Die Siedler: Das Erbe der Könige -Nebelreich (PC-Test)
(von Andreas Schnäpp)

Vor fünf Monaten durften wir Dario in die Schlacht gegen Kerberos führen und den Frieden im Alten Reich wiederherstellen. Selbstverständlich hält die Ruhe nicht lange an und schon

Die Siedler: Das Erbe der Könige - Nebelreich - Die Siedler - Das Erbe der Könige: Nebelreich - Trailer

Was bisher geschah
Seit dem Sieg über Kerberos und seine dunklen Schergen erblüht das alte Reich unter der rechtschaffenen Führung König Darios. Der Traum von Frieden und Wohlstand ist endlich wahr geworden. Doch für wie lange? Weit im Osten des alten Reiches, an den Ufern des Flusses Nhern, arbeiten fleißige Hände Tag und Nacht um eine Brücke über den Fluss zu errichten. Sie wollen eine Verbindung zu den Ländern Hen Brughs - des sagenumwobenen alten Landes - schaffen. Doch mit dem Wachsen des beeindruckenden Bauwerks wächst auch die Angst der Arbeiter: Am gegenüberliegenden Ufer schleichen unheimliche, schattenhafte Gestalten umher und beobachten das Geschehen. Der Nebel, der sie umgibt, ist unwirklich kalt und dicht.

Wie jeder übermütige Held nimmt sich Dario selbstverständlich der Sache an. Aufgeregt teilt uns der offensichtlich überforderte Bürgermeister des kleinen Dorfes mit, dass unheimliche Gestalten die

Arbeiter überfallen und die Gebäude zerstört haben. Da kommen unsere Helden Dario und Ari mit ihrem Trupp Schwertkämpfern und Bogenschützen genau richtig: Ohne viele Worte stürzen die Einheiten in die Schlacht und schlagen die unliebsamen Gäste zurück. Fantastisch! Als Dank für unsere zweiminütige Schlacht überlässt der werte Herr uns seine Siedlung in einem denkbar unpassenden Moment. Die Dorfbewohner fühlen sich unwohl in ihrer Heimat und haben die Koffer zur Abreise schon griffbereit. Nun ist es unsere Aufgabe, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, die alten Ruinen abzureißen und eine neue Brücke zu errichten. Doch das ist auch die einzige der zehn Missionen, in der es vergleichsweise ruhig und idyllisch von Statten geht. Die Siedler werden zu Soldaten: Weg ist die Gemütlichkeit des ruhigen Häuschen-Bauens und der Expansion. Ab jetzt steht der Kampf im Vordergrund! Die Siedler: Das Erbe der Könige -Nebelreich- knüpft

Die Siedler: Das Erbe der Könige - Nebelreich - Gelungenes AddOn oder zurück damit in den Nebel?

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da an, wo das Hauptprogramm in Sachen Schwierigkeit aufgehört hat und ist somit etwas für die fortgeschrittenen Spieler unter Euch. Neben einem flinken Finger zur Gruppenkoordination sollte man im neuesten Addon auch starke Nerven aufweisen können. Für Spieler, die das Wort "Zwischenspeichern" aus ihrem Gedächtnis verbannt haben und jede Mission auf die "harte Tour" schaffen wollen, werden "Mission neu starten" die zukünftigen Worte ihres Hasses sein.

Packshot zu Die Siedler: Das Erbe der Könige - NebelreichDie Siedler: Das Erbe der Könige - NebelreichErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Dass die neue Kampagne gerade mal zehn Missionen beinhaltet, mag anfangs abschrecken. Doch schon nach kurzer Zeit stellt der Spieler fest, wie langwierig eine einzelne Mission doch sein kann. So warten auf den Spieler zehn neue Karten, die jeweils mit mehreren Nebenmissionen und überraschenden Wendungen ausgestattet sind und so die Spielzeit in die Höhe treiben. Vergisst man hier das Speichern und wird vom Nebelvolk überrannt, macht sich Frust breit. Damit mehrere Stunden Spielzeit nicht umsonst sind, sollte deswegen nicht zu selten zwischengespeichert werden.

Aufbauen und Zerstören
Was wäre ein Addon ohne neue Einheiten, Gebäude oder spielbare Charaktere? Richtig! Absolut langweilig. Blue Byte haben der

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Nebelreich nicht nur zwanzig neue Freispielkarten und endlich den sehnlichst erwarteten Mapeditor beigelegt, sondern auch eine Hand voll neuer Charaktere und Gebäude ins Spiel implementiert.

