Nach einer Stunde Dead Space: Extraction bin ich wieder zurück auf der USG Ishimura. Nach zwei Stunden krabbelt so ein Vieh in meine Richtung, keuchend und ekelerregend. Als die 60-Minuten-Sanduhr den dritten Purzelbaum schlägt, zwängt sich auf einmal ein fleischiges Tentakel aus dem Boden und greift nach Lexine, einer der letzten Überlebenden und Mitgefangenen in der Spirale des Terrors.
Davor steht nicht allzu viel Aufklärungsarbeit, nur ein spielbarer Prolog als Sam Caldwell. Aber der ist schon bald tot. Warum? Weil in einer Minenkolonie auf Aegis VII etwas gewaltig aus dem Ruder läuft. Ein paar hundert mutierte Beine vor allem. Die Bergung eines nebulösen Artefakts. Eine sich ausbreitende Infektion. Bis in die letzte Pore entstellte Monstren. Kennt man. Funktioniert tatsächlich immer noch. Obendrein zeitlich genau dort, wo Dead Space vor einem Jahr mit wichtigen Handlungsdetails geizte.
Wer wissen will, was vor dem Einstieg auf der USG Ishimura passierte und warum die Besatzung des im All havarierten Schiffs bis zum Hals in Tod und Verderben versinkt, wird in diesem Wii-Prequel fündig werden. Die Frage ist nur: Will man das überhaupt? Ja. Denn EA schlägt nicht nur frühe erzählerische Kapitel in diesem Buch namens Dead Space auf, sondern präsentiert auch einen herzhaften Rail-Shooter wie maßgeschneidert für Nintendos Wii.
Hier kommen sie nur zu zweit. Geradezu gnädig.Besonders aber einen, der trotz grafischer 480p-Unterlegenheit Pionierarbeit in Sachen Kameraführung leistet. Obwohl man sich, abgesehen von ein paar Weggabelungen, nicht aktiv bewegen kann und Extraction eher interaktiver Film als vollwertiges Spiel sein will, ist es ein schmackhaftes Horror-Steak, in dem man gerne herzhaft die Zähne versenkt. Die Frage ist nämlich nicht, wie viele einzelne Polygone in der Dunkelheit aneinandergepappt sind, sondern wie man die vorhandenen Mittel nutzt und das Geschehen mit ihnen zum Leben erweckt. Und das hat EA so gut gestemmt, dass man sich mittendrin fühlt, die Hektik in den Kopfbewegungen des Protagonisten nachfühlt und ihm die Angst vor der nächsten Ecke wirklich abnimmt.
Der heißt ab dem Ishimura-Abschnitt dann schlicht McNeill und schart besagte Leidgenossen um sich. Begleiter, die von den mickrigen MHz-Bürsten der Wii so geschickt gestreichelt wurden, dass ein authentisches Figurenverhalten entsteht. Die Kamera fängt Gesichter ein, die vor Ekel fast erstarren; kleine Zuckungen der Augenbrauen und seichte Nickbewegungen sind mal Feedback auf verräterisches gegnerisches Keuchen im Kleinen, mal auf die sich anbahnende Katastrophe im Großen.
von Electronic Arts, EA GamesGenre: Action, Horror, Third PersonWii: 2.10.2009Offizielle WebseiteFreigegeben ab 18 Jahren
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
Und es ist überhaupt nichts besonderes dran, und auch beim PC nicht unüblich. Schließlich laufen manche ersten Teile von früher auf den aktuellen Kisten nur noch per Emulator.
die Story ist sehr spannend und die Sprecher bringen alles schln rüber.
schade nur das es wohl NIE einen zwiten teil geben wird bei den schlechten verkaufszahlen -.-
weil sie einen railshooter machen wollten und der passt nun mal am besten auf wii. auf xbox oder ps würde man sich bei sowas wohl eher verarscht vorkommen, oder nicht?
werd mir das spiel bei gelegenheit mal ansehen, vllt. aus der videothek. scheint ja dann doch nicht all zu umfangreich zu sein das ding.
ich finds gut, es gibt halt spiele die explusiv auf konsolen erscheinen, und hier wollten die entwickler wohl mit nem motion controller rumspielen, deshalb exklusiv für die wii, ihr geld haben die allein durch dead space sicher schon wieder rein