Kann sich mal bitte jemand aufs Kämpfen konzentrieren? Es nervt ungeheuerlich, wenn man gerade einen beinharten Kampf gegen einen Freund austrägt und dieser irgendwie abgelenkt scheint. Doch kann man es ihm übelnehmen? DoA5 ist eine Liebeserklärung an jedes Augentier; wer sich visuell gerne berauschen lässt, bekommt hier die volle Dröhnung. Ich kenne keinen anderen Titel, der so farbenfroh und trotzdem knallhart in Erscheinung treten kann.
Die Level sind die pure Freude. Selbst ohne die interaktiven Möglichkeiten, die sich einem in jedem Kampf bieten, würde ich diese Arenen jedem Kampfplatz der Konkurrenz vorziehen. Es sieht einfach verdammt schön aus. Liebevoll ausgearbeitete Level, die vor Details nur so strotzen und zeigen, dass es verdammt wichtig ist, in einem Prügelspiel für Abwechslung zu sorgen.
Bombastische Arenen und abgedrehte Kämpfer.Doch hier packen die Entwickler noch einen Batzen obendrauf und beweisen erneut, dass Dead or Alive der König beziehungsweise die Königin der interaktiven Arenen ist. In jedem Bereich gibt es so viel zu entdecken: Möglichkeiten, die Arena durch einen gezielten Tritt zu wechseln. Gegenstände, die umfallen und kaputt gehen, entgleisende Züge, Tonnen, die meinem Kämpfer auf den Kopf fallen und, und, und.
Man kann mit Recht sagen, dass sich Team Ninja und Tecmo hier selbst übertroffen haben. Und ich werde genau das tun: Team Ninja und Tecmo haben sich hier selbst übertroffen. Selbst nach dem gefühlt tausendsten Kampf, gibt es immer noch etwas Neues zu entdecken. Mal so lustig, dass das Spiel pausiert werden muss, mal so beeindruckend, dass man mit offenen Mund weiterzockt.
Leider auch manchmal so bekloppt, dass man schon eine Menge Humor mitbringen muss, um es wirklich lustig zu finden. Ich war nie ein Freund von zu albernen Arenen, und die Zirkusmanege, in der wilde Tiger und bekloppte Clowns herumlaufen, bildet da keine Ausnahme.
Aber ich glaube, die grundlegende Aussage ist angekommen: Dead or Alive 5 hat tolle Arenen und kein anderer Titel kommt an diese bombastische Ereignisexplosion heran. Und das Schöne ist: Wer keine Lust hat, dass sein Charakter durch äußere Einflüsse Energie verliert, kann den Gefahrenmodus einfach ausschalten.
Verdammt schick und saugefährlich: die DoA-Arenen.Etwas, das dieses Spiel von allen anderen Titeln unterscheidet, ist ein Punkt, wegen dem ich die breite Masse an DoA-Fans nicht verstehen kann. Mal abgesehen davon, dass sich viele Spieler scheinbar noch größere Brüste für die Frauen wünschen und niemand ein Problem damit hat, dass jedes Kleidungsstück, das den Hintern verdecken soll, im nicht vorhandenen Wind weht wie eine Kerzenflamme im Herbst, bewegen sich die Brüste der ehrenwerten Damen wie zwei große, mit Wasser gefüllte Luftballons.
Von Authentizität keine Spur. Wie kann man da allen Ernstes sagen, dass sich die Oberweite nun realistisch bewegt und für gewisse Herren sexuell sehr anregend ist? Es ist eine Abart der Natur. Das sind definitiv von Dämonen heimgesuchte Busen. Und nun versuchen die kleinen Monster, ihrem Gefängnis zu entkommen, um in der großen weiten Welt andere Körperteile zu bewohnen und sie neuen physikalischen Gesetzen zu unterwerfen.
Bitte reißt euch nun zusammen und versucht nicht vorpubertär zu grinsen. Aber ich würde an sich ja gar nicht so auf dem Thema Oberweite herumreiten, wenn es nicht so allgegenwärtig wäre. Die gesamte Kameraführung konzentriert sich darauf und jede Sequenz nach einem Zweikampf sucht das Dekolleté. Dabei wabbern und wubbern die Dinger, als würde ein kleiner Anstupser genügen, um sie für Jahre in Bewegung zu halten.
Sexy: okay. Aber doch bitte nicht so übertrieben unrealistisch.Ein Negativpunkt, über den man nur schwer hinwegsehen kann. Zum einen fällt es einfach viel zu sehr auf, zum anderen sind die Teile schwer zu übersehen. Macht das die Kämpfe in irgendeiner Hinsicht schlechter? Mitnichten! Doch für jeden, der nicht gerade wegen der Oberweite der Damenwelt ein DoA-Fan ist, handelt es sich hier schon um ein reichlich lächerliches und auch nerviges Kontra.
Und da gerade einmal knapp über 20 Kämpfer zur Auswahl stehen, von denen die meisten ein doppeltes X-Chromosom vorweisen können, hat man dieses Problem ständig. Wem es jedoch gefällt, der wird sich gerade über diesen Punkt freuen können. Jedoch nicht über die eben erwähnte, begrenzte Auswahl an Kämpfern.
Zwar versucht die gigantische Anzahl an Kostümen, die von lächerlich über beeindruckend bis hin zu „sabber, schlechz“ alles zu bieten hat, über diesen Missstand hinwegzutäuschen, doch kann sie das nur bedingt. Ein paar weitere Spielstunden ohne das Gefühl der ständigen Wiederholung mag man dadurch gewinnen, doch irgendwann wird einfach klar: Dead or Alive braucht viel mehr Kämpfer, um dauerhaft für gute Laune zu sorgen... Da helfen auch die wenigen Neuzugänge nicht mehr, auch wenn es schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung ist.
Sexy Screenshots zum Prügelspiel



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