Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (GC-Test)
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So hart musste Gandalf noch nie um sein Leben kämpfen: Von hinten rücken widerliche Orks heran, vorne schneiden sich brennende Pfeil durch die Luft ihm entgegen. Eigentlich muss der umzingelte Magier einen Ent verteidigen, einen Hüter der Bäume, der mit den

Hinweis: Alle hier gezeigten Bilder stammen aus dem dritten Film der Herr der Ringe Trilogie und sind keine Ingame Shots!

gewaltigen Kräften seiner Äste am Fundament eines Staudamm rüttelt. Der Damm muss brechen und einen Fluss entfesseln, der die Ork-Horden des Oberbösewicht Sauron mit sich reißt. Misslingt die Aktion, ist die Fantasywelt namens Mittelerde verloren.

Dramatische Szenen wie diese geben sich im Spiel zum dritten und letzten "Herr der Ringe"-Streifen "Die Rückkehr des Königs" (Kinostart: 17. Dezember) die Klinke in die Hand. Schon der Einstieg reißt vom Hocker. Da muss niemand auf den Titel-Bildschirm warten. Das Spiel setzt im Finale von "Die zwei Türme" ein endet mit dem Finale der "Herr der Ringe"-Trilogie.

Direkt nach dem minutenlangen Introvideo geht die Action los., nämlich bei der Schlacht um Helms Klamm. Flammen lodern, Orkhorden wälzen heran, das Inferno bricht los. Mittendrin fegt der Zauberer Gandalf wie ein Derwisch durch Saurons Brut. Mal folgt die Kamera dem Helden, mal wechselt sie überraschend die Position, wie in guten Action-Filmen.

Dabei ruckt die Grafik nie, wie manchmal auf der Xbox. Mit seinem Kampfstab hält sich Gandalf Orks vom Leib, klettert dann die Wehrmauer empor, haut seinen Gefährten Aragorn raus, schwingt sich herab und bombt mit Hilfe schwerer Katapulte das Tor in die nächste Etappe auf.

Nach wenigen Minuten Spektakel hat sich dem Betrachter ein Dauerstaunen ins Gesicht gemeiselt - soviel atemlose Action hat man am Gamecube noch nicht gesehen! Allerdings tun sich die folgenden Etappen schwer, diesen Beginn zu toppen. Nebenbei erklären Einblendtexte in diesen ersten Minuten die Basisfunktionen der Steuerung. Sie ist leicht zu lernen und schwer zu meisten, wie bei einem Fightgame.

Sechs Helden gibt´s, meistens streben sie einsam, in Zweier- und Dreier-Grüppchen auf parallelen Handlungssträngen dem Finale entgegen. Gandalf marschiert nach Mordor, Frodo und Sam ziehen in die Stadt Minas Tirith, Aragorn, Gimli und Legolas vertrimmen Untote in modrigen Sümpfen. Man entscheidet sich vor Beginn jeder Etappe für einen Helden, die Konsole steuert den Rest der Gruppe. Spannend: Die Helden entwickeln im Spielverlauf ausgeprägten Eigenheiten. Beinahe könnte es Spaß machen, einzelne Herausforderungen mal mit diesem, dann mit jenem Helden zu meistern.
Weil das Spiel beim Wechsel von einem erfahrenen Helden auf ein Greenhorn aber nicht den Schwierigkeitsgrad senkt, hat man dann arg zu beißen.

Leicht ist das Überleben nicht. Schon auf dem einfachsten der drei Schwierigkeitsgrade lässt sich die Zahl der Angreifer manchmal nur an zwei Händen abzählen. Da nerven die langen Wege zwischen Speicherpunkten dann schon: Zehn Minuten marschiert und zum fünften Mal kurz vor dem Ziel eliminiert, sowas frustet.

Solchen Wiederholungen abgerechnet, ist die Spieldauer im Vergleich zum kurz geratenen Vorgängerspiel "Die zwei Türme" etwa doppelt bis dreimal so lang. Man ist immer noch in sehr lineare Abläufe eingebunden, bewegt sich aber freier durch die Umgebung. Wer das nutzt, kann über Kletterseile zwischen Ebenen wechseln, mit herumliegenden Speeren heranstürmende Goblins anspitzen und zusammen mit Sprengstoff-Karren gleich ganze Belagerungstürme sprengen.Dauernd tut sich was, Zeit zum Luft holen bleibt kaum, ein Szene-Highlight folgt dem anderen. Mal macht Gandalf zwischen herumstampfenden Ent-Bäumen Jagd auf Uruk-Hais, dann flüchtet Legolas vor den Trümmern des einstürzenden Berg der Toten. Durch die abwechslungsreichen und spannungsgeladenen Abläufe begeistert das Action-Inferno selbst Leute, die dem "Herr der Ringe"-Thema sonst nichts abgewinnen.

Kämpfen mit Köpfchen
Du willst nur draufhauen? Dann stirb! Immer feste mit der Axt drauf auf Saurons Horden? Nicht hier. Das anspruchsvolle Kampfsystem hat das gewisse Etwas guter Fightgames. Man muss die Kniffe der an sich simplen Steuerung in den Griff kriegen, um zu überleben.

Als Basis besteht dabei die Wahl zwischen drei Hieben, einer Fernattacke, einer Parade und einem Special je Held. Wer übt, kann mit der Block-Taste Axthiebe parieren und heranfliegende Pfeile zum Bogenschützen zurück schleudern. Das Spiel benotet die Qualität der

Der Herr der Ringe: Rückkehr des Königs - Atemloses Herr der Ringe-Action-Inferno

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eigenen Angriffe. Bei "Perfekt" gewinnt der Held kurzzeitig an Stärke, bei "Sehr Gut" und "Ausgezeichnet" hagelt´s Erfahrungspunkte, die als Zahlungsmittel für zwei Dutzend zusätzliche Angriffs-Varianten dienen. Also hängt es von der eigenen Leistung ab, wie bald man mit unkomplizierten Tastenkombinationen Extra-Attacken von der Leine lässt.

"Klamm´s Hammer" beispielsweise startet eine Rundum-Wirbel-Kombo, die "Macht des Palantir" hüllt den Helden kurzzeitig in ein magisches Schild, die "Dunkle Erlösung" knipst bei mehreren Gegnern das Licht aus. Richtig spektakulär sehen die Moves trotz der brachialen Namen erst ab Spielmitte aus.Special Features
Spiel alles frei! Wer gut kämpft, schaltet zahlreiche Bonusfeatures frei: Zum Beispiel "Herr der Ringe"-Choräle, Skizzen aus Film- und Videospiel-Produktion, und Interviews mit den Saruman- und Frodo-Darstellern Christopher Lee und Elijah Wood.

Packshot zu Der Herr der Ringe: Rückkehr des KönigsDer Herr der Ringe: Rückkehr des KönigsErschienen für GBA, GameCube, PC, PS2 und XBox kaufen: ab 20,70€

Dieser Text wurde uns vom CubeMagazin zur Verfügung gestellt!