Kommen wir zuerst zu der wohl teuersten neuen Anschaffung überhaupt: Der Brücke. Mit Sicherheit könnt ihr euch noch an den Wetterturm aus Die Siedler: Das Erbe der Könige und die damit verbundenen taktischen Möglichkeiten erinnern. Mitten im Sommer wird es plötzlich eiskalt, die Seen frieren zu und ganze Truppen marschieren über die Eisfläche in Richtung der gegnerischen Siedlung. Vergangenheit? Man möchte meinen: Fast! Spieler kommen nun viel früher dazu, Flüsse zu überqueren und damit neue Bereiche der Karte zu erschließen. Dass die Anschaffungskosten von unter anderem 1000 Steinen nicht zu unterschätzen sind, dürfte klar sein. Doch der eigentliche Bau der Brücke ist nicht der einzige Kostenfaktor. Bevor die Leibeigenen an die Arbeit können, ist die Errichtung einer Architektenstube, eines Wohnhauses und eines Bauernhofes notwendig. Das schlägt mächtig auf den Geldbeutel!

Nachdem der Brückenarchitekt letztendlich den individuellen Bauplan der Brücke erstellt hat, können auch unsere Leibeigenen an die Arbeit. Zum Bedauern des Spielers dürfen die Brücken jedoch nur an bestimmten Stellen errichtet werden. Einerseits sinnvoll, denn wer würde schon gerne aus Versehen eine Brücke mit direktem Blick zur steilen Bergwand bauen, andererseits unnötig verschenkter taktischer Spielraum.

Natürlich darf eine Brücke auch nicht ohne passendes Gegenstück existieren: Normale Soldaten und Kanonen können die Konstruktionen nicht zerstören. Da kommt der Dieb wie gerufen.

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Diese zwielichten Gesellen trifft man hauptsächlich in der Taverne an und wartet stets auf schmutzige Arbeit, die er für seinen Herrn erledigen kann.

Dank seiner Tarnungsmöglichkeit erscheint er dem Feind als Leibeigener, solange er sich passiv verhält und nicht angegriffen wird. Hierdurch kann er unbemerkt in Häuser eindringen und Rohstoffe klauen, doch sein größtes Talent liegt
im Zerstören von Gebäuden oder Brücken. Mittels Sprengladungen macht er jedes beliebige Gebäude dem Erdboden gleich oder kann die der Feinde entschärfen, falls er rechtzeitig ankommt.

Neben Dieben hält sich auch eine weitere Klasse bevorzugt in der Obhut eines Schankwirts auf: Der Kundschafter. Für den Kampf gänzlich ungeeignet, entwickelt sich dieser Geselle als perfektes Mittel zur unbemerkten Aufklärung der Karte und Rohstoffsuche.Auf einer höheren Forschungsstufe kann der Kundschafter sogar Fackeln auf der Karte zurücklassen, mit denen er bestimmte Gebiete markieren und somit dauerhaft überwachen kann.

Die größte Beachtung in Mehrspieler-Matches wird wohl die neue Scharfschützen-Klasse finden. Diese neuen, äußerst effektiven Fernkampfeinheiten kann man in der Schießanlage rekrutieren, sobald man das Luntenschloss erforscht und die Büchsenmacherei gebaut hat. Hier macht sich ein Büchsenmacher direkt ans Werk und fertig fleissig Verbesserungen, wie z.B. den gezogenen Lauf an. Sie sind herkömmlichen Fernkampfeinheiten, wie den Bogen- oder Armbrustschützen in Sachen Schaden deutlich überlegen, können jedoch nicht so schnell nachladen.

Mit der ausreichenden Anzahl an "Blockereinheiten", d.h. Schwertkämpfern oder Lanzenträgern sind die Scharfschützen eine tödliche Waffe gegen das Nebelvolk.Neue Gesichter braucht das Land
Doch neben dem ganz normalen Fußvolk tummeln sich jetzt auch drei neue Gesichter in der Reihe der Helden: Yuki, Drake und Kala bringen ein bisschen mehr Abwechslung in das Kampfgeschehen der Polygonkrieger. Hier eine kleine Übersicht:

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Yuki, die lebende Waffe stammt aus dem Fernen Osten. In einem verschlafenen Nest wuchs sie als die jüngste von acht Kindern auf und entschied sich für die traditionelle Kampfkunst und die Macht der Meditation.

