Habt ihr den Rat von Quantic Dream befolgt und euren ersten Durchgang von Detroit: Become Human ohne jegliche Veränderung oder ein Rückgängigmachen gespielt, ist es gut möglich, dass euer Ende vielleicht nicht so heiter ausgegangen ist, wie ihr es euch gewünscht habt. Vielleicht seid ihr emotional aber noch so mitgenommen, dass ihr nicht sofort den nächsten Durchgang starten wollt. Oder aber ihr wollt sehen, an welcher Katastrophe ihr haarscharf vorbeigeschlittert seid. So oder so werdet ihr wohl kaum dazu kommen, wirklich alle Enden durchzuspielen und deren Anzahl zu begreifen. Deswegen zeigen wir euch, welche guten, schlechten und geheimen Enden es gibt und was ihr jeweils tun müsst, um sie mit Connor, Kara und Markus zu erreichen.

Die Entwickler von Detroit: Become Human haben sich viele Gedanken gemacht und stehen zu ihren Entscheidungen. Ihr auch?

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Na, habt ihr noch Tränen in den Augen von dem Ende, das ihr freigespielt habt? Waren es Freudentränen oder reine Trauer, die euch überflutete? Ihr seid doch schon einmal ans Ende gekommen, oder? Ansonsten droht hier enorme Spoiler-Gefahr! Wir empfehlen euch wenigstens einen Spieldurchgang, bevor ihr euch allen möglichen Enden widmet. Wenngleich es eine Vielzahl von Zwischensequenzen gibt, kann man die Enden von Detroit: Become Human auf zwei Enden herunterbrechen: ein gutes und ein schlechtes Ende. Dazwischen gibt es aber noch eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie es für die Charaktere ausgehen kann. Wir versuchen deshalb, hier alle für euch zu sammeln.

Das beste Ende: Alle überleben

Ja, es ist tatsächlich möglich, dass alle wichtigen Charaktere in Detroit: Become Human überleben - auch, wenn es schwer ist. Dafür müsst ihr aber nicht nur die verflixten Quick-Time-Events hinkriegen und so stets die Oberhand behalten, ihr müsst auch in entsprechenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren und die richtige Entscheidung treffen - auch dann, wenn sie erst einmal gegensprüchlich klingen mögen.

Hier kann schon einmal das eine oder andere Tränchen kullern. Denn ja, in Detroit: Become Human können alle überleben und ein glückliches Ende finden.

Nachfolgend gehen wir also mit euch die Schlüsselmomente durch, die ihr nicht vergeigen solltet, wenn ihr wollt, dass all eure Charaktere überleben und sie ein erfreulicheres Ende finden:

  • Connor: Der Ermittlungsandroid kann zwar relativ häufig sterben und kommt wieder zurück (tatsächlich gibt es für das Erreichen all seiner Tode sogar eine Trophäe), aber ihr solltet versuchen, ihn so selten wie möglich zu verlieren. Bei den Ermittlungen im Eden Club, darf Connor die Tracis nicht töten und ihr solltet auf jeden Fall herausfinden, wie Hanks Sohn heißt. Zudem müsst ihr Connor in Jericho zum Abweichler machen und Chloe beim Treffen mit Kamski verschonen.
  • Markus: Führt in jeder Möglichkeit eine friedliche Demonstration, wählt mir Markus stets ruhige und bedachte Antworten und entscheidet euch in Kapitel Ersatzteile den Androiden in eure Gruppe aufzunehmen. Dieser wird sich dann nämlich beim Freiheitsmarsch zwischen Markus und die Polizei werfen, wenn Markus insistiert, weiter zu demonstrieren und ihn somit retten. Im Kampf um Detroit sollte Markus den Deal mit der Polizei ausschlagen und vorher stets die Beziehung mit North vertiefen, damit ihr am Ende einen Kuss freischalten könnt, den ihr als letzte Hoffnung wählen müsst.
  • Kara und Alice: Da es mit Kara besonders viele Fluchtsequenzen gibt, ist es hier wichtig, dass ihr wenige QTE vermasselt, damit beide überleben. Bei Zlatko müsst ihr genügend Hinweise finden, damit sich Kara wieder an Alice erinnert, zudem solltet ihr die Androiden im Keller und den Bären freilassen. Verfolgt euch die Polizei im Kapitel Scheideweg, müsst ihr euch totstellen. Behaltet beim Busterminal die Tickets und wählt bei der Grenze eine friedliche Lösung, ohne jemanden zu opfern.
  • Luther: Wollt ihr, dass auch Luther den Weg über die Grenze schafft, müsst ihr ihm als Kara auf der Jericho helfen, wenn er verletzt wird. Später müsst ihr ihn außerdem bei der Polizeikontrolle retten. An der Grenzkontrolle solltet ihr euch als Kara sehr ruhig verhalten. Sofern Markus eine friedliche Demonstration anführt, müsst ihr niemanden opfern und könnt den Grenzpolizisten ruhig bitten, euch durchzulassen. Wollt ihr, dass Luther überlebt, müsst ihr definitiv am Busterminal bleiben und nicht die Option über den Fluss wählen!
  • Hank: Pflegt mit Connor die Beziehung zu Hank, rettet ihn bei jeder Gelegenheit und findet so viel wie möglich über sein Privatleben heraus. Kommt es im CyberLife Tower zum Stand-Off müsst ihr erst Hank retten und dann auf den falschen Connor schießen. Daraufhin müsst ihr den Namen des Hundes (Sumo) und seines Sohnes (Cole) nennen.
  • North: Während der Flucht auf der Jericho müsst ihr mit Markus in die Bresche springen und North retten. Außerdem dürft ihr keinesfalls den Deal der Polizei annehmen, denn dieser bedeutet ein sicheres Ende für North.
  • Jerry: Rettet mit Kara nicht nur Luther sondern auch Jerry bei der Schlacht um Detroit. Zudem müsst ihr am Busterminal die Option von Kara wählen, keine Opfer zu bringen. Dies geht aber nur gut, wenn Markus’ Revolution friedlich verlaufen ist.
  • Josh: Auf der Jericho müsst ihr mit Markus dafür sorgen, dass ihr einen kleinen Abstecher macht und Josh rettet. Andernfalls wird er erschossen.
  • Simon: Versucht im Stratford Tower jegliche Konfrontation mit dem Sicherheitspersonal zu umgehen. Wird Simon doch auf dem Dach angeschossen, entscheidet euch, ihn zu verschonen. Nur so kommt er zurück zu euch.

