Ob im echten Leben oder in einem Videospiel, ohne gute Freunde kommt man einfach nicht weit. Das gilt auch für einen MMO-Shooter wie Destiny: Wer hier nur als Einzelgänger agiert und keine Lust auf soziale Interaktion hat, verpasst den meiner Meinung nach spaßigsten Teil des Spiels. Meine heutige Kolumne widmet sich deshalb genau diesem Thema: der Destiny-Community und meinen persönlichen Erfahrungen mit ihr. Die, soviel vorweg, größtenteils positiv sind. Außerdem möchte ich ein wenig über das neue Freunde-Rekrutierungsprogramm lästern und notorischen Solokämpfern ein paar Tipps auf den Weg geben, wie auch sie in Destiny nette Fireteams und Raidgruppen finden können. Wir Hüter halten zusammen – meistens jedenfalls.

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Im Laufe meiner nun schon gut 14 Monate andauernden und wohl so schnell auch nicht endenden Destiny-Karriere habe ich etliche coole Leute kennengelernt, mit denen ich regelmäßig zocke. Ob mein Clan (Grüße ans legendäre Team Kompetenz!) oder viele andere Spieler, die sich in meiner PS4-Freundesliste tummeln: es ist eigentlich immer irgendjemand online, mit dem ich gemeinsam durchs Destiny-Universum streifen kann. Bungie hat zwar nach wie vor keine Pläne, Destiny einen globalen Textchat zu spendieren. Doch dank Facebook, den Communitys – seit dem letzten großen PS4-Systemupdate an Bord – und privat organisierter WhatsApp-Gruppen ist es ein Leichtes, sich zum Raid oder für gepflegte PvP-Sessions zu verabreden. Dazu gleich noch mehr.

Destiny - Ein Freund, ein guter Freund

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Mit dem neuen „Refer a Friend“-Programm will Bungie Destiny-Frischfleisch rekrutieren. Die Belohnungen hätten sich sicherlich aber auch gerne alteingesessene Spieler im Team erzockt.
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Refer a Friend: Nein, danke!

Zuerst aber ein paar Worte zum „Refer a Friend“-System, das Bungie vor Kurzem eingeführt hat. Dass dieses zu intensiven und langanhaltenden Online-Freundschaften führt, wage ich stark zu bezweifeln. Der Grund liegt auf der Hand: Man kann die exklusive Missionsreihe „Die Geschichte von zwei Hütern“ nur mit einem kompletten Frischling absolvieren, nicht aber mit Leuten, die Destiny schon länger spielen. Das schließt also auch liebgewonnene Online-Bekanntschaften aus. Das Ganze führt dann dazu, dass man – zumindest, wenn es nach Activision und Bungie geht – Leuten aus seiner Freundschaftsliste tierisch auf den Sack gehen soll, dass sie doch auch endlich anfangen, Destiny zu spielen. Nö, mache ich nicht, sorry. Ich erniedrige mich doch nicht für ein paar Belohnungen wie Partner-Emotes, ein neues Schwert, ein Emblem oder einen Gleiter. Ärgere mich aber natürlich etwas, dass ich darauf nun verzichten muss.

Aber gut, letztendlich ist diese Anwerbeprogramm natürlich legitim, Vergleichbares gibt es in vielen anderen MMOs auch. Wirkt aber eben ein wenig arg geldgeil seitens der Macher. Schließlich gibt es ja seit Patch 2.01 bereits die zweifelhaften Mikrotransaktionen, auf die zumindest ich gut hätte verzichten können. Ach ja, Bungie: Wehe, ihr für führt irgendwann doch Pay-to-win-Items ein, dann bin ich weg.

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Spontane Raid-Verabredung via WhatsApp: läuft!
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Mitspieler finden in Destiny: Ab auf Facebook!

Das Endgame von Destiny: König der Besessenen besteht vor allem aus Aktivitäten wie dem wöchentlichen Dämmerungsstrike für drei Spieler, den Prüfungen von Osiris und dem aktuellen Sechs-Spieler-Raid Königsfall. Und für diese gibt es nach wie vor kein Matchmaking. Was also tun, wenn man nette (und hoffentlich auch fähige) Mitspieler finden will? Erste Anlaufstelle ist ganz klar Facebook. Hier gibt es einige deutschsprachige Gruppen, denen man sich getrost beitreten kann und in denen sich rund um die Uhr Spieler zu allen möglichen Ingame-Aktionen verabreden. „Rund um die Uhr“ ist dabei absolut wörtlich gemeint: Ob früh morgens, in der Mittagspause oder mitten in der Nacht, in den Facebook-Gruppen ist immer etwas los. Es ist unglaublich, wie aktiv, enthusiastisch und kreativ die Destiny-Gemeinde ist.

Die besten Gruppen sind meiner Meinung nach Destiny Deutschland (derzeit knapp 26.000 Mitglieder) und die PlayStation-4-only-Gruppe Destiny PS4 (deutsch), die über 29.000 Member hat. Da ich Destiny nicht auf der Xbox One spiele, kann ich zur Qualität der internationalen Gruppe Destiny Xbox One Gaming Community leider nichts sagen, in dieser sind aber immerhin auch über 10.000 Mitglieder aktiv. Dann gibt es für Xbox-Spieler auch noch Destiny Xbox One (deutsch) mit derzeit gut 8.000 Mitgliedern.

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