Und warum jetzt Babies?

Babies stellen gewissermaßen das exakte Gegenteil zum Tod dar: Sie sind der Anfang des Lebens, der Tod das Ende. Sie sind gleichzeitig die größte Gefahr für die Eldritchs, die scheinbar die menschliche Rasse auslöschen wollen, denn solange es Babies gibt, wird es Menschen geben.

Zudem wurde bereits spekuliert, dass die Babies den echten Menschen darstellen, während die äußerlichen Hüllen eben nur solche sind: Hüllen. Dementsprechend könnte es möglich sein, von Charakter zu Charakter transferiert zu werden.

Die Welt von Death Stranding

Grundsätzlich spielt das neue Kojima-Spiel in einer zukünftigen Version unserer Erde und zwar im Jahr 2047. Dementsprechend gibt es kleine Änderungen: Die USA gibt es scheinbar nicht mehr, stattdessen wurde das Land “Bridges” getauft, weiterhin aber mit dem Untertitel der “United States of America”. Interessanterweise hat sich aber auch die Flagge geändert: Ausgehend von einer Art Krater, krümmt sich eine Art Spinnennetz über die Landkarte. Eine Referenz zur vierten Explosion, von der alles ausging? Evangelion-Fans fühlen sich sofort an den Second Impact erinnert!

Abgesehen davon, sieht es für die Menschheit nicht sonderlich gut aus: Untote Militärtruppen, durchtränkt vom schwarzen Schleim der Eldritchs, patroullieren die Straßen. Sam und Guillermo del Toros Charaktere sind scheinbar eine der wenigen überlebenden Menschen.

Keine wirklich lebenswerte Welt wird uns in Death Stranding präsentiert:

Death Stranding - TGA 2016 Trailer4 weitere Videos

Allerdings muss die Frage gestellt werden: Warum wurden bisher keine Frauen gezeigt? Möglicherweise deshalb, weil es in der Welt von Death Stranding keine Frauen mehr gibt. Schließlich können sie Kinder gebären, was den Eldritchs gar nicht gefallen dürfte, und könnten daher das erste Ziel der Ungetümer gewesen sein. Deshalb sind Sam und del Toro auf einmal ein bisschen schwanger: Künstliche Befruchtung scheint das einzige Mittel zur Fortpflanzung geworden zu sein.

Und was ist mit dem Gameplay?

Findige Zuschauer des letzten Trailers konnten ein nicht unwichtiges Armband ausmachen. Selbiges leuchtet standardmäßig Blau, wenn die Vitalitätswerte des Charakters allerdings sinken, leuchtet es erst Gelb und dann Rot blinkend auf. Ähnlich wie in Dead Space wird dieses Armband also eine immersiv eingebaute Lebensleiste darstellen. Aus dieser Erkenntnis ist zumindest zu schließen, dass es nicht wie in den meisten modernen Horror-Games einen sofortigen Tod bedeuten würde, wird man vom Gegner auf dem falschen Fuß erwischt.

Das Armband, das sich je nach Zustand des Trägers verfärbt

Dead Space ist hierbei ein gutes Beispiel: Basierend auf dem bisher gezeigten, erwarte ich von Death Stranding ein Action-Horror-Spiel mit Stealth-Elementen. Nur dass der Stealth-Aspekt hier nicht zum lautlosen Meucheln genutzt wird, wie in Metal Gear Solid, sondern um zu entkommen. Schließlich können die Monster einen nicht sehen, dafür aber hören.

Auch das Radar wird höchstwahrscheinlich eine wichtige Rolle einnehmen: Da ihr die Eldritchs nicht sehen könnt, das Radar sie aber ortet, müsst ihr euch anhand der Informationen bewegen, die euer machineller Gehilfe ausspuckt.

Dementsprechend könnte ein Kernelement des Gameplays eine lautlose Verständigung sein: Sowohl Mads Mikkelsen als auch ein ominöser Gehilfe von Sam und seinem verstorbenen Kollegen kommunizieren über Gestik, die man gerade aus dem Militär kennt: Fingerzeichen.

Ihr seht also: Das bisher gezeigte Material bietet eine Menge Interpretationsraum. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass zumindest die meisten hier aufgestellten Theorien auch im finalen Spiel vorkommen werden. Bis dahin heißt es warten - bis Death Stranding dann endlich 2029 erscheint.

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