Bereits im Mai wurde eine frühe Version von Deus Ex: Human Revolution von Hackern entwendet und über Torrent-Seiten ins Internet gestellt. Das Spiel war noch nicht wirklich fertig, enthielt aber schon Inhalte der Geschichte und war im Grunde voll spielbar.

Deus Ex: Human Revolution - Hacker auf Schadenseratz verklagt

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Hacken kann teuer werden. Sehr teuer. Das dürfen jetzt auch 15 Italiener feststellen, die für den Diebstahl und die vorzeitige Veröffentlichung von Deus Ex: Human Revolution verantwortlich sein sollen.
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Square Enix machte in aller Ruhe mit den Entwicklungsarbeiten weiter und ließ sich von dem Hack und der frühen Veröffentlichung nicht weiter beeindrucken. Im Hintergrund machte sich das Studio allerdings auf die Jagd nach denen, die das Spiel ins Netz gestellt haben. Jetzt geht man davon aus, die Schuldigen gefunden zu haben.

Fünfzehn Italiener sollen hinter dem Hack stehen, die nun vor Gericht gestellt werden. Als Teil Klageerhebung, die letzten Monat in Washington stattfand, wurde auch der Weg klar, auf dem das Spiel gestohlen und veröffentlicht werden konnte: Die Angeklagten sollen sich mit Login-Daten, die sie von einem italienischen Spielemagazin gestohlen haben, auf einem Server eingeloggt haben, der die Demo bereithielt. Diese Vorschauversion des Spiels haben sie kopiert und auf Torrent-Seiten hochgeladen.

Das Spielemagazin scheint nicht von der Klage betroffen zu sein, denn die unerlaubten Zugriffe fanden von einer IP-Adresse statt, die nicht mit dem Magazin in Verbindung steht. Es lässt sich damit ausschließen, dass das Magazin oder dessen Tester für die Verbreitung des Spiels verantwortlich ist.

Für den Aufwand, den Square Enix dafür getrieben hat, um die Hacker zu finden, verklagt der Publisher die Täter auf eine Summe von weit über 5000 Dollar.

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