Viele Videospiele setzen auf eine „allways on“-Strategie, die als Sicherheitsmechanismus eingesetzt wird, um Raubkopien zu verhindern. Spiele, die bei Steam gekauft werden, gehören dazu und StarCraft 2 funktioniert ebenfalls nur, wenn man via Battle.net eingeloggt ist. Für Diablo 3 plant Blizzard etwas Ähnliches. Allerdings dient der Onlinezwang nicht nur der Sicherheitsüberprüfung; vielmehr bedarf es einer Internetverbindung, um es überhaupt spielen zu können, da viele Online-Funktionen fest im Spiel verwoben sind.

Diablo 3 - Blizzard führt Online-Zwang ein

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Onlinezwang und RealID - Features, die ein wenig für Bauchgrummeln sorgen könnten.
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Im Detail erklärte Blizzards Executive Vice President of Game Design Rob Pardo, welche Verbesserungen und Funktionen mit Diablo 3 im Battle.net eingeführt werden sollen. Dazu gehören:

  • Eine immer verfügbare Freundesliste.
  • Spielübergreifende Chatfunktionen, die auf dem RealID-System basieren.
  • Dauerhaft auf den Servern gespeicherte Spielcharaktere, sodass man nicht mindestens einmal alle 90 Tage spielen muss.
  • Ein dauerhaftes System für Gruppenspiele.
  • Ranglisten für PvP- und Öffentliche Spiele.
  • Die Möglichkeit dynamisch in Coop-Spiele einzusteigen und wieder heraus zu gehen.
  • Ein größeres Lager für Gegenstände, die zwischen allen Charakteren (momentan bis zu zehn spielbar) ausgetauscht werden können.
  • Das Auktionshaus, welches Gegenstände auch für reales Geld versteigern lässt.
  • Ein Achievement-System mit Status-Verfolgung, mit dem die Details der Chars dargestellt werden können.
  • Ein Banner-System, mit dem die Spielfortschritte im Spiel angezeigt werden können. Diese werden wie eine Art Emblem angezeigt und verändern sich durch Achievements und abgeschlossene Quests. Sie zeigen an, wie viele Achievements erreicht wurden, wie viele PvP-Siege errungen werden konnten etc. Außerdem dienen sie als Feature, um bei Stadtportalen direkt zu einem anderen Spieler zu teleportieren, wenn man auf dessen Banner klickt.

Rob Pardo gibt zu, dass es Leute gibt, die das Spiel durchaus auch offline spielen wollen - aber die erhöhte Sicherheit und die neuen Funktionen, die das Spiel mit sich bringt, würden das Bedürfnis, Diablo 3 im Flugzeug zu spielen deutlich übersteigen. Es gäbe andere Spiele, die dafür gut geeignet wären.

Wenn man nun offline spielt oder die Internetverbindung verliert, landet man bei Diablo 3 auf einem Login-Bildschirm, der an World of Warcraft erinnert. Das konnte 1UP bei Beta-Tests feststellen, bei denen der Beta-Server kurzfristig offline war und die Tester dann entsprechend vor dem Login hängen blieben.

Es fragt sich, was an dieser Liste bedenklicher ist: Die Tatsache, dass der Onlinezwang an den DRM-Schutz von Ubisoft erinnert, oder dass sich das umstrittene RealID-System, welches letztes Jahr zu massiven Protesten geführt hatte, ebenfalls mit auf der Liste befindet und für spielübergreifende Kommunikation genutzt werden soll.

Diablo 3 ist für PC, seit dem 03. September 2013 für PS3, Xbox 360 und seit dem 2014 für PS4 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.