Deus Ex 3 ist eine beklemmende Zukunftsvision aus Farbe, Formen und technischer Kälte. Wir haben mit Schreiberin Mary DeMarle von Eidos Montréal gesprochen – über eine Zivilisation am Scheideweg, die Freiheit des Prequels und acht versteckte Enden.
"Die Menschheit wird zerissen"
gamona: Im Trailer für Deus Ex 3 heißt es: "Es ist nicht das Ende der Welt, aber man kann es von hier aus sehen." Warum?
Mary DeMarle: Die ganze Geschichte in Human Revolution dreht sich darum, dass die Menschheit an einem Wendepunkt steht, an dem sie in in Chaos verfallen kann. Im ersten Deus Ex war es nur noch Minuten entfernt - und der aktuelle Teil ist ein Prequel, 25 Jahre vor der ursprünglichen Handlung. Aber die Richtung des Weges ist bereits sichtbar. Es geht auch um dieses Gefühl, die Thematik: Schlechte Dinge können geschehen, aber es kann noch etwas dagegen getan werden.
gamona: Welche schlechten Dinge?
Mary: Die Menschheit wird zerissen. Manche wollen die Biotechnologie nutzen, um sich radikal zu verändern, sich zum Besseren verändern. Auf der anderen Seite stehen die, die das nicht wollen. Und dann kämpfen diese beiden Seiten gegeneinander. Die philosophischen und physischen Fragen über Augmentierungen gefährden die Einheit der Zivilisation. Die Technologie kann uns in die Dunkelheit treiben - oder ins Licht.
gamona: Ein Prequel muss die Basis für die zeitlich nachfolgenden Teile legen. Was war Ihr Ausgangspunkt?
Mary DeMarle ist die Hauptautorin von Deus Ex: Human Revolution.Mary: Wir haben uns befreit gefühlt. Weil nicht alles, was in den Jahren von 2027 bis 2052 geschieht, musste in unserem Prequel passieren. Auch über Nacht kann sich die Welt verändern. Wir konnten also sagen: Wir schreiben eine komplett neue Geschichte, so wie wir sie wollen. Mit neuen Charakteren, die nichts mit dem ursprünglichen Deus Ex zu tun haben. Die Verbindungen und Hinweise zur Welt, wie sie in einem Vierteljahrhundert aussehen kann, laufen deshalb im Hintergrund ab.
Wir wussten, dass es um Transhumanismus geht, bei dem Technologie den menschlichen Körper und die Menschheit an sich verändert, und um Verschwörungen. Ich habe viel Nachforschungen angestellt über Transhumanismus und über große Unternehmen - denn es sollte sich echt anfühlen, was geschieht, es sollte real sein. Es sind nur noch 16 Jahre bis 2027.
gamona: Es ist teilweise beklemmend real. Wie haben Sie das gemacht?
Mary: Wir haben zunächst die Konzerne definiert, die Gruppen, mit denen der Spieler zu tun bekommt, und auch die Hauptcharaktere selbst. Erst kam das Fundament, dann haben wir uns erst an den Plot gesetzt.
gamona: Erst die Welt, dann ihre Krise.
Mary: Genau. Wir haben Akteure und ihre Ziele definiert, und von da aus haben wir dann die Geschichte aufgebaut.
gamona: Darin gibt es eine Zivilbevölkerung, die sich erhebt, gewalttätige Sicherheitskräfte, Konzerne, die mächtiger zu werden drohen als Regierungen. Das klingt bezogen auf die derzeitige Finanzkrise sehr wirklich. Wie konnte es dazu kommen?
Mary: Es war eines unserer Ziele, dass es auch in der Realität geschehen könnte. Wir haben also die derzeitige Situation der Welt betrachtet. Auch das erste Deus Ex war zu seiner Zeit sehr relevant: Der Terrorismus war auf dem Vormarsch, und das Spiel war ein Spiegelbild dieser Vorkommnisse. Wir haben das Gleiche getan und vor allem eine Menge Zeit auf die Konzerne verwendet.




























Es gibt einfach so viele Kleinigkeiten, die es zu entdecken gibt.
Auf der anderen Seite sind manche bugs echt nervig. So konnte ich zB eine sidequest nicht beenden, weil ein betäubtes Ziel mit dem kleinen Finger im Boden steckte und bei jedem stubser starb...
Klar hat es ein paar Macken, aber die Atmosphäre und die gute Story machen das locker wieder wett. Stehe kurz vor dem Finale, bin auf das Ende gespannt.
Bitte nicht!!! Es gibt genung davon, nicht alles muß zu einem MMORPG verwurschtelt werden.
Die Enden, die ich bisher gesehen habe, ließen irgendwie mehr Fragen als Antworten zurück, aber das ist auch in Ordnung so.
Auf jeden Fall ist das Grundprinzip und die gezeigte Welt nicht weit von der Wirklichkeit entfernt. Nur müssen es in der Realität keine Augmentierungen sein, die Menschen voneinander abgrenzen.