Also jetzt mal ehrlich. Wenn in der heutigen Zeit ein ordentliches Prügelspiel auf den Markt kommt, dann erwarten Fans des Genres ganz genau zwei Dinge, die in keinster Weise vergeigt werden dürfen: fließende Kampfanimation, die einhergehen mit einer soliden und eingängigen Steuerung. Das andere ist der Vorbau der weiblichen Kämpfer. Und in einem dieser beiden Punkte schneidet Dead or Alive sehr gut ab. In dem anderen sogar fantastisch... Oder war es schrecklich? Auslegungssache.
Bombastisch. Rasant. Sexy. So muss ein Beat-'em-up aussehen.FazitKein langes Gequatsche und kein elfengleicher Tanz um den Kartoffelbrei: Dead or Alive 5 ist ein verdammt gutes, grundsolides Prügelspiel, das wieder einen Haufen Spaß verspricht. Und dieses Versprechen kann es auch einhalten. Womit wir uns jetzt also aufhalten wollen, sind die Details. Denn DoA ist nicht der einzige verdammt gute „Auf die Fresse“-Titel da draußen.
Diesem Gedankengang folgend, stellt sich die Frage: warum Dead or Alive und nicht etwa ein Tekken, Mortal Kombat oder ein ganz anderer Titel? Diese haben alle eines gemeinsam: Sie gehen grafisch mit der Zeit, werden von ihrer Fangemeinde, die die Konkurrenz in der Regel eh meidet wie Gammelhai, abgöttisch geliebt und ihre weiblichen Charaktere sind brandgefährliche Schönheiten, die nicht mit ihren Reizen geizen.
Warum Dead or Ailve spielen?Daher ist es natürlich die pure Geschmackssache, ob man sich für das eine oder das andere Spiel entscheidet. DoA5 bietet keine grundlegenden Neuerungen. Es überrascht nicht mit komplexen Einfällen und hat das Rad des Beat-'em-up auch nicht neu erfunden. Also wieder etwas, was es mit seinen Konkurrenten gemeinsam hat.
Doch was die Geschichte rund um Ninja, einsame Wölfe und große Brüste liefert, ist schnelle Action, einsteigerfreundliche Kampfmechanik und viel nackte Haut. Dazu ein bisschen Humor, ein leicht erhöhter Grad der Gewalt und auf jeden Fall ganz viel Spaß.
Denn selbst solche, die nie ein entsprechendes Prügelspiel gezockt haben, und sogar jene, die generell nicht zur seltenen Spezies der gemeinen Spieler gehören, werden sehr schnell sehr viele verschiedene Moves auf die Reihe bekommen und sich an satten Kampfeinlagen und beeindruckenden Kombos erfreuen können.
Darum!Bereits wenige Tastenbefehle reichen und die Kämpfer fliegen förmlich durch die Arenen und hauen sich mit komplexen Trittfolgen und Schlagabtauschs die Kauleiste ein. Wer sich dann auch noch die Mühe macht und den Singleplayer-Modus spielt, der wird durch exakte Erklärungen und Beispiele gefördert. Spätestens zum Ende der Kampagne sollten selbst die schrecklichsten Noobs die meisten Befehle beherrschen und in der Lage sein, viel mehr aus ihren Figuren rauszuholen.
Es ist nämlich so, dass unter der offensichtlichen Oberfläche, die glattpoliert die simpel strukturierte Kampfmechanik widerspiegelt, ein tiefer See aus Möglichkeiten liegt. Und gerade das macht DoA so interessant. Man muss keine Ahnung von dem Spiel haben, um Spaß zu haben und seinem Auge eine Wohltat zu gönnen. Aber wer sich dann doch dazu hinreißen lässt, etwas tiefer zu graben, stößt auf ein komplexes Kampfsystem voller Möglichkeiten.
Doch dem aufmerksamen Leser, also jenem, der nicht just in diesem Moment vor dem Spiel sitzt und diesen Artikel einen Artikel sein lässt, wird aufgefallen sein, dass der Einzelspielermodus nicht gerade im freundlichsten Ton erwähnt wurde. Das liegt vor allem daran, dass dies eines der Gebiete ist, die keiner der Konkurrenten wirklich gut hinbekommt, und DoA macht hier nun mal keine Ausnahme.
Singleplayer: meh! Multiplayer: yeah!Dabei ist die Idee, wie die Hintergrundgeschichte präsentiert wird, gar nicht mal so schlecht. Statt mit einem Charakter nach dem anderen in die Schlacht zu ziehen, die Kampagne durchzurödeln und dann das gleiche Spiel von vorne zu beginnen, bis man im Nachfolger endlich erfährt, wer von den vielen Kämpfern laut Entwickler nun wirklich gewonnen hat, spielt man hier die gesamte Geschichte in einer vorgegebenen Zeitleiste.
Ein Charakter nach dem anderen bekommt seinen Auftritt und mit jedem erfährt man ein bisschen mehr. Doch kämpft niemand gegen einen Gegner, den er laut Storyline gar nicht besiegt hat. Das macht den Übergang zu einem möglichen sechsten Teil um einiges weicher und auch überzeugender. Da diese Zeitlinie, der man folgt, jedoch ziemlich durcheinander ist, können unaufmerksame Spieler leicht den Überblick verlieren.
Aber wer macht sich schon die Mühe, der Geschichte wirklich zu folgen? Sie ist schließlich weder sonderlich gut erzählt noch äußerst einfallsreich. Es treffen halt immer wieder verschiedene Figuren aufeinander. Mal, weil man sich ganz zufällig im Dschungel Brasiliens über den Weg läuft oder drei DoA-Kämpfer gleichzeitig der Meinung sind, in irgendeinem kleinen Café am hinteren unteren Darmausgang der Welt essen zu gehen.
Und wenn man sich eh schon begegnet, kann man auch kurz ein paar Einzeiler von sich geben und oft grundlos einen Kampf beginnen. Ganz nach dem Motto: „Du hier und nicht in Hollywood!?“ … „Na, dann prügeln wir uns doch einfach ein bisschen!“.
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Reicht für mich aus um es zum perfekten Kumpel-Couch-Bier-Game zu erklären!
Ach komm schon, der Satz ist doch Absicht, da muss man 3 mal drüber lesen, bevor man wirklich ließt was da steht! ;)
Reicht für mich aus um es zu boykottieren-Bullshitgame!