Dass Will Wright mit dem Spiel „Die Sims“ einen Wahnsinns-Coup gelandet hat, lässt sich wohl kaum bestreiten: Insgesamt 15 Addons, acht Minicontent-Addons und zahlreiche Standalone-Versionen schmücken seit der Veröffentlichung des ersten Teils vor acht Jahren das Sims-Universum.

Über 98 Millionen Exemplare der Spielreihe wurden weltweit bis heute verkauft - somit war es also nur eine Frage der Zeit, bis EA sein Erfolgsrezept mit „Die Sims 3“ fortsetzen würde. Dieser wurde dann auch vor wenigen Tagen erstmals offiziell angekündigt. Welche Neuerungen euch mit dem nunmehr dritten Sims-Teil erwarten werden, erfahrt ihr bei uns.

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Die ganze Welt der Sims

Geriet man bei den vorherigen Teilen nur selten mit der Außenwelt in Kontakt, wird diese in „Die Sims 3“ zu einem zentralen Bestandteil: Durch das neue Städte- und Nachbarschaftssystem steht es dem Sim-Spieler frei, seine gesamte Nachbarschaft zu besuchen oder eine Tour durch die Innenstadt zu starten. Wer Lust und Zeit hat, kann dort seine Einkäufe erledigen, sich mit Freunden treffen oder im Park Smalltalk mit anderen Sims führen.

Die Sims 3 - Größer, schöner - besser? Das erfolgreichste Spiel aller Zeiten geht in die nächste Runde.

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Die Welt der Sims ist größer geworden.
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EA legt dabei sehr viel Wert auf durchgängigen Spielfluss: So werden die großen Areale frei zoombar sein und nicht durch Ladesequenzen voneinander getrennt. Eine weitere Neuerung soll außerdem die Eigendynamik der Nachbarschaft sein: Die NPC-Sims leben selbstständig weiter, gehen ihrer Arbeit nach, schließen mit anderen Freundschaften, heiraten einander und bekommen Kinder.

Um der Realität noch ein kleines Stückchen näher zu kommen, entwickelte EA für den dritten Teil eine ganz neue Grafik-Engine. Durch die erhöhte Polygon-Anzahl wirken die Sims fortan wesentlich natürlicher und detailverliebter. Zudem bekommen Häuser und Möbel hochauflösende Texturen und schärfere Konturen verpasst. Ein weiterer Atmosphärepluspunkt ist der dynamische Tag-Nachtwechsel, den EA erstmals für den dritten Teil vorgesehen hat.

Packshot zu Die Sims 3Die Sims 3Erschienen für PC, DS, PS3, Xbox 360, Wii und 3DS kaufen: Jetzt kaufen:

Simologie

Definierten sich Sims bis jetzt nur durch eine Hand voll festgelegter Eigenschaften, wie z.B. schlampig/ordentlich, faul/aktiv oder mürrisch/nett, sollen mit dem neusten Teil ganze 80 verschiedene Charakteristika im Pool zur Auswahl stehen: Das Sortiment reicht von glücklich, träumerisch, familiär, bis hin zu draufgängerisch, kleptomanisch und perfektionistisch. Der Sim-Erschaffer kann über die Anzahl und Kombination der Wesenszüge frei verfügen.

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Wichtig wie eh und je: das Zwischenmenschliche.
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Ob man also lieber einen pflegeleichten oder eher einen anspruchsvollen, vielschichtigen Sim erstellen möchte, obliegt somit der Entscheidungsfreiheit des Spielers. Jeder Sim kann allerdings maximal fünf Charakterzüge in sich tragen.

Die von dem Vorgänger bekannten Grundbedürfnisse wie Hunger, Hygiene oder Energie sollen im neuesten Teil nur noch beiläufig zum allgemeinen Gemütszustand beitragen. In den Vordergrund rücken soll vielmehr die persönliche Wesensart der Sims:

Sims-Fans erwartet mit dem dritten Teil Altbewährtes mit sinnvollen Neuerungen und mehr Bedienkomfort. Nur die Grafik hätte noch ein wenig mehr Politur vertragen können.Ausblick lesen

Ein arbeitssüchtiger Workaholic wird wohl kaum zufrieden sein, wenn er tagein tagaus auf einem luxuriösen Zweimeterbett Actionfilme auf einem HD-Fernseher schaut - das altbewährte „kauf-deinen¬-Sim-glücklich“-System stößt damit also auf taube Sim-Ohren.

Pimp my Sim

Der altbekannte Charakter-Editor darf sich ebenfalls einer Renaissance erfreuen. Die neuen Funktionen sollen es dem Spieler ermöglichen, Sims noch detaillierter und individueller zu gestalten. Neben den von „Die Sims 2“ bekannten Schiebereglern für Gesicht, Haare, Körperumfang oder -größe darf der Spieler im dritten Teil noch tiefer in die Sim-Puppenkiste greifen.

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Die Gestaltungs- möglichkeiten für euren Sim werden sehr viel umfangreicher.
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So könnt ihr darüber entscheiden, ob euer Charakter eher schmächtig wie eine Bohne oder so muskulös und stark wie ein Bär aussehen soll und welche Interessen er bezüglich seiner Hobbys wie Musik, Sport und Freizeit pflegt. Doch damit nicht genug: Persönliche Vorlieben wie Lieblingsfarbe oder -essen dürft ihr ebenfalls festlegen.

Einsatz in vier Wänden

Der neu hinzukommende Gestaltungseditor für das Interieur lässt die Herzen zahlreicher Einrichtungs-Fans höher schlagen: Musste man sich beim Vorgänger noch mit zwei bis drei Gestaltungsvarianten begnügen, kann man bei „Die Sims 3“ selbst kreativ werden: Aus einer großen Farb-, Muster- und Stoffpalette kann man sein Mobiliar individuell anpassen und gestalten. Wer allerdings keine Lust auf zeitintensive Einrichtungsorgien hat, darf wie gewohnt in vormöblierte Häuser einziehen.

Das Entwicklerteam von EA hat sich vorgenommen, sowohl Interface als auch Sim-Bedienung komfortabler und logischer zu gestalten. Wurden in den vorherigen Teilen die Charakterelemente, Spiel- und Bauoptionen noch miteinander vermischt, sollen diese nun strikt voneinander getrennt werden. Das Baumenü selbst erhält gleichfalls einen strukturierten und übersichtlicheren Aufbau.

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Innenarchitekten können sich in Teil 3 wieder richtig austoben.
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Des Weiteren sollen auch langatmige Laufwege und Klickpartien verhindert werden: Sofern ein Sim Hunger hat oder zur Toilette gehen muss, kann der Spieler den Sim über aufploppende Symbole zum selbstständigen Lösen des „Problems“ bringen. Die punktgenaue Planung von Aktionsreihen soll dem Spieler ebenfalls Arbeit abnehmen: Über einen Zeitschieberegler vermittelt man dem Sim, wie lange er sich mit einer bestimmten Tätigkeit auseinandersetzen soll.