Die Flagship Studios am Ende – Special

Die Chronik eines Abstiegs: Der Anfang vom Ende der Hellgate: London-Entwickler.

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von David Hain, 14. Juli 2008 12:28 Uhr

Die Zukunft sah rosig aus für das junge Team der Flagship Studios: Bestehend aus einem großen Satz ehemaliger Blizzard-Mitarbeiter arbeitete man monatelang an einem Projekt, für das im Vorfeld wohl jeder Buchmacher seine Seele verkauft hätte. Hellgate: London wurde über Monate als potentieller Superhit gehandelt, Flagship selbst freute sich angesichts des monatlichen Abo-Systems auf frisch vergoldete Nasen.

Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Was die Spatzen schon eine Weile von den Dächern pfiffen, wurde am vergangenen Samstag traurige Gewissheit: Die Flagship Studios machen dicht – ein für alle mal. Wir schlagen die „Akte Hellgate“ ein letztes Mal auf, suchen nach Ursachen für die drastische Entscheidung und klären die Bedeutung für den zweiten Verlierer dieser Schließung: den Spieler.

Der Anfang vom Ende

Am vergangenen Samstag kam die Gerüchteküche langsam ins Brodeln: Die koreanische Spieleseite TheGames.co.kr behauptete plötzlich, die Flagship Studios in San Francisco würden einen Großteil ihrer Mitarbeiter entlassen und die volle Kontrolle über die Marke Hellgate: London an den koreanischen Distributor HanbitSoft abtreten. Wenig später griff auch die renommierte Fanseite HellgateGuru.com das Gerücht auf und veröffentlichte eine alarmierende Newsmeldung.

Screenshot zu: Die Chronik eines Abstiegs: Der Anfang vom Ende der Hellgate: London-Entwickler.Da konnte Bill noch lachen: Vergangenes Jahr besuchten wir die Flagship Studios in San Francisco.

Die Studio-Chefetage reagierte auf branchenübliche Art und Weise – und dementierte: „Die Teamgröße für Hellgate ist noch genau so groß wie am Release-Tag“, hieß es in einer offiziellen E-Mail an HellgateGuru. „All unsere Leiter und Gründer arbeiten weiterhin bei Flagship, an Hellgate oder Mythos. Wir wissen nicht, wie HanbitSoft an unsere Markenrechte hätte gelangen können“, hieß es darin weiter.

Letztlich war es jedoch der Branchengigant IGN, der die Zweifel an dieser Darstellung bereinigte. Nach einer offiziellen Meldung, die man von Flagship Community Manager Taylor Balbi erhalten haben will, wurden sowohl die Büros des Online-Service-Anbieters Ping0 als auch der Flagship Studios selbst bereits am vergangenen Samstag endgültig geschlossen.

Screenshot zu: Die Chronik eines Abstiegs: Der Anfang vom Ende der Hellgate: London-Entwickler.Schade um Hellgate: Jetzt wo es dank zahlreicher Patches endlich reibungslos lief, kommt das Aus.

Laut Balbi seien sämtliche Mitarbeiter bereits entlassen worden, angeblich hätten die drei Führungskräfte (Max und Eric Schaefer, Bill Roper) für einige Angestellte sogar das Gehalt des kommenden Monats aus eigener Tasche vorgestreckt. Als Konsequenz tritt Flagship sämtliche Markenrechte an Hellgate: London und Mythos ab, die weitere Entwicklung legt man nun dem koreanischen Distributor HanbitSoft in die Hände.

Kommentare 15
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Sir_DalamarSir_Dalamar15.07.2008 19:53
Um Mythos ist's schade.
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Resse15.07.2008 11:46
Zusatz, mein erster Absatz ist ein wenig unglücklich formuliert. Taylor hat dementiert, dass er je irgendwas in der Form zu IGN gesagt hat.
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Resse15.07.2008 11:45
@1 Die Fakten sind, dass Flagship keine News dementiert hat. Taylor Balbi hat nur dementiert, dass er angeblich nie etwas darüber gesagt hat zu IGN, dass FSS dicht gemacht wird.

FSS selbst hült sich derzeit in Schweigen. Die Fakten, die derzeit vorliegen sind, dass ein nicht gerade geringer Teil der Mitarbeiter ihren Lebenslauf so angepasst, dass ihr Arbeitsverhältnis dort geendet hat. Somit kann man davon ausgehen, dass die News korrekt sind.

