Tante Trudi einziehen.

Packshot zu Die Sims: LebensgeschichtenDie Sims: LebensgeschichtenErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Mach dies, tu das!
Mit einer heiteren Umarmung und einem kurzen Dialog werdet ihr in eurem neuen Zuhause empfangen, wo ihr euch im Anschluss gleich auf eigene Faust einquartieren dürft. Hier gilt dasselbe Schema wie in allen »Sims«-Teilen: auf allgemeine Bedürfnisse, Job-Vorstellungen und Beziehungen des Sim zu achten.

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Nicht im Bild: Der Durex-Mann macht sich bereit für seinen Einsatz...
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Im Grunde ist alles beim Alten geblieben, wären da nicht die Wünsche des Sim und die vorgegeben Ziele, auf die man als Spieler eingehen soll, um die Story voranzubringen. Was auch immer sich euer Sim wünscht, er wird es euch wissen lassen. Das Augenmerk liegt ganz besonders auf den Zielen, mit deren Erfüllung auch die Geschichte vorangetrieben wird. Befriedigt ihr allgemeine Wünsche, die sich von Minute zu Minute ändern können, darf anschließend der Belohnungskatalog aufgeschlagen werden. Wenige Klicks später beschert ihr eurem Charakter ein kleines materielles Stück vom Himmel - zumindest das, was er sich darunter vorstellt.

Wer glaubt, dass Electronic Arts mit filmreifen Erzählungen aufwartet, wird vor den Kopf gestoßen. Als spektakulär kann das, was sich auf unserem Monitor abgespielt hat, jedenfalls nicht bezeichnet werden. Und Jedermanns Geschmack trifft das Dasein als Wunschsklave aus der Wunderlampe garantiert auch nicht.

Selbst ist die Frau
Und was ist dann bitteschön mit dem Mann? Der zockt »Sims«-Titel nun einmal nicht so ausgiebig wie das weibliche Geschlecht. Gerade die weiblichen Gamer wollen doch bestimmt auch ihre eigenen Stories voller dramatischer und romantischer Wirrungen gestalten, ohne einen Zwischenfunker von irgendwelchen Storyvorgaben zu bekommen. Kein Problem, da der freie Spielmodus (Klassik-Modus) euch komplett freie Hand lässt. Das heißt, es geht nach bester Vorgänger-Manier an die Gründung einer neuen Familie und darauf ans Bauen eines Eigenheims. Den Rest kennt ihr ja bereits!

Laptop-freundlich
Auf den ersten Blick sieht bei »Lebensgeschichten« alles stark nach »Die Sims 2« aus. Den zweiten Liederschlag könnt ihr euch ruhig sparen, denn die Optik der beiden Titel ähnelt sich nicht nur stark, sie ist quasi identisch. Soll aber nichts Schlechtes heißen. Schließlich werden die Sims in ihrem Detail-Reichtum sowie Realitätsgrad noch von keiner anderen Lebenssimulation übertroffen.

Die Sims: Lebensgeschichten - Das Leben schreibt die besten Geschichten - oder etwa nicht?

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Die Lebensgeschichten drehen sich meist um das Eine Zweisame.
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Etwas mehr Einfallsreichtum beweisen die Programmierer aber dann in Sachen Systemvoraussetzungen. Oder kennt ihr etwa eine andere Spieleschmiede außer Maxis, die eines ihrer Produkte bestmöglich auf die Leistung eines Laptops anpassen? Eben, und das Ganze geht sogar soweit, dass »Die Sims: Lebensgeschichten« standardmäßig im Fenster-Modus abläuft, damit E-Mail- und Instant-Massenger-Junkies stets verfügbar sind. Zudem kann der Laptop dank des Auto-Pause-Features ganz einfach mittendrin zugeklappt werden. Beim Aufklappen setzt das Spiel an der Stelle fort, wo man es verlassen hat.

Ob man dem simschen Gebrabbel der Figuren lauscht oder sich die fetzige Musik des Radios reinzieht, die Ohren werden stets verwöhnt - so wie man es als »Sims 2«-Spieler gewohnt ist.