Das erst rund einen Monat nach Release von Diablo 3 gestartete Echtgeld-Auktionshaus sorgt derzeit vermehrt für Probleme und Verluste bei den Spielern. Einer dieser Spieler zahlte 200 US-Dollar auf sein Battle.net-Konto ein, um diverse Ausrüstungsgegenstände im Auktionshaus zu erwerben.

Diablo 3 - Echtgeld-Auktionshaus sorgt für größere Verluste bei Spielern

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Doch plötzlich stand er vor einem gesperrten Account. Der Grund: Er zog um und versäumte es, eine Adressänderung vorzunehmen. Blizzard bekam natürlich davon Wind, da sich dieser Spieler nun von einem anderen Standort aus einloggte, als im Battle.net-Account angegeben.

Das Problem hier ist aber, dass man bei einem Adresswechsel nicht mehr als 20 US-Dollar auf seinem Account hinterlegt haben darf. Zudem wird das Battle.net-Guthaben bei einem Regionswechsel komplett auf Null zurückgesetzt, zumal eine Übernahme auch der Kundenservice nicht ermöglichen könne.

Damit verlor der Spieler also die 200 US-Dollar und die 60 US-Dollar für das Spiel. Denn einloggen und spielen kann er auch nicht mehr.

Darüber hinaus berichtet ein anderer Spieler von einem Verlust von 149,99 US-Dollar - aber in einer anderen Angelegenheit. Im Auktionshaus hatte er ein Gebot für ein Item abgegeben, dessen Preis bei 0 US-Dollar lag. Wenige Stunden später traute er seinen Augen nicht, als dort plötzlich 149,99 US-Dollar stand und er es für diesen Preis unfreiwillig gekauft hatte. Und das, obwohl er solch ein hohes Gebot überhaupt nicht abgegeben hatte.

Dahinter steckt ein Anzeigebug und Blizzard könne dem Betroffenen nicht helfen. Stattdessen bekam er vom Support den kuriosen Tipp, das Item einfach erneut einzustellen und zu hoffen, dadurch sein Geld wiederzubekommen.

Beide Fälle wurden von Blizzard bislang noch nicht kommentiert. Am Ende muss man die Frage stellen, ob das System rund um das Echtgeld-Auktionshaus überhaupt ausgereift ist, um ernsthaft Geld darin auszugeben. Denn so wie es scheint, hat Blizzard das Ganze noch nicht richtig um Griff - und beide Fälle sind durchaus als sehr ernst einzustufen.

Blizzard hat das Auktionshaus bereits gestern wegen technischer Probleme offline genommen. Welche das aber genau sind, darüber wird geschwiegen.

Diablo 3 ist für PC, seit dem 03. September 2013 für PS3, Xbox 360 und seit dem 2014 für PS4 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.