Die Zombies sind tot, es leben die Zombies! Dead Rising 4 sieht auf Bildern aus wie immer, spielt sich aber anders, einfacher, konventioneller. Nun kann man um den sperrigen Charme der Vorgänger weinen – oder einfach eine gute Zeit in Willamette haben.

Dead Rising 4 - E3 Trailer

Einleitend einige Infos zur Verfügbarkeit von Dead Rising 4: Während es in anderen Teilen der Welt schon Ende 2016 erschien, erteilte die USK erst Ende Januar ihren Segen für einen Deutschland-Release. Wenige Tage später kam eine Download-Version in die Xbox- und Windows-Stores. Seit dem 28. Februar gibt es die Xbox-One-Version auf Disc im deutschen Handel und am 14. März gesellte sich eine physische PC-Version hinzu, die über Steam aktiviert werden möchte.

Unabhängig von der gespielten Version gilt: In der ersten Stunde kann Dead Rising 4 nerven. Frank West, College-Professor, Ex-Reporter und Serienveteran, ist ein anstrengendes Großmaul. Und warum schleicht man durch irgendeine streng geheime Militärbasis? Das ist doch nicht Dead Rising, oder? Einen kurzen Plot-Twist später landet man schließlich im Städtchen Willamette, wo mal wieder die Hölle los ist. Wer hier noch nicht ausgestiegen ist, hat das Schlimmste hinter sich, jetzt geht es bergauf – wenn man kein Spiel im Stil der Vorgänger erwartet.

Dead Rising 4 - Kill your Darlings

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Partystimmung? Das ist wohl Ansichtssache
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In früheren Serienteilen spielten Zeitlimits meist eine prominente Rolle: Ihr musstet genau abwägen, was ihr wann wo machen wolltet. Derlei Überlegungen sind nun nicht mehr nötig, ihr könnt das weihnachtliche Willamette ohne Hektik erkunden. Ja, das kann man als kreatives Glattbügeln, als Zugeständnis an den Massenmarkt bewerten. Bei Dead Rising 4 steht der Spaß am Irrsinn aber dermaßen im Vordergrund, dass wir mit dieser Änderung gut leben können.

Todesfalle Eigenheim

Packshot zu Dead Rising 4Dead Rising 4Erschienen für Xbox One kaufen: Jetzt kaufen:

Nahezu alles in der Spielwelt, was Frank schleppen kann, lässt sich als Waffe nutzen. Selbst in einem Wohnhaus findet ihr Dutzende Waffen. Vom Rasenmäher in der Garage über das Messer-Set in der Küche, den Pümpel im Bad, das Schwertfisch-Spielzeug im Kinderzimmer und die Pistole im Nachttisch bis hin zum Billard-Queue im Wohnzimmer. Oh, die Kugeln vom Billard-Tisch nehmen wir auch noch mit, die eignen sich als Wurfgeschosse. In der riesigen Mall, die abermals das Zentrum der Spielwelt bildet, multipliziert sich das Angebot.

„Dead Rising mag durch spielerische Anpassungen einen Teil seiner Individualität eingebüßt haben, für sich genommen ist Teil 4 aber wunderbar bescheuerte und unterhaltsame Zombie-Action.“Fazit lesen

Einige Waffen könnt ihr dank sammelbarer Blaupausen zu noch besseren Zombie-Zerstörern zusammenfriemeln. Schon zu Beginn des Spiels habt ihr ein großzügiges Inventar für Waffen zur Verfügung, ebenso überhäuft euch das Spiel geradezu mit heilenden Snacks und Getränken. In Kombination mit den vielen Levelaufstiegen, durch die ihr Frank weiter verbessern könnt, spielt sich Dead Rising 4 über weite Strecken sehr mühelos. Eine angenehme Abwechslung zur permanenten Action sind gelegentliche Recherche-Aufgaben, für die ihr an bestimmten Orten eure Kamera zücken und mit verschiedenen Filtern die Umgebung untersuchen müsst.

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