Der Herr des Schreckens ist zurück! Und mit ihm der Kampf der brennenden Höllen gegen die hohen Himmel. Doch wie gut schlagen sich Mönch, Zauberer und Dämonenjäger mit dem Gamepad gegen die dämonischen Legionen? Die Antwort ist ganz einfach: nahezu genau so wie in der PC-Version.

Diablo 3 - Das ist neu in Patch 2.4.0!152 weitere Videos

Wie spielt sich Diablo 3 auf Konsole?

Die größten Änderungen finden sich selbstverständlich bei der Steuerung und dem Interface, die aber dadurch kaum Schaden nehmen. Die Charaktere spielen sich flüssig und rund, die Skills gehen gut von der Hand und auch das Interface zeigt übersichtlich und klar alle nötigen Informationen an, die man als Spieler braucht.

Diablo 3 - Angespielt: Diablo 3 auf Konsole - geht das?

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Die größten Änderungen betreffen Steuerung und Interface. Optisch sind Konsolen- und PC-Version weitgehend identisch.
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Lenken werdet ihr euren Charakter im Gegensatz zum PC direkt mit dem Stick, was zu erwarten war und gut funktioniert. Eure klassenspezifischen Fähigkeiten liegen auf den vier Haupttasten, sowie zwei auf den Schultertasten. Damit stehen euch, wie in der PC-Version, sechs Skills zur Verfügung, die sich in alter Manier mit Runen modifizieren lassen.

Natürlich gibt es auch weiterhin Heiltränke, die ihr bei Bedarf einschmeißen könnt. Das erkennt ihr an dem neuen Gesundheitsbalken, der vermutlich wegen des Multiplayers ohne Splitscreen angepasst wurde und nun in sehr schlichter, aber ausreichender Form in der Ecke des Bildschirms daherkommt. Darunter befindet sich die bekannte Erfahrungsleiste, die euren Levelfortschritt angibt. Auch hier nimmt sich das Spiel nichts gegenüber der PC-Version. Wenn ihr Stufe 60 erreicht habt, setzt ihr euren Aufstieg mit den Paragon-Leveln fort.

Eine der größten Neuerungen liegt dagegen in der Einführung eines Ausweichmanövers. Dieses könnt ihr mit dem rechten Stick beliebig oft ausführen, um Angriffen zu entgehen oder Abstand zu euren Gegnern aufzubauen. Diese Funktion gab und gibt es auf der PC-Version nicht.

Möglicherweise dient sie als Ausgleich dafür, dass man auf der Konsolenversion von Diablo 3 nicht in der Lage sein wird, gezielte Fähigkeiten einzusetzen, wenn man keinen Gegner hat. Auf dem PC war dies durch Drücken der Shifttaste problemlos machbar. Generell musste man Gegner nicht ins Ziel nehmen, sondern lediglich die Maus beziehungsweise den Cursor in ihre Richtung halten.

Diablo 3 - Angespielt: Diablo 3 auf Konsole - geht das?

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Deutlich zu sehen: Shortcuts werden auf die Buttons und R-Tasten gelegt.
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Auf der Konsole wird man hingegen seine Gegner durch die Blickrichtung wählen und diese haben dann ein kleines Icon über sich, welches das aktuelle Ziel darstellt. Das gestaltet sich anfangs etwas umständlich, geht jedoch nach einiger Zeit gut von der Hand. Dennoch bleibt das Zielsystem eine der unrunderen Stellen von Diablo 3, da vor allem im Spiel mit vier Personen an einem Bildschirm der eigene Cursor schnell im Effektgewitter untergeht.

Die schönste Freude ist die Schadenfreude!

So oder so ähnlich muss der Grundgedanke bei Blizzard gewesen sein, als man sich dafür entschied, Diablo 3 auf der Konsole ein Lootsystem zu verpassen, bei dem es einzig auf Schnelligkeit ankommt. Zum Vergleich: habt ihr auf der PC-Version eine Party mit Freunden aufgemacht, dann ließen die Gegner für jeden einzelnen Recken auch eigene Beute fallen, was das Zusammenspiel zusätzlich interessant machte.

Angepasste Steuerung, vier Spieler an einer Konsole, kein Auktionshaus - ansonsten bleibt sich Diablo 3 auch auf Konsole treu.Ausblick lesen

Auf der Konsole könnte genau das Gegenteil der Fall werden, nämlich dann, wenn kurz vor dem Ableben eines Gegners plötzlich alle Klassen zu Nahkämpfern werden, um die bevorstehende Beute schnell einstreichen zu können. Natürlich spielt man für gewöhnlich mit den Freunden auf dem eigenen Sofa nicht im Wettbewerb, sondern zusammen, dennoch kennt sicherlich jeder diese Momente, in denen man die Chance nutzt, dem anderen ein Schnippchen zu schlagen.