Die Pleite ist verdient und gerecht. Wer versucht, Kunden mit halbfertigen Waren abzuzocken, muss dafür bestraft werden. Und das sage ich als Lifetime Subber.
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Ralph15.07.2008 08:36
Lifetime-Acc rult.
Nicht. :(
lg, Ralph
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Wallace14.07.2008 23:25
@10: Wie man an AoC sieht, lernen andere nicht aus den Fehlern.....
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chauchau14.07.2008 22:38
das zeigt hoffentlich den publishern, dass sie sich mit vorzeitig auf den markt geworfenen mmos nur selbst ans bein pinkeln.
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BodensondeBodensonde14.07.2008 22:30
Senv? Was ist das?
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VonKesslerVonKessler14.07.2008 21:13
also werde hier auch mal meinen senv dazugeben. dass das ende kommen würde war schon länger absehbar. ein meinem bekannten kreis haben sich das spiel etliche gekauft und nach 2-3 tagen gleich wieder verkauf weil es so verbuggt war! ich habe es behalten weil ich das konzept gut fand und sehen wollte was die nächsten patches so für verbesserungen bringen. aber es wurde nicht besser sondern immer schlimmer. die buggs verschanden zwar zu teil aber nach und nach gab es immer weniger was der NORMALE kunde so haben und machen durfte. endgültig habe ich mich abgewand als stonehage nur für bezahlkunden war und das spiel noch so verbuggt war das man hätte kotzen können. es war nicht einzusehn für der art viele mängel auch noch zu bezahlen! wer die schuld an diesem desaster trägt weiss ich nicht aber das eine gute idee durch unvermögen vernichtet wurde das weiss ich und bedaure ich.
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Haagen14.07.2008 19:35
Jaja, alle sind auf ein mal die absoluten Marketing-Experten und wissen natürlich genau über alle Vorgänge bestens bescheid! Genug selbst beweihräuchert? Flagship wurde es nie leicht gemacht und sie mussten sich von anfangan durch die Sch**** graben. Dass, wie ein Vorredner bereits schon erwähnt hat, natürlich irgendwo der Geldhahn abgedreht wurde (und das weiß jeder), interessiert womöglich niemanden! Lieber schön noch rein in die Wunde mit irgendwelchen unqualifizierten Beleidigungen.

@Bildniveau:

Ich würde dies als ein Kompliment auffassen. Die Bild ist mit Abstand (obwohl sie viele Fakten vorschnell veröffentlicht) doch eine der besten Textschmieden im deutschsprachigen Raum. :P

Soviel dazu. Ich finde es jammerschade!
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DysX14.07.2008 16:25
Kreativität ist schön und gut, aber ohne vernünftige Planung bringt das nichts.
Und was die Jungs von Flagship da abgeliefert haben ist einfach nur erbärmlich.
Einfach mal drauf losentwickeln funktioniert nunmal nicht und darum haben sie sich ihre Pleite selbst zu verdanken.
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DysX14.07.2008 16:18
Kreativität ist schön und gut, aber ohne vernünftige Planung bringt das nichts.
Und was die Jungs von Flagship da abgeliefert haben ist einfach nur erbärmlich.
Einfach mal drauf losentwickeln funktioniert nunmal nicht und darum haben sie sich ihre Pleite selbst zu verdanken.
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piopio14.07.2008 15:38
warum wurde die news entfernt?
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Bungar14.07.2008 15:29
Ein Musterbeispiel wie man Kreativität unterdrückt: Man investiert scheinbar gut gemeint in eine junge Firma, erhöht langsam den Druck, zwingt sie zu einem viel zu frühen und tödlichem Release, und kauft die entstandenen Scherben auf. Wieder einmal zeigt sich die koreanische Spielemafia erbarmungs- und einfallslos. Das Konzept mit ein paar Billigpatches noch schnell ein paar Dollar abzukassieren wird allerdings nicht allzulange funktionieren, zumindest nicht in Europa.
Und Mythos? Mythos bleibt ein Mythos, denn wer kauft schon ein Manga - Game ala Pokemon?
Ich hoffe immer noch das es net ganz so schlimm kommt.
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ChaosMoleChaosMole14.07.2008 15:10
kann mich nie erinnern das in-wasauchimmer.de objektive war naja wie dem auch sei . Sollte es so kommen hoffe ich das jemand hg:l rettet und dies nicht EA ist weil dann werden erst recht keine Patches usw mehr kommen sondern nur noch addons, oder man kann nur noch online spielen wenn man bezahlt.
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Davoron14.07.2008 13:48
Dieser Artikel hat echt Bild-Niveau!

Hier werden Spekulationen und nicht bestätigte "Informationen" als Fakten ausgegeben...

Momentan schein inhellgate.de die einzieg objektive Seite zu sein...
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