„Jetzt auch in Farbe! Und bunt!“ Den grauen Herren von der I.N.K.T Corporation dürfte vermutlich nicht nur der Übergang vom Schwarz/Weiß- zum Farbfilm, sondern auch die Erfindung von Buntstiften, polychromen Handy-Displays und Regenbogen-Forellen ein Dorn im Auge gewesen sein. Denn die Liebhaber scharfer Kontraste gehen in ihrer Leidenschaft fürs Monochrome so weit, dass sie eine gesamte Stadt in trübsinniges Grau tauchen.

Bis zu dem Tage, als der Blob, statt wie damals Obelix in den Zaubertrank, in den Farbtopf plumpst und fortan den bunten Anstrich zurück in den tristen Alltag seiner Mitbürger bringt. Wie die Entwickler von Blue Tongue diese ungewöhnliche Idee in ein originelles Wii-Spiel verpackt haben, lest ihr in unserem Preview – komplett schwarz auf weiß.

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Invasion der grauen Panther

Seit kurzem bietet sich den Einwohnern der einst farbenfrohen Alien-Stadt Chroma eine ähnliche Tristesse wie dem durchschnittlichen gamona-Redakteur bei einem Blick aus seinem Ost-Berliner Hinterhof-Fenster: Die Straßen wirken wie ein Auffangbecken für Feinstaub-Emissionen, die Häuserfassaden könnten allesamt zur Parteizentrale der grauen Panther gehören, und selbst den einst begrünten Parkanlagen ist vor Schreck jegliche Farbe aus den Grashalmen gewichen.

de Blob - Das originellste Spiel seit Portal: Der knuffige Blob hüpft sich farbenfroh in unsere Herzen.

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Invasion der grauen Herren: Die I.N.K.T. Spießer haben ganze Arbeit geleistet.
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Einzige Hoffnung gegen die sich als Pandemie verbreitenden Winterdepression ist: de Blob. Der quietschfidele Hüpfball mit dem Farbklecks im Blut hat nicht etwa beim Rollen sein „r“ verschluckt, sondern zollt mit dem holländischen Artikel im kuriosen Namen seinen Wurzeln Tribut: Als ambitioniertes Kunstprojekt einer Schar von Studenten zur Verschönerung der niederländischen Stadt Utrecht ins Rollen gebracht, hüpfte sich der Blob so tief in die Herzen der Spieler, dass er auf der Wii nun mit einer adäquaten Steuerung, ausgefeilterem Gameplay und zusätzlichen Features eine farbenfrohe Wiedergeburt erfährt.

Unsere Stadt soll schöner werden!

Um der Stadt einen frühlingsfrischen Farbwaschgang zu spendieren, rollt ihr als bunter Glückskeks durch die Gassen und sammelt Farbtöpfe ein. Dadurch nimmt der Blob die jeweilige Farbe an, die er per Berührung in einem großen Schwall an die Häuserfassaden verteilen kann. Ziel des Spieles ist es, durch das Tünchen möglichst vieler Gebäude Punkte zu sammeln, um die Tür zum nächsten Levelabschnitt zu öffnen.

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Ein Gummiball rettet die Welt: Der Blob bringt Farbe ins triste Grau.
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Erschwert wird das Vorhaben durch Zeitlimits, Sonderaufgaben und drohende Strafzettel durch die ewig wachsamen I.N.K.T.-Polizisten. Denn Graffiti-Vandalen sind bei den Trübsinns-Agenten genauso wenig gern gesehen wie in deutschen Großstädten. Um seinen Widersachern zu entgehen, hat der Blob ein paar coole Moves parat: Durch Schütteln der Wiimote hüpft dieser wie ein Gummiball in die jeweilige Richtung. Auf diese Weise lassen sich auch höher gelegene Plattformen, etwa Hausdächer, erklimmen. Häufig ist es gar notwendig, mehrere Häuser wie eine Treppe zu verwenden, um so in Höhen vorzustoßen, die sonst nur Altair für seinen Adlerblick aufsucht.

Es blobbt!

Um das Gameplay auch langfristig nicht zur farblosen Angelegenheit verkommen zu lassen, ist euer Weg zum Ende des Regenbogens gepflastert mit Sidequests und Minispielen: So müsst ihr mal besonders hoch gelegene Regionen von Chroma erspringen, ein andermal gilt es, eine gewisse Strecke zurückzulegen, ohne den Boden zu berühren.

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Alles so schön bunt hier: Im Mehrspieler macht De Blob noch mehr Spaß.
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Besonders spaßig ist der Mehrspieler-Modus, in dem um die Wette gemalt wird. Wer in der vorgegebenen Zeit die meisten Häuser mit seiner Farbe versieht, erntet die meisten Punkte. Da sich die bereits bemalten Häuser des Gegners auch wieder umstreichen und so Punkte stehlen lassen, sind hier jede Menge Spaß und zerbrochene Freundschaften vorprogrammiert. Dem wäre eigentlich nur noch eines hinzuzufügen: bis zu vier Spieler im Splitscreen. Hollero!