Dead Man's Hand (PC-Review)
(von Michael Dötz)

Das waren noch Zeiten im wilden Westen, als echte Männer an der Macht waren und der Spuckkübel zur Standartausrüstung eines jeden Cowboys gehörte, doch diese Zeit geriet leider bei den Entwicklern von PC-Spielen in Vergessenheit.

Nun versucht Humanhead mit seinem Schützling »Dead Man's Hand« die Computerspieler mal wieder in Westernlaune zu bringen. Ob der Ego-Shooter hält, was er verspricht, erfahrt ihr nun.

Einen Whiskey bitte
Unserem Helden El Tejón hat das Schicksal ganz schön übel mitgespielt: Zuerst wurde er aus seiner Bande verstoßen, da er nicht bereit war auf Kinder und Frauen zu schießen und dann eröffnet auch noch der Bandenchef das Feuer auf Tejón. So bleibt er schwerverletzt in der Wüste für einige Stunden liegen, bis der Sheriff kommt und ihn in ein Gefängnis verfrachtet.

Die Zufälle enden hier natürlich noch nicht. Es kommt zu einem Aufstand im Gefängnis und Tejón gelingt die Flucht. Nun hat er natürlich nur noch eines im Sinn: Die Rache für die ihm zugefügten Schmerzen. Jetzt seit ihr an der Reihe, ihr müsst alle neun Bandenmitglieder, die natürlich auch noch von nicht sehr zielsicheren Möchtegern-Cowboys beschützt werden, liquidieren.

Die Gegenden, durch die ihr schreitet sind dabei recht abwechslungsreich und vermitteln typische Westernatmosphäre. Eine Schießerei im Saloon oder eine Attacke in einem Canyon

Dead Man's Hand - Der wilde wilde Westen. Schön wärs!

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gehören zu eurem Tagesgeschäft. Leider sucht man weite Aussichten oder größere Areale vergebens, in »Dead Man's Hand« spielt sich alles auf recht engem Raum ab.

Für das Ausschalten von Gegnern erhaltet Ihr Punkte, die jedoch nicht entscheidend für euer Weiterkommen sind. Solltet Ihr dennoch möglichst viele Punkte ergattern wollen, so gilt es möglichst den Kopf der Feinde zu treffen, da dafür Extrapunkte auf euer Konto überwiesen werden. KI komm raus, du bist umzingelt Bislang hört sich alles recht stimmig an, doch leider sind lediglich die Bandenmitglieder, welche als Endgegner einer Mission in Szene

gesetzt werden, eine echte Herausforderung. Die "Normalos" unter den Gegnern verstecken sich zwar hier und da einmal hinter einem Tisch oder einer Kommode, doch treffsicher sind sie auf keinen Fall. Deshalb kommt man sich schnell vor wie in 'UT 2003' mit Westernwaffen. Das Waffenarsenal ist nicht gerade üppig. Es gibt lediglich drei Pistolen, drei Rifles, drei Gewehre und drei Spezialwaffen. Durchaus ausbaufähig, kann man wohl sagen. Vom Schussverhalten her unterscheiden sich die Waffen kaum, man könnte sogar vermuten, dass hier das Klonen bereits erlaubt ist. Für weit entfernte Ziele eignet sich besonders die Hawkins Buffalo Rifle, welche über ein Zielfernrohr verfügt.
Der Sound aller Waffen ist hingegen als gelungen anzusehen. Auch die musikalische Untermalung der Gefechte ist solide.

Packshot zu Dead Man's HandDead Man's HandErschienen für XBox und PC kaufen: Jetzt kaufen:

Bei den Zwischensequenzen passen die Lippenbewegungen - soweit vorhanden - leider niemals zum gesprochenen Satz.

Multiplayeraction im wilden Westen Auch im Multiplayer-Modus könnt ihr euch mit Blei gegenseitig voll pumpen. Neben den typischen Shooter-Modi Deathmatch und Teamdeathmatch gibt es auch den Kopfgeld- und Truppenmodus. Wie der Name Kopfgeld schon vermuten lässt, jagen hier alle Spieler einem hinterher und müssen ihn natürlich

um die Ecke bringen. Beim Truppenmodus könnt ihr zusammen mit Freunden aus dem Internet oder im LAN gegen Computergegner antreten. Das Spieltempo ist mit dem von 'UT 2003' zu vergleichen. Leider liegt das Maximum bei der Spieleranzahl bereits bei acht Teilnehmern. Die Auswahl bei den Servern ist derzeit ebenfalls nicht sehr üppig. Lediglich fünf Server waren in unserem Testzeitraum verfügbar.

Für den Multiplayer wurde ein Energiestreifensystem verwendet, wünschenswert wäre jedoch eher ein Schadenssystem à la 'Raven Shield' gewesen, bei dem die Gegner bereits nach ein bis zwei Treffern das Zeitliche segnen.Um eine Freigabe ab 16 Jahren zu erhalten, wurde leider auf den Einsatz von Blut verzichtet, weshalb es recht schwer ist zu erkennen, ob man getroffen hat oder nicht.

Die Steuerung von 'Dead Man's Hand' entspricht einer typischen Shootersteuerung und genaue Treffer sind jederzeit - mit der Kombinationssteuerung aus Maus und Tastatur - möglich.

um die Ecke bringen. Beim Truppenmodus könnt ihr zusammen mit Freunden aus dem Internet oder im LAN gegen Computergegner antreten. Das Spieltempo ist mit dem von 'UT 2003' zu vergleichen. Leider liegt das Maximum bei der Spieleranzahl bereits bei acht Teilnehmern. Die Auswahl bei den Servern ist derzeit ebenfalls nicht sehr üppig. Lediglich fünf Server waren in unserem Testzeitraum verfügbar.

Für den Multiplayer wurde ein Energiestreifensystem verwendet, wünschenswert wäre jedoch eher ein Schadenssystem à la 'Raven Shield' gewesen, bei dem die Gegner bereits nach ein bis zwei Treffern das Zeitliche segnen.Um eine Freigabe ab 16 Jahren zu erhalten, wurde leider auf den Einsatz von Blut verzichtet, weshalb es recht schwer ist zu erkennen, ob man getroffen hat oder nicht.

Die Steuerung von 'Dead Man's Hand' entspricht einer typischen Shootersteuerung und genaue Treffer sind jederzeit - mit der Kombinationssteuerung aus Maus und Tastatur - möglich.