Der Hobbit (PC-Test)
(von Bernhard Stockmann)

Alle Welt ist wieder im "Herr der Ringe Fieber". Seit über drei Jahren ist dieser Name nun wohl jedem ein Begriff - ebenso wie der Autor des Buches: J.R.R. Tolkien. »Der Hobbit« ist ein Werk, welches in der Zeit vor "Lord of the Rings" spielt und im Rampenlicht steht kein geringerer als Bilbo! Bilbo Beutlin!

Die Story
Bilbo wird von Gandalf gebeten den Zwergen zur Seite zu stehen, da diese ihre geraubten Schätze zurückerobern wollen. Geraubt? Ja, richtig! Denn der Drache Smaug löschte einst das Zwergenkönigreich mit seinem Feueratem aus. Und schon beginnt eine abenteuerliche Reise für unseren kleinen Helden Bilbo.

Der Hobbit - The Hobbit Video Clips4 weitere Videos

Abenteuerlich ist sie, seine Reise, keine Frage - allerdings nicht besonders herausfordernd. Vielleicht liegt dies aber auch daran, dass ich mich wohl nicht mehr in der Altersgruppe befinde, für die das Spiel eigentlich konzipiert ist.

Dennoch: »Der Hobbit« macht zeitweise wirklich Spaß. Der Einstieg in das Spiel ist sehr ausführlich und einfach gestaltet und nach kaum drei Minuten Eingewöhnungszeit kann man bereits loslegen. Man muss nicht einmal einen Blick ins Handbuch werfen. Immer wenn ein neues Feature verfügbar wird, erscheint eine Meldung und eine gute Erlärung.

Quests en Masse
An Quests und kleinen Aufgaben mangelt es dem Spiel nicht. Überall finden sich NPC's, mit denen Bilbo reden kann. Dies sieht man an gelben Ausrufezeichen, die über den Köpfen der Personen eingeblendet werden. Fast immer kann unser Held eine kleine Aufgabe übernehmen, die sodann im Quest-Log aufgezeichnet wird.

Der Hobbit - Bilbo Beutlin ist Der Hobbit. Kann die Geschichte, die vor Der Herr der Ringe spielt, auch überzeugen?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 9/131/13
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Allerdings ist man nicht gezwungen diese zu lösen, also gibt es auch keine richtigen Stolpersteine, die den Fortschritt der Story behindern könnten. Richtig innovativ sind derlei Mini-Quests auch nicht.

Der Großteil läuft nach dem Schema "Bringe mir X aus Y damit ich Z machen kann" ab. Meistens jedoch lösen sich diese kleinen Aufgaben auch regelrecht von selbst, da man unweigerlich an Orten vorbeikommt, an den man besagte Dinge finden kann. Finden tut man solche Items allerdings nur, wenn man nicht blind durch die Gegend läuft, denn meist liegen diese Dinge in einer kleinen Ecke oder hinter einem Busch verborgen.

Kampf-Action?
Bilbo hat leider nur drei Waffen zur Auswahl, was nicht schlimm gewesen wäre, wenn es wenigstens ein paar mehr sogenannter Special-Moves gegeben hätte. Diese sind jedoch reichlich spärlich gesät.

Zu Beginn kämpft der kleine Hobbit noch mit einem Spazierstock und schleuderbaren Steinen.(Fernkampfwaffe).

Der Hobbit - Bilbo Beutlin ist Der Hobbit. Kann die Geschichte, die vor Der Herr der Ringe spielt, auch überzeugen?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 9/131/13
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Im Laufe des Spiels erweitert sich sein Repertoire dann um das legendäre Elbenschwert Stich, welches bei Ork-Aktivität (auch im Spiel) blau schimmert.

Langzeitmotivation
Für mich war in erster Linie nicht die Story das ausschlaggebende Argument, weiterzuspielen.

Der Hobbit - Bilbo Beutlin ist Der Hobbit. Kann die Geschichte, die vor Der Herr der Ringe spielt, auch überzeugen?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 9/131/13
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das ist aber nicht sonderlich schlimm, vielmehr ist das Einsammeln von Items motivierend. Es gibt Massen an Kristallen, Juwelen und Mutpunkten, bis hin zu Heiltränken und Nachschlüsseln. Letztere werden dazu benötigt verschlossene Truhen zu öffnen. Hier braucht der Spieler ein wenig Geschick und muss im richtigen Moment Tasten drücken, um den Code zu knacken. Am Ende eines jeden Kapitels kann Bilbo mit den eingesammelten Edelsteinen einen Händler aufsuchen und so nützliche Dinge erwerben.

Die Grafik
Teilweise wirkt die Grafik etwas eintönig, an anderen Stellen wiederum ist sie sehr liebevoll gestaltet.Die Engine selbst kann mit modernen Spielen wie Spellforce oder Sacred nicht mithalten. Aber dafür sind die Systemanforderungen sehr moderat. Im Endeffekt ist die Grafik also durchaus zufriedenstellend und immerhin handelt es sich hier auch um ein Fantasy-Game, daher sollte man auch ein Fable für phantastische Optik mitbringen.

Soundcheck
Einziger gröberer Kritikpunkt kommt beim Sound zur Geltung. Die Hintergrundmusik wirkt etwas leblos und passt nicht so richtig zum »Herr der Ringe«. Sie klingt irgendwie dumpf. Aufgewertet wird dieses Manko jedoch durch die Stimme unseres Hauptcharakters. Dieser wird nämlich von Bastian Pastewka gesprochen, seines Zeichens bekannt aus Comedyserien auf Pro7 und SAT1.

Nerv-Faktor: Speicherung
Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf das Speichern von Spielständen. Das ist erst dann möglich, wenn man

Der Hobbit - Bilbo Beutlin ist Der Hobbit. Kann die Geschichte, die vor Der Herr der Ringe spielt, auch überzeugen?

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/5Bild 9/131/13
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

zu einem bestimmten leuchtenden Stein im Spiel läuft. Besagte Steine sind zwar nicht allzu selten anzutreffen, dennoch empfand ich es als sehr störend, nicht an jedem beliebigem Ort speichern zu können.