Leute, holt die Lost-Foren aus den Internet-Kellern, es darf wieder wild spekuliert werden! Denn Hideo Kojima hat den nunmehr dritten Trailer zu Death Stranding veröffentlicht, und ich für meine Wenigkeit glaube, dass dort richtig viel verraten wird. Zumindest was das Setting, den Angelpunkt der Geschichte und Norman Reedus anbelangt.

Falls ihr noch nicht den bahnbrechenden dritten Trailer zu Death Stranding gesehen haben solltet, hier steht er für euch bereit:

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Der Kernpunkt, eine neue Explosion und die Eldritchs

Der auf den Game Awards veröffentlichte Trailer offenbarte uns bereits das grobe Thema des Spiels: Um Explosionen soll es gehen. So eröffnet Norman Reedus’ Charakter Sam die Sequenz mit den folgenden Worten: “Es fing an mit einer Explosion. Einem Knall, der Raum und Zeit erschuf” - der Urknall.

“Dann gab es eine Explosion. Einem Knall, der einen Planeten in die richtige Position bewegte” in Referenz zur galaktischen Kollision, die unsere Erde in die Umlaufbahn der Sonne katapultierte.

“Dann gab es eine Explosion. Einen Knall, der das Leben wie wir es kennen schuf.” Hier bezieht sich Sam auf die Kambrische Explosion, eine Zeitperiode in der die meisten irdischen Lebewesen entstanden.

“Und dann kam die nächste Explosion. Eine Explosion, die unser Ende sein wird.” Kurz nach dieser vierten Explosion spielt Death Stranding. Dies suggeriert, dass ähnlich wie in Neon Genesis Evangelion, außerirdische Wesen auf die Erde kommen, um die Menschheit, möglicherweise das Universum auszurotten. Die Auswirkungen der vierten Explosion haben wir möglicherweise schon im letzten Trailer zu sehen bekommen: Gegen Ende steht Sam an einem gigantischen Krater. Inmitten dessen ist ein riesiger Handabdruck zu sehen. Das erste Zeichen des ersten Eldritchs?

Death Stranding - Worum geht’s im Spiel? Eine ausführliche Analyse der Trailer

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Der Krater der wahrscheinlich vierten Explosion
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Menschheit gegen Außerirdische, das gab’s schonmal. Aber selten wirkt die Übermacht so bedrohlich, wie die verschwommenen Gestalten aus Death Stranding. Besonders, wenn es sich bei ihnen möglicherweise um den Tod selbst handelt. Zum Zweck dieses Beitrages nenne ich sie fortan “Eldritch”.

Außerirdisch muss aber nicht direkt Alien heißen: Einige Spieler vermuten, dass es sich bei diesen Eldritchs um verstorbene Menschenseelen aus einer anderen Dimension handelt. Der Hauptcharakter Sam und seine Crew versuchen, die Toten an ihre Welt zu binden, damit sie nicht als böse Geister wiederauferstehen - sie binden den Tod an sich. Das würde auch den Namen “Death Stranding”, zu Deutsch “Gestrandeter Tod”, erklären. Weiter unterstützt wird dies durch die goldene Maskierung der Leiche - eine Praxis die aus dem alten Ägypten stammt, um die Seelen der Verstorbenen zu schützen. Außerdem ließ Kojima in einem E3-Interview 2016 verlauten: "Es geht um die Strandung von etwas, das nicht mehr am Leben ist".

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Eine goldene Maske - eine Praxis aus dem alten Ägypten
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Unterstützt wird diese These durch zahlreiche paranormale Fähigkeiten der Eldritchs: Einerseits variieren sie extrem in der Größe, können sie sowohl in Form eines Fötus agieren, als auch so groß sein, wie ein mehrstöckiges Hochhaus. Außerdem sind sie für das menschliche Auge unsichtbar, hinterlassen aber schwarze Handabdrücke.

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Eigentlich sind die Eldritche für Menschen unsichtbar. Hier sieht man allerdings einen kleinen Schimmer!
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Die Ludens

Zudem könnte es möglicherweise eine dritte Rasse geben. Bei diesen Gestalten handelt es wahrscheinlich um Ludens, einer menschenähnlichen Rasse aus einer anderen Dimension, die allerdings über viel größere Denkkapazitäten verfügt, als der Mensch selbst. Woher diese spezifische Analyse kommt? Das Maskottchen von Kojima Productions, ein Skelett im Astronautenanzug, ist ein sogenannter Luden - basierend auf dem russischen Science-Fiction-Buch “The Time Wanderers”. Im dritten Death Stranding Trailer kommt ein Charakter vor, der dem Maskottchen eklatant ähnlich sieht; ein intergalaktischer Reisender inklusive goldenem Totenkopf. Zudem hilft er Sam vor den Ungetümen zu entkommen. Dass er den Eldrichts freundlich gesinnt ist, ist also unwahrscheinlich.

Von links nach rechts: Norman Reedus in P.T. , das Luden-Maskottchen von Kojima Productions, ein ominöser Charakter, der im dritten Death Stranding-Trailer auftaucht und Sam hilft

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Theoretisch könnte es sich hierbei aber auch um die nächste Evolutionsstufe des Menschen handeln, die in Death Stranding als Reaktion auf die drohende Gefahr gebildet wird. Findige Netzbesucher fanden bereits heraus, dass es sich bei dem Luden aus Kojimas Maskottchen möglicherweise um ein digitales Bild von Norman Reedus handelt, das ursprünglich für PT aufgenommen wurde. Auch wurde der Slogan von Kojima Productions “I’ll Keep Coming” im ersten Death Stranding-Trailer eingesungen.

Der erste Death Stranding Trailer:

Death Stranding - E3 2016 Trailer3 weitere Videos

Auch bei den Soldaten aus dem zweiten Trailer handelt es sich um Skelette, die teils von Mads Mikkelsens Charakter gesteuert werden. Da es sich hierbei aber scheinbar um willenlose Marionetten handelt, ist es unwahrscheinlich, dass sie Teil der Ludens sind.

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Skelette oder doch selbstständige Kreaturen?
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Doch keine Außerirdischen, sondern ein Produkt von Mutter Natur?

Möglicherweise aber handelt es sich hierbei um die Natur, die als Reaktion auf die Umweltverschmutzung neue Wesen gebar, um der Menschheit ein Ende zu bereiten. Unterstützt wird diese These durch die Szene im letzten Trailer, in der, während die leblosen Menschenkörper gen Oberfläche treiben, ein Pottwal fröhlich seine Runden dreht.

Andererseits wurden massenhaft Krabben und Fische in den ersten beiden Trailern an Land gespült. Allgemein, gut scheint diese Verwüstung der Außerirdischen der Natur nicht zu tun. Dementsprechend halte ich die intergalaktische Variante für wahrscheinlicher.

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