Die Träger des Deutschen Computerspielpreises stellten eine Neuausrichtung vor, nachdem es in den vergangenen Jahren – und besonders in diesem – zu Kritik an den Vergabekriterien und Preisträgern kam.

Insgesamt 14 Kategorien wird es künftig geben – neu sind der Publikumspreis, drei internationale Kategorien sowie ein Sonderpreis der Jury, der aber nicht zwingend jedes Jahr verliehen werden muss.

Die meisten Preise sollen nach einem zweistufigen System vergeben werden. Zehn Fachjurys beraten über die Nominierungen in allen Kategorien, außer Bestes deutsches Spiel, Sonderpreis der Jury, Bestes internationales Spiel. Hier nimmt die Hauptjury die Auswahl aus der Gesamtheit aller eingereichten Spiele vor, während die Fachjurys jedoch Empfehlungen für diese Kategorien aussprechen können.

Durch den Publikumspreis will man die Öffentlichkeit mit einbinden – also die Spieler. Und jeweils zwei Mitglieder jeder Fachjury sitzen gleichzeitig auch in der aus 30 Personen bestehenden Hauptjury, die wiederum über die abschließende Preisvergabe entscheidet. Die Entscheidungen fallen in jeder Kategorie mit einer 2/3-Mehrheit der anwesenden Juroren.

Die Kategorien sind im Einzelnen: Bestes deutsches Spiel, Bestes Kinderspiel, Bestes Jugendspiel, Bestes Nachwuchskonzept, Beste Innovation, Beste Inszenierung, Bestes Serious Game, Bestes mobiles Spiel, Bestes Gamedesign, Publikumspreis, Bestes Internationales Spiel, Bestes Internationales Multiplayer-Spiel, Beste Internationale neue Spielwelt sowie der Sonderpreis der Jury. Die Dotierung der einzelnen Kategorien wird zu Beginn des Bewerbungsaufrufs bekannt gegeben.

Da die Bundesregierung den Deutschen Computerspielpreis als "wichtiges Förderinstrument der digitalen Spielewirtschaft" sieht, wird das BMVI die Mittel von 250.000 Euro im Jahr 2014 auf 450.000 Euro im Jahr 2017 anheben. Die Verbände leisten außerdem in Zukunft "einen erheblichen Finanzierungsanteil".

Ansonsten werden die Grundlagen des Deutschen Computerspielpreises unverändert bleiben. Die ausgezeichneten Spiele müssen eine hohe Qualität besitzen. Und sieht man von den internationalen Kategorien und dem Publikumspreis ab, so müssen die Spiele künftig zum überwiegenden Teil (80 Prozent) in Deutschland produziert worden sein. Die Preisgelder müssen zudem weiterhin für die Produktion von "qualitativ hochwertigen Spielen" genutzt werden.

Vergeben wird der nächste Deutschen Computerspielpreis am 21. April 2015 im Rahmen der International Games Week.