Die Zukunft sah rosig aus für das junge Team der Flagship Studios: Bestehend aus einem großen Satz ehemaliger Blizzard-Mitarbeiter arbeitete man monatelang an einem Projekt, für das im Vorfeld wohl jeder Buchmacher seine Seele verkauft hätte. Hellgate: London wurde über Monate als potentieller Superhit gehandelt, Flagship selbst freute sich angesichts des monatlichen Abo-Systems auf frisch vergoldete Nasen.
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Was die Spatzen schon eine Weile von den Dächern pfiffen, wurde am vergangenen Samstag traurige Gewissheit: Die Flagship Studios machen dicht – ein für alle mal. Wir schlagen die „Akte Hellgate“ ein letztes Mal auf, suchen nach Ursachen für die drastische Entscheidung und klären die Bedeutung für den zweiten Verlierer dieser Schließung: den Spieler.
Am vergangenen Samstag kam die Gerüchteküche langsam ins Brodeln: Die koreanische Spieleseite TheGames.co.kr behauptete plötzlich, die Flagship Studios in San Francisco würden einen Großteil ihrer Mitarbeiter entlassen und die volle Kontrolle über die Marke Hellgate: London an den koreanischen Distributor HanbitSoft abtreten. Wenig später griff auch die renommierte Fanseite HellgateGuru.com das Gerücht auf und veröffentlichte eine alarmierende Newsmeldung.
Da konnte Bill noch lachen: Vergangenes Jahr besuchten wir die Flagship Studios in San Francisco.Die Studio-Chefetage reagierte auf branchenübliche Art und Weise – und dementierte: „Die Teamgröße für Hellgate ist noch genau so groß wie am Release-Tag“, hieß es in einer offiziellen E-Mail an HellgateGuru. „All unsere Leiter und Gründer arbeiten weiterhin bei Flagship, an Hellgate oder Mythos. Wir wissen nicht, wie HanbitSoft an unsere Markenrechte hätte gelangen können“, hieß es darin weiter.
Letztlich war es jedoch der Branchengigant IGN, der die Zweifel an dieser Darstellung bereinigte. Nach einer offiziellen Meldung, die man von Flagship Community Manager Taylor Balbi erhalten haben will, wurden sowohl die Büros des Online-Service-Anbieters Ping0 als auch der Flagship Studios selbst bereits am vergangenen Samstag endgültig geschlossen.
Schade um Hellgate: Jetzt wo es dank zahlreicher Patches endlich reibungslos lief, kommt das Aus.Laut Balbi seien sämtliche Mitarbeiter bereits entlassen worden, angeblich hätten die drei Führungskräfte (Max und Eric Schaefer, Bill Roper) für einige Angestellte sogar das Gehalt des kommenden Monats aus eigener Tasche vorgestreckt. Als Konsequenz tritt Flagship sämtliche Markenrechte an Hellgate: London und Mythos ab, die weitere Entwicklung legt man nun dem koreanischen Distributor HanbitSoft in die Hände.
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FSS selbst hült sich derzeit in Schweigen. Die Fakten, die derzeit vorliegen sind, dass ein nicht gerade geringer Teil der Mitarbeiter ihren Lebenslauf so angepasst, dass ihr Arbeitsverhältnis dort geendet hat. Somit kann man davon ausgehen, dass die News korrekt sind.
Die Pleite ist verdient und gerecht. Wer versucht, Kunden mit halbfertigen Waren abzuzocken, muss dafür bestraft werden. Und das sage ich als Lifetime Subber.
Nicht. :(
lg, Ralph
@Bildniveau:
Ich würde dies als ein Kompliment auffassen. Die Bild ist mit Abstand (obwohl sie viele Fakten vorschnell veröffentlicht) doch eine der besten Textschmieden im deutschsprachigen Raum. :P
Soviel dazu. Ich finde es jammerschade!
Und was die Jungs von Flagship da abgeliefert haben ist einfach nur erbärmlich.
Einfach mal drauf losentwickeln funktioniert nunmal nicht und darum haben sie sich ihre Pleite selbst zu verdanken.
Und was die Jungs von Flagship da abgeliefert haben ist einfach nur erbärmlich.
Einfach mal drauf losentwickeln funktioniert nunmal nicht und darum haben sie sich ihre Pleite selbst zu verdanken.
Und Mythos? Mythos bleibt ein Mythos, denn wer kauft schon ein Manga - Game ala Pokemon?
Ich hoffe immer noch das es net ganz so schlimm kommt.
Hier werden Spekulationen und nicht bestätigte "Informationen" als Fakten ausgegeben...
Momentan schein inhellgate.de die einzieg objektive Seite zu sein...