Nachdem bereits auf der E3 eine spielbare Version von Diablo 3 gezeigt wurde, hat Blizzard den zu erwartenden RPG-Knaller nunmehr auch auf der Gamescom präsentiert, womit das Spiel jetzt auch in Europa seine Premiere feiern durfte. Um es gleich vorwegzunehmen: gegenüber der E3-Version hat sich - noch - nichts geändert.

Das mag Hardcore-Fans mit einer gewissen Unzufriedenheit erfüllen, doch für Blizzard hat sich die "Wiederholung" in jedem Falle gelohnt. Denn die langen Schlangen von Journalisten und Fachbesuchern, die schon am Eröffnungstag geduldig am Einlass des Blizzard-Tempels warteten, um für einige Minuten selbst Hand an Diablo 3 anzulegen, sprachen Bände.

Diablo 3 - BlizzCon 2009 Screenshots

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Auch wir haben wieder die Gelegenheit genutzt, einen Blick auf die aktuelle Version zu werfen. Obwohl es, wie schon angemerkt, gegenüber der E3 noch keine Änderungen gegeben hat, lässt sich unsere Anzock-Erfahrung mit drei Worten zusammenfassen: Wir sind süchtig!

Nichts in Stein gemeißelt

In den gezeigten Spielszenen wirkten sowohl die Landschaft als auch die Charaktere schon sehr vollständig, und auch das Gameplay ging absolut flüssig von der Hand; doch wie uns Tobias Jahn von Blizzard im Gespräch versicherte, befinde sich die Entwicklung derzeit nach wie vor in einem Stadium, in dem "nichts in Stein gemeißelt ist". Oder anders ausgedrückt: nichts Neues aus dem Hause Blizzard. Stattdessen verwies man uns auf die hauseigene Messe BlizzCon, auf der gestern Abend ja immerhin der Mönch als neue Spielklasse angekündigt wurde. Näheres dazu findet Ihr natürlich auch im News-Bereich.

Diablo 3 - Neue Gesichter, altes Spielgefühl, Blizzard hat es immer noch drauf!

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Endlich dürfen auch Fans selbst Hand an Diablo 3 anlegen.
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Davon abgesehen gab es für alle, die zum ersten Mal selbst Diablo 3 anzocken durften, freilich schon eine Menge zu sehen. So standen mit Barbar und Zauberer zwei Klassen zur Auswahl, die schon aus den Vorgängern bekannt sind. Spielbar war auch der schon hinlänglich angekündigte Hexendoktor, der den Totenbeschwörer ersetzen wird. Je nachdem, für welche Ausrichtung man sich entscheidet, stehen damit auch wieder die entsprechenden Kampfstile und Skills zur Verfügung, bei denen wir im Rahmen unserer Probezockung ebenfalls keine großartigen Änderungen gegenüber früher feststellen konnten.

Diablo 3 - gamescom Screenshots

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Steuerung und Gameplay haben sich in den gespielten Sequenzen gegenüber den Software-Ahnen nicht nennenswert geändert - zumindest derzeit noch nicht. Denn auch hier ergab eine Nachfrage unsererseits - wie nicht anders zu erwarten - nichts Konkretes. Immerhin konnten wir schon einige Quests lösen, die sich jedoch in Sachen Inhalt und Schwierigkeitsgrad nicht von den Vorgängern abhoben: suche Gegenstand A und bringe ihn zu Person B, oder rede mit Person C über Ereignis D.

Suchtmittel

Nichts Neues also im Lande Diablo, doch spannend und hochgradig suchtgefährdend ist es allemal inszeniert. Es macht halt immer noch ungeheuren Spaß, sich durch Massen von wilden Viechern und mächtigen Monstern zu metzeln. Und so stellte sich bereits nach wenigen Minuten auch wieder das bekannte Jäger- und Sammlersyndrom ein, das schon die ersten Teile der Reihe zu Dauerbrennern auf vielen Rechenknechten gemacht hatte.

Diablo 3 - Neue Gesichter, altes Spielgefühl, Blizzard hat es immer noch drauf!

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Auf der gamescom 2009 noch nicht dabei: Die neue Mönch-Klasse
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Auch das Kampf- und Bewegungssystem ist hinlänglich bekannt: ein Klick auf die linke Maustaste bewegt die eigene Figur zum gewählten Zielpunkt, die rechte Maustaste ist fürs Schlägern zuständig. Die meist benutzten Zauber oder Schlagkombos lassen sich über Schnellzugriff wieder per Taste auslösen. Das Levelup-System weist ebenfalls derzeit noch keine gravierenden Änderungen gegenüber den Vorgängern auf - auch dies konnte man ja auf der E3 bereits feststellen.

Grafisch präsentiert sich Diablo 3 natürlich in modernem Gewand; die Kampf- und Zaubereffekte sind zwar nicht atemberaubend, aber schön anzusehen - und bunt. Denn im direkten Vergleich zu seinen Vorgängern hat sich nicht nur die optische Qualität verbessert, sondern auf dem Bildschirm herrscht ein - fast schon wörtlich zu nehmendes - buntes Treiben. Das mag manchen Fan der ersten Stunde verbittern und Blizzard den Vorwurf einbringen, das Heiligtum "Diablo" zu poppig zu präsentieren. Uns hat es freilich nicht gestört. Als untadelig dürfte dagegen die Audiountermalung gelten, die wieder mit stimmigen Sounds und atmosphärischer Musik zu unterhalten weiß.

Wann und in welcher Form das Spiel erscheinen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch völlig in den Sternen. Ob die kürzlich erfolgte Ankündigung von Blizzard-Boss Mike Morhaime, dass in 2010 zwei Blizzard-Titel erscheinen werden, sich auch auf "Diablo 3" bezog, gehört sicherlich ins Reich der Spekulation; immerhin stehen mit "Starcraft 2" und dem dritten WoW-Addon zwei weitere hochkarätige Kandidaten für einen 2010er Release in den Startlöchern. Doch der Countdown läuft, und mit ein bisschen Glück wissen wir schon bald mehr. Blizzard, mach hinne!

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