Ihr Glaube gebietet ihr, stets auf der Seite der Gerechten zu stehen, die Schwachen zu schützen und die Hilflosen zu verteidigen. Sie verfügt über zwei Feuerwerke, mit denen sie ihre Feinde entweder in Panik versetzen oder eigenen Einheiten

zu mehr Ausdauer verhelfen kann. Weiterhin richten ihre Wurfsterne Flächenschaden an und machen sie damit auch im Fernkampf zu einem ernstzunehmenden Gegner.

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Viele werden ihn direkt erkennen: Drake prägt das Spielcover und ist ein wahrer Meister seines Fachs, denn seine Kugeln verfehlen nie ihr Ziel... In den östlichen Provinzen arbeitete er als Kopfgeldjäger und musste schon früh lernen, dass man nur sich selbst wirklich trauen kann.

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Drake verfügt über zwei Fähigkeiten: Den Meisterschuss und und eine Feuerkraft Aura. Letztere gewährt allen Schützen in Drakes Nähe einen Schadensbodus auf ihre Schüsse. Sein berüchtigter Meisterschuss hingegen richtet bei einem Gegner über eine weite Distanz prozentualen Schaden an und verwundet ihn damit meist schwer.

Kala ist, wie schon Kerberos im Hauptprogramm, ein reiner Mehrspieler-Held. Als sie ein junges Mädchen war und nichts weiter als die Tochter des derzeitigen Häuptlings, starb ihr Vater an einer mysteriösen Krankheit. Da auch ihre Mutter tot war und sie keine Geschwister hatte, wurde sie zur Anführerin erwählt, mit gerade einmal 14 Jahren. Seit diesem Tage musste sie stets um Respekt und ihre Position kämpfen. Und sie wurde verbittert, hartherzig und gnadenlos, aber letztendlich von ihrem Volk respektiert.

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Kala wurde zu einer der Mächtigsten, die das Nebelvolk je regiert hatten. Und sie ist fanatisch, wie kein Anführer jemals zuvor. Kala ist äußerst begabt im Umgang mit Gift und kann mittels ihrem Giftnebel Feinde ihrer direkten Umgebung stetigen Schaden zufügen. Weiterhin kann sie in eine angewählte Richtung Giftpfeilfe verschießen.

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Karten schnell und einfach selbstgemacht!
Wie? Keine Lust mehr auf die 20 neuen Freispielkarten? Ihr wollt etwas Eigenes? Wie gut, dass Blue Byte auf

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die Forderungen der Community eingegangen ist und mit dem neuenAddon auch einen leistungsfähigen Mapeditor veröffentlicht. Mittels eines Brush-Tools kann das Gelände verändert und mit den passenden Texturen versehen werden. Auch ist es möglich, einzelne Missionen mittels des integrierten Script-Editors zu schreiben. Wem das nicht reicht, kann für komplexe Missionen LUA verwenden. LUA ist eine einfach zu erlenende, aber dennoch sehr leistungsfähige Scriptsprache, in der unter anderem auch World of Warcraft Addons (Modifikationen des Interfaces) geschrieben werden. Der Editor basiert auf der Spielengine und funktioniert nach dem "What you see is what you get" Prinzip: Was ihr auf eurem Bildschirm seht, wird auch so im Spiel dargestellt.Mapeditor-Tutorials jetzt downloaden!
Ihr wollt euch selbst an eigenen Karten versuchen? Die Entwickler haben zum Mapeditor ein vierteiliges Tutorial geschrieben, das den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Editors erklärt und anhand von Beispielen erklärt. Äußerst lesenswert!
zum Download

Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Zehn interessant gestaltete Missionen +Neue Gebäude, Einheiten und Helden + Top Mapeditor

Contra:
- Brücken können nur an festgelegten Stellen errichtet werden - Zu kampflastig, Aufbau-Aspekt etwas zu kurz geraten

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Ihr wollt euch selbst an eigenen Karten versuchen? Die Entwickler haben zum Mapeditor ein vierteiliges Tutorial geschrieben, das den Aufbau und die einzelnen Funktionen des Editors erklärt und anhand von Beispielen erklärt. Äußerst lesenswert!
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Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pro:
+ Zehn interessant gestaltete Missionen +Neue Gebäude, Einheiten und Helden + Top Mapeditor

Contra:
- Brücken können nur an festgelegten Stellen errichtet werden - Zu kampflastig, Aufbau-Aspekt etwas zu kurz geraten