Visceral Games traf mit Dead Space genau ins Mark jener Actionspielfans, die Atmosphäre vor Dauerballerei setzen. Oder einfach nur Lust auf ein bisschen Abwechslung zur real anmutenden Kriegsnachstellung à la Call of Duty und Konsorten verspüren. Das höllisch gruselige Splatterfest geht Anfang 2011 nicht nur in eine zweite Runde. Es wird sogar erstmals einen Mehrspielermodus bieten. Und genau den haben wir uns in London angesehen und angespielt.

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Soldaten versus Necromorphs

Das blutige Geschehen spielt sich in der zweiten Episode auf dem Saturnmond Titan ab, fern der Erde und damit auch von jeglicher Hilfe abgeschottet. Erste Eindrücke vom Einzelspielermodus lieferte Sebastian vor sechs Monaten, nun ist also der Multiplayer-Ausflug an der Reihe.

Dead Space 2 - Left 4 Dead Space

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Äußerst brutal und blutig geht es auch im Mehrspielermodus von Dead Space 2 zu.
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Ausufernde Schlachtfelder und Gefechte mit zig Mann wird es bei Dead Space 2 selbstverständlich nicht geben. Dem klaustrophobischen Ansatz des Erstlings (und wohl auch der Fortsetzung) geschuldet, spielt sich alles in beengten, aber verschachtelten Räumen ab. Daher beschränkt sich die Teilnehmerzahl am äußerst brutalen Gemetzel auch auf insgesamt acht Spieler, die in 4vs4-Modi online um die Vorherrschaft kämpfen. Auf der einen Seite ballern menschliche Soldaten ums Überleben, immer die Erledigung eines festen Auftrags im Sinn, der ihnen die Flucht ermöglicht.

Das sollen und wollen andererseits die vier verschiedenen Necromorph-Inkarnationen mit allen Mitteln verhindern. Und die, das sei vorab gesagt, sind alles andere als appetitlich! Da wäre beispielsweise der „Puker“, der seine Feinde zielgerichtet mit einer abartigen, ätzenden Flüssigkeit vollkotzt. Oder der „Lurker“, der Opfern mit weitreichenden Tentakeln schwere Verletzungen zufügt. Steht ihr dagegen auf Nahkampfattacken, wäre das Babyface “Pack“ eure Wahl, das sich am liebsten nach einem beherzten Sprung fest in seine Kontrahenten verbeißt und ihnen so den Garaus bereitet.

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Attacken der Necros erfolgen auch von ungewöhnlichen Positionen.
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Während die Necros mit ihren Spezialfertigkeiten zwar abwechslungsreicher sind als ihre humanoiden Gegenstücke, vertragen sie nur wenig Beschuss. Ihr Vorteil liegt im schnellen Respawn, einer zumindest teilweise höheren Agilität. Außerdem orten sie ihre Feinde bereits durch Wände hindurch und können ihren Wiedereinstiegspunkt aus einer recht großen Anzahl von festen Punkten wählen und bei dieser Gelegenheit sogar die Klasse wechseln.

Die Menschen, Teil des Sprawl-Sicherheitsdienstes, sind mit ihrem modernen Waffenarsenal, das aus bis zu sechs unterschiedlichen Schießeisen bestehen soll, zwar durchsetzungsfähiger und zerlegen ihre abscheulichen Feinde bei freier Schussbahn im Handumdrehen. Oder zerfetzen sie in höchst derben Animationen zu ekligem Alien-Hackfleisch, nachdem sie zuvor buchstäblich - ihr kennt das aus dem ersten Teil - kaltgestellt wurden. Die Soldaten müssen jedoch zusammenarbeiten, um die Ziele zu erreichen.

Übung macht den Meister

So sollen wir etwa einem Kameraden Feuerschutz geben, während er mit der Anbringung oder Deaktivierung von Schaltern und Objekten wie Sprengsätzen beschäftigt ist. Wer sich auf den zwei (von später fünf Maps), die wir anspielen durften, als Egomane erwies und allein durch die Gänge irrte, wurde schnell von den gegnerischen Attacken überrumpelt und zerfleischt. Und fehlte dann dort, wo ihn seine Kumpels dringend benötigten: beim Verteidigen der letzten Stellung.

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Die Aufgaben sind zwar immer klar definiert, ihre Ausführung ist bei diesen höllischen Feinden jedoch alles andere als einfach.
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Ein weiterer Vorteil der fleischeshungrigen Brut ist die behäbige Fortbewegung der Soldaten, an die man sich erst gewöhnen muss. Drehungen kosten mehr Zeit, als das bei herkömmlichen Shootern die Norm ist, die Steuerung insgesamt ist zudem ziemlich gewöhnungsbedürftig. Über Hindernisse springen können die schwerbewaffneten Krieger nämlich auch nicht und Wege somit auch nicht abkürzen.

Nach einigen Minuten Übung verinnerlichen wir die Abläufe jedoch besser, was bei den sehr zackigen Matches auch vonnöten ist. Viel Zeit für Reaktionen bleibt euch in diesem engen Umfeld nicht, Monster lauern schließlich nicht nur an jeder Ecke, auch an der Decke oder an Wänden können sich die Necromorphs fortbewegen und somit unvermittelte Attacken initiieren.