DeathSpank – Test

PS3 | XBox 360

Abgefahren und gut: Diablo trifft Monkey Island

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von Leo Schmidt, 12. Juli 2010 09:41 Uhr

„Wie, was, 'Diablo' trifft auf 'Monkey Island', und das auch noch erdacht und gestaltet von Ron Gilbert, dem Vater des kultigen Piraten-Adventures?! Das klingt zu gut, um wahr zu sein!“ Ganz genau, bei Konzepten wie dem von DeathSpank schallen bei jedem Gamer die Alarmglocken. Es muss einfach eine Schnapsidee sein, niemals lässt sich eine oberflächlich so attraktive Grundidee hinreichend umsetzen.

Vielleicht ja aber doch: Immerhin ist Gilbert nicht irgendwer und sein (mittlerweile bereits ehemaliges) Studio Hothead Games hat, obwohl dort bislang kaum etwas erschienen ist, bereits vielversprechende Beachtung seitens der Presse erhalten. Wenn es jemand schaffen könnte, suchtinduzierendes Itemgesammle, motivierendes Hack'n Slay und den explosiven Witz sowie die abgefahrene Gestaltung eines Lucas-Arts-Klassikers in einem Paket erfolgreich zu vereinen, dann noch am ehesten dieser Mann. Gut, vielleicht noch sein alter Kollege Tim Schafer, der mit „Brütal Legend“ ja auch schon einen beachtlichen Teilerfolg in diesem Feld erzielen konnte, aber dann wird es wirklich eng mit geeigneten Kandidaten. Wir sind gespannt...

Heroischer Tangaträger

So schön lachen und metzeln kann man für einen so günstigen Preis sonst nirgends. Zwar könnte der Kampf etwas komplexer und die Vielfalt der Items größer sein, aber die Kombination aus Gestaltung und solider Spielmechanik überzeugt auf ganzer Linie.FazitDeathSpank, der Name ist Programm, ist ein Hüne von einem Mann, breite Schultern, mächtiges Kinn, kann keine zwei Sätze sagen, ohne voller Pathos das Wort „heroisch“ zu verwenden. Der Berufsheld und Dämonenklopper hat sich in Maske und lila Tanga geschwungen, um „Das Artefakt“ zu beschaffen – ein Relikt von solcher Macht, dass keiner genau sagen kann, was es eigentlich tut. Er weiß nur, dass ihn eine rothaarige Dame in Ritterrüstung namens Sandy danach gefragt hat, und da DeathSpank niemandem eine Quest oder Sidequest abschlagen kann, sucht er nun also noch dem ominösen Teil.

Screenshot zu: Abgefahren und gut: Diablo trifft Monkey IslandSchräger Stil: DeathSpank sind die Monkey-Island-Wurzeln anzusehen

Doch seine Bemühungen werden vom bösen Lord Von Prong sabotiert, der es auf DeathSpanks Tanga abgesehen hat, weil dieser die Macht besitzt, den Träger im Falle des Todes respawnen zu lassen – und zwar an der nächsten öffentlichen Toilette.

DeathSpank startet also seine Suche und wir übernehmen die Kontrolle. Wer eine Antenne für den Humor Gilberts hat, der durfte bereits vor dem Start des eigentlichen Spiels ein paar mal schmunzeln, etwa wenn der Held uns versichert, das Hauptmenü sehe zwar ein bisschen schäbig aus, das Spiel aber sei schön designt.

Er hat dabei nicht einmal gelogen: Schlagartig fällt der zwar mittlerweile bekannte doch erneut professionell umgesetzte Look der gängigen humoristischen Adventures ins Auge - stilisierte Umgebung, die im Fall von DeathSpank fast schon nach eingefärbtem Scherenschnitt oder einem Kinderbuch zum Aufklappen aussieht, effektiv und stilsicher in den Karikaturbereich überzeichnete Charaktere und schön bescheuerte Monster machen die Cartoonwelt lebendig. Unweigerlich denkt man an die Tales of Monkey Island, an Superheldenparodien à la „The Tick“, aber auch an den Geheimtipp Torchlight, der uns letztes Jahr mit frischen Ideen und Budgetpreis vieler wertvoller Stunden beraubt hat.

Screenshot zu: Abgefahren und gut: Diablo trifft Monkey Island"Der Hüftknochen hängt am Brustknochen..." Ähm, falsches Spiel...

Ein Schwert in der einen und ein Beil in der anderen Hand ziehen wir also los und vernichten unsere ersten glubschäugigen Zombies. Schnell merkt man, dass die Kampfmechanik gut funktioniert und ein paar Eigenheiten hat. So kann man in DeathSpank bis zu vier Waffen gleichzeitig ausrüsten und an jeweils einen der Facebuttons des Controllers binden, was im Kampf einen fliegenden Wechsel zwischen den Schlitz- und Haugeräten ermöglicht. Je mehr man kämpft und zwischen seinen Waffen variiert, desto schneller füllt sich eine Leiste, die dann einen mächtigen Spezialangriff ermöglicht.

Dieser richtet sich nach der benutzten Waffe und ermöglicht z.B., die Gegner in einem Areal um DeathSpank zu paralysieren oder einen einzelnen Widersacher wie einen Pfahl in die Erde zu rammen, so dass man ihm anschließend ohne Gegenwehr noch mehr auf die Mütze geben kann. Das alles funktioniert gut und macht auch Laune, wird sich bis zum Ende des Spiels jedoch nicht mehr allzu sehr verändern.

Kommentare 8
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mithamitha12.07.2010 18:34
Klingt echt gut, hoffmer mal dass das demnächst bei Steam auftaucht.
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rolf12.07.2010 18:08
Leo Schmidt schrieb:
...

Danke.
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Leo SchmidtLeo Schmidt12.07.2010 16:53
Es gibt momentan wohl nur Couch Coop. Darüber, ob Online noch eingebaut wird/werden soll, gibt es keine Angabe.
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rolf12.07.2010 15:43
Ist der Coop-Modus "nur" Couch-Coop oder geht das auch Online?
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Leo SchmidtLeo Schmidt12.07.2010 12:53
Danke Sebastian, hab ich vor Aufregung glatt nicht reingeschrieben, ich Schuft.
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SebastianJägerSebastianJäger12.07.2010 12:25
@Kosten: 1.200 MS Points / 15 Euro
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SchlumpfgermaneSchlumpfgermane12.07.2010 11:40
Alles was sich mit Brütal Legend vergleichen lässt, ist gekauft (=

Schön wärs, wenn jedoch mal nen ernsthaftes Diablo für die 360 erscheinen würde.

Schade, dass für D3 dieser Zug bereits abgefahrn ist.
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Kosten?12.07.2010 11:33
Was soll der Titel den kosten?
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