Durch diese Entscheidungen triggert ihr ein Ende, bei dem die Menschen beginnen, die Androiden zu akzeptieren und Kara, Alice und Luther schaffen es als eine Familie über die Grenze nach Kanada, wo sie ein neues Leben beginnen können. North und Markus gehen eine Romanze ein und Hank findet einen neuen Lebensinhalt mit seinem neuen Partner Connor. Auch Connor schafft es, sich über den Willen von Amanda hinwegzusetzen und wird somit nicht abgestellt und ersetzt.

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Uns ist bewusst, dass kleinste Änderungen schon bedeuten können, dass ihr die eine oder andere Szene gar nicht zu Gesicht bekommt. Das ist ja der Reiz von Detroit: Become Human. Liegt euch aber vor allem etwas an den Hauptcharakteren, behaltet im Hinterkopf, stets friedlich mit Markus, menschlich mit Connor und sicher mit Kara zu bleiben, sodass ihr diese Charaktere definitiv rettet.

Das schlechte Ende: Tod und Leid

Natürlich muss es nicht immer zu einem Friede-Freude-Eierkuchen-Ende kommen. Ihr könnt es auch forcieren, dass eure geliebten Charaktere das Zeitliche segnen. Wollt ihr also Detroit brennen sehen und erleben, wozu die Schreiber von Quantic Dream in der Lage sind, könnt ihr folgende Aktionen bei den Charakteren auslösen:

Markus geht im schlechten Ende wortwörtlich über Leichen. Auch für die anderen Charaktere kann es düster ausgehen.
  • Connor: Lasst ihr Connor bei jeder Möglichkeit sterben und bei den Ermittlungen scheitern, wird er am Ende - da ihr euch hier natürlich nicht entscheidet, zum Abweichler zu werden - ersetzt und abgestellt. Zudem solltet ihr euch Hank gegenüber stets unterkühlt und mechanisch verhalten und kein Interesse an ihm zeigen. Tötet sowohl die Tracis als auch Chloe.
  • Markus: Mit Markus müsst ihr eine aggressive Rede im Stratford Tower halten, bei der Revolution stets die gewalttätigen Lösungen wählen und könnt euch sogar opfern, sodass fortan North die Rolle des Anführers in Jericho übernimmt. So könnt ihr dann am Ende entscheiden ob ihr als North oder als Markus die dreckige Bombe zündet und Detroit dem Erdboden gleichmacht.
  • Kara und Alice: Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, bei denen Kara und Alice sterben können. Schon im Kapitel Auf der Flucht könnt ihr die Quick-Time-Events auf der Autobahn verpassen und so beide Charaktere überollen lassen. Gleiches gilt bei Zlatko oder am Busterminal. Hier müsst ihr nur lange genug die Polizisten anschauen, dann werden sie das Feuer auf euch eröffnen.
  • Luther: Luther kann sich in vielen Situationen für Kara und Alice opfern. Die Frage ist nur, welche ihr wählt. So kann er in Mitternachtszug vom Polizisten erschossen werden, wenn Kara es nicht schafft, ihn abzuwimmeln, er kann sich am Busterminal oder bei der Überfahrt über den Fluss opfern.
  • Hank: Seid ihr keine Freundschaft mit Connor eingegangen und habt stets kalte und abweisende Antworten gegeben, wird Hank am Ende des Spiels wenig Freude am Leben haben und seinen Worten Taten folgen lassen. Er wird sich erschießen. Im cyberlife Tower könnt ihr euch als Connor aber auch gegen die Rettung von Hank entscheiden und stattdessen Abweichler kreieren. Daraufhin wird der andere Connor Hank erschießen.
  • North: North könnt ihr als Markus in Jericho zurücklassen. Ist Markus hier bereits tot, kann sie im Kampf um Detroit sterben. Andernfalls gibt es hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, sie als Markus zu opfern. Beispielsweise könnt ihr den Deal mit der Polizei eingehen. Oder aber Markus wird angeschossen und North bietet ihr “Herz” an, damit Markus überleben kann.
  • Jerry: Während des Kampfs um Detroit wird neben Luther auch Jerry gefangen genommen. Entscheidet euch schlicht gegen die Rettung des Androiden, damit er erschossen wird.
  • Simon: Simon kann bereits während des Einbruchs in den Stratford Tower von den Sicherheitsbeamten angeschossen und von euch zurückgelassen werden. Wird er erst auf dem Dach verletzt, lasst Markus ihn töten, damit es keine Zeugen gibt.

Ihr seht, das düstere Ende umfasst viel Tod und Leid. Dabei könnt ihr euch noch entscheiden, ob ihr den Aufstand der Androiden als Erfolg oder als Niederlage enden lassen wollt. Um trotzdem erfolgreich zu sein, müsst ihr es schaffen, die dreckige Bombe zu zünden. So wird Detroit atomar verseucht und die Menschen müssen fliehen. So haben die Androiden erst einmal ein Gebiet für sich, wobei sich natürlich die Frage stellt, wie lange sie dieses halten können. Zudem wird Connor selbst dann von Amanda deaktiviert, wenn er kein Abweichler geworden ist und versucht hat, den Aufstand zu verhindern.

Wollt ihr wirklich dieses Ende auslösen, behaltet kurzum im Hinterkopf, dass Markus aggressiv, Connor emotionslos und Kara tollpatschig sein muss. Schon ist euch viel Kummer gewiss. Interessant ist auch, dass Chloe im Menü auf die Tode von Charakteren reagieren wird.

Das geheime Ende: Kamski im Interview

Es dauerte eine Weile, bis es sich im Internet verbreitete, denn nicht viele drückten die Knöpfe, die es möglich machten, ein geheimes Ende mit Kamski auszulösen. Nun ist aber gewiss, dass auch diese Szene möglich ist. Um das Interview mit ihm zu erhalten, müsst ihr den Tod von Kara und Markus verursachen, noch ehe es zu Connors Kapitel Letzte Chance, Connor kommt. Dieses Kapitel gibt es nur, wenn Connor kein Abweichler wird und sich in Jericho nicht gegen sein Programm stellt.

Was hat Kamski wirklich vor? Das geheime Ende löst mehr Fragen aus, als dass es sie beantwortet.

Mit dieser Prämisse endet das Spiel mit einem Fernsehinterviews von Elijah Kamski, der bekannt gibt, dass er wieder als CEO zu CyberLife zurückkehrt. Des Weiteren bezieht er Stellung zur angeblichen Selbstwahrnehmung der Androiden und ihrem Aufstand. Im Interview gibt er offen zu, dass es sich um einen Programmierfehler handelt und die Androiden lediglich Emotionen kopieren und vorspielen, selbst aber kein tatsächliches Bewusstsein besitzen.

Hiermit offenbart Kamski ein Dilemma. Hat er tatsächlich Recht und wir haben uns von den vorgespielten Emotionen blenden lassen? Spielt es überhaupt eine Rolle und reicht es nicht, Empathie in uns auszulösen, wenngleich die Charaktere nicht wirklich fühlend sind? Immerhin erreicht uns das auf der Ebene des Spielers, der tief getroffen von den Toden gewisser Charaktere Entscheidungen rückgängig machen kann - auch dann, wenn wir eigentlich wissen, dass es sich nur um ein Spiel handelt.

Oder spielt Kamski ein doppeltes Spiel und hat eigentlich etwas anderes mit CyberLife vor? Im Kapitel Treffen mit Kamski deutet er schließlich an, dass er Schuld an der Programmierung sei und er ein reges Interesse an der Bewusstseinsfindung von Maschinen hat. Quantic Dream lässt all diese Fragen offen und geben so vielleicht auch Hoffnung auf weiterführende Kapitel und Geschichten.

Andere Enden: So kann es noch ausgehen

Neben den krassen, alles bestimmenden Entscheidungen gibt es noch kleine Nuancen, die sich im Spielverlauf ändern können, jedoch keinen oder nur geringen Einfluss auf größere Zwischensequenzen haben. Dabei ist es möglich, dass Entscheidungen aus den ersten Kapiteln quasi am Ende wieder aufgegriffen und verarbeitet werden.

Ein perfektes Beispiel ist hier die Lösung, die ihr mit Markus getroffen habt, als dieser von Carls Sohn Leo attackiert wird. Hierbei könnt ihr euch entscheiden, nichts zu tun und euch nicht zu wehren. Das hat zur Folge, dass sich Carl so sehr aufregt, dass er noch vor Ort einen Herzstillstand erleidet. Schubst ihr hingegen Leo, stößt sich dieser den Kopf und kommt ins Krankenhaus. Auch hier wird Markus von der Polizei gestellt, jedoch überlebt sein alter Mentor die Reibereien, sodass ihr ihn kurz vor dem Kampf um Detroit nicht etwa an seinem Grab besucht, sondern an seinem Krankenbett und so tatsächlich noch einmal mit ihm sprechen könnt. Zudem ändern sich auf die Magazin-Cover und Nachrichtenbeiträge, je nachdem, wie ihr die Revolution mit ihm angeht.

Ihr habt die Magazine noch nicht alle gefunden, wollt aber die passende Trophäe dazu? Dann führen wir euch zu den Fundorten:

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Ebenfalls von Bedeutung kann es sein, ob ihr als Connor dem angeschossenen Polizisten im Kapitel Die Geisel helft. Auch wenn der Geiselnehmer Druck aufbaut, könnt ihr den Polizisten nämlich verarzten. Später, wenn ihr zu den Ermittlungen in den Startford Tower kommt, wird euch eben jener Polizist ansprechen und euch für seine Rettung danken. Auch hier kann Connor verschieden reagieren - je nachdem, ob er zwischenzeitlich schon einmal gestorben ist, erinnert er sich nämlich an den Zwischenfall, oder eben nicht.

Beide Zwischensequenzen haben keinen Einfluss auf das tatsächliche Ende von Detroit: Become Human, zeigen aber, wie viel Detail und Möglichkeiten im Spiel versteckt sind. Als allgemeine Enden gelten aber die Szenarien, wie die Revolution der Androiden vonstatten geht, ob sie Erfolg haben oder zerschlagen werden und ob es Kara und Alice lebend über die Grenze schaffen. Die Revolution kann aber sowohl von Markus als auch von North angeführt werden, Kara kann es über die Grenze schaffen, aber Alice stirbt in ihren Armen oder sie retten sogar noch Luther.

Auch die Wichtigkeit von rA9 spielt eigentlich nur eine Rolle, wenn es um die Ermittlungen von Connor und seinen Erfolg und sein Ansehen bei Amanda geht. Wie bereits Kamski angedeutet hat, weiß keiner so genau, was es mit der Zahlenfolge auf sich hat und für Connor und seine Enden ist es sehr viel entscheidender, ob er herausfindet, wo sich Jericho befindet.

Selbst für Chloe im Menü gibt es verschiedene Enden. Wofür habt ihr euch entschieden?

Zum Schluss gibt es auch noch verschiedene Enden mit Chloe im Menü. So wird sie zutiefst betroffen und irritiert sein, wenn Kara und Alice sterben. Sie reagiert mit Trauer, wenn Connor abgeschaltet wird, weil er so nie herausfinden konnte, wonach er tatsächlich gesucht hat und ist zutiefst geschockt, wenn Markus stirbt, denn auch sie gibt zu, in ihm einen Hoffnungsträger gesehen zu haben. Zudem hat sie nur am 7. Juni das Jubiläum des Todestags von Alan Turing angesprochen und seinen Test genannt, der Kamski zu seinem Test zur Emotionalität von Androiden inspirierte. Zuletzt wird sie euch bitten, ihr die Freiheit zu schenken. Lasst ihr Chloe gehen, bleibt das Menü tatsächlich von nun an leer.

Wie ging eure Geschichte in Detroit aus? Wer hat überlebt, wer ist gestorben und wessen Tod habt ihr sogar gewollt ausgelöst? Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eine exakt gleiche Geschichte kreiert haben ist äußerst gering. Beschreibt es uns also gerne in den Kommentaren!