Hier begrüßt uns ein aufgeregter Reverend, denn der Bischof wurde getötet und verstümmelt. Der Priester ist nicht begeistert davon, dass Holmes und Watson schon einmal ermitteln wollen, doch Holmes lässt sich nicht abwimmeln. Watson macht sich eifrig Notizen und erwähnt dabei, dass er ein neues System entwickelt hat, was es uns erleichtern sollte, logische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Der Priester hat bereits erwähnt, dass der Bischof nichts Wertvolles hatte und auch nichts gestohlen wurde, also ist unter „Reichtum“ vermerkt, dass es keine Wertgegenstände gab, nichtmal im Tresor. Das Deduktions-Menü können wir von nun an aufrufen.

Untersuchen wir zunächst die Leiche. Im Mund sind Blut und Hautfetzen, auf der Brust Schnittwunden von einer scharfen und feinen Klinge. Seine Finger wurden gebrochen. Seine Unterarme sind aufgeschnitten und weisen fransige Wunden auf, als hätte ihn jemand verspeisen wollen – in Verbindung mit seinem Mund scheint es so, als hätte er sich selbst gebissen.

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An seinem Bauch sind Kratzer, doch die sind schon etwas älter. Unter seinem Stuhl liegt ein Stück von dem Seil, mit dem er gefesselt wurde. Rechts von ihm liegt ein abgetrennter Finger – da der Bischof seine Finger alle (gerade noch so) hat, muss dieser jemand anderem gehören. Der Bischof hat tiefe Verbrennungen am linken Bein. Seine Beine sind gefesselt, seine Füße verbrannt.

Watson schlussfolgert brillant: Der Bischof wurde auf mehrerlei Art gefoltert. Holmes fällt außerdem auf, dass die Schuhe des Bischofs fehlen. Vor dem Tisch finden wir ein kleines Fläschchen mit Blut am Flaschenhals, in dem sich offenbar Chemikalien befanden. Hinter dem Tisch liegt eine zerbrochene Whiskeyflasche, was seltsam ist, da der Bischof nicht trank. Auf dem Tisch steht auch eine leere Whiskeyflasche mit blutigen Fingerabdrücken. Auf dem Tisch liegt der Briefbeschwerer, mit dem die Finger des Bischofs gebrochen wurden.

Im unteren Fach des Schranks finden wir eine Peitsche zur Geißelung und einen Bußgürtel, den man trägt, um sich selbst Schmerzen zuzufügen, wie das manche sehr religiöse Menschen tun. An dem Gürtel finden wir eine Nadel, die wir mitnehmen. Über diesem Schrank ist eine Art Tresor mit einem Schachbrettmuster. Holmes fragt, wenn wir den Tresor untersuchen, ob der Reverend weiß, wie wir ihn öffnen können. Der Reverend ist allerdings sehr schlecht auf uns zu sprechen und will sich nur einem Gesetzeshüter anvertrauen. Er gibt aber zu, dass er das hat, was wir brauchen, um den Tresor zu öffnen.

Auf dem Tisch bei der Orgel finden wir ein blutverschmiertes Skalpell – Watson bestätigt, dass die Wunden des Bischofs mit diesem Skalpell zugefügt wurden. Die Tür zum Nebenraum ist verschlossen und, oh Wunder, der Reverend will den Schlüssel nicht herausrücken. Über die kleine Tür geht es in den Schlafraum des Bischofs, der von den Mördern nicht durchsucht wurde.

Zwischen Watson und dem Reverend finden wir einige Fußspuren, die wir genauer untersuchen. Wir können die Abdrücke vermessen und mit der Lupe genauer betrachten. Bevor wir uns an die Abdrücke machen, finden wir mit der Lupe am oberen Rand ein kleines Steinchen, das wir einstecken. Wir müssen zwei Fragen beantworten: Wieviele Kriminelle waren es und was sagen uns die Spuren?

Zunächst zur Frage der Anzahl: Die Kriminellen trugen alle genagelte einfache Arbeiterschuhe. Ansonsten haben wir drei Arten von Abdrücken: Größe 9, normaler Abdruck. Größe 9,5, ebenfalls normaler Abdruck und Größe 9, aber abgenutzt und mit einem eigenwilligen Muster auf der Sohle. Wir schlussfolgern also, dass es drei Männer waren. Außerdem hat einer der Männer nur beim Verlassen des Raumes einen Abdruck hinterlassen, der von einem feineren Schuh war, also andere Schuhe getragen als beim Betreten des Raumes, was die Antwort auf die zweite Frage ist.

Nun wird es Zeit, unsere Deduktionsaufzeichnungen durchzusehen. Das funktioniert so: Links haben wir eine Kategorie von Spur. Wenn wir diese anklicken, offenbart sich, was wir dazu gefunden haben. Sollte es einen Zusammenhang zu einer anderen Spur geben, führen von beiden Spuren Pfeile zu einem gemeinsamen neuen Kästchen mit einem Fragezeichen, das wir dann anklicken, um eine Schlussfolgerung zu ziehen. Ein einfaches Beispiel: An dem Fläschchen, das wir gefunden haben, war Blut, also können wir im Kästchen danach schlussfolgern, dass die Täter dem Bischof den Inhalt des Fläschchens eingeflößt haben.

Da wir den Bußgürtel und die Peitsche gefunden haben, ist es wahrscheinlich, dass der Bischof sich selbst kasteit hat und Schmerzen gewohnt war. Im Zusammenhang damit, dass er gefoltert wurde, schlussfolgern wir, dass er der Folter widerstanden hat. Das wiederum führt zusammen mit der Tatsache, dass die Mörder den Tresor nicht öffnen konnten, zu der Schlussfolgerung, dass sie nicht das bekommen haben, was sie wollten.

Die Schuhe des Bischofs fehlten und einer der Mörder verließ den Tatort mit anderen Schuhen, als er beim Eintritt trug. Einer der Männer hat also offenbar den Tatort mit den Schuhen des Bischofs verlassen, obwohl er vorher ganz einfache Arbeiterschuhe trug. Es liegt nahe, dass die Mörder arm sind. Wir wissen auch, dass der Bischof keine Wertgegenstände besaß, was uns in Verbindung mit der Tatsache, dass das Nebenzimmer nicht mal durchsucht wurde, zu der Schlussfolgerung bringt, dass die Mörder nach etwas Bestimmten gesucht haben. Es war also kein Raub, obwohl die Täter arme Schlucker waren. Daraus ergibt sich, dass sie im Auftrag einer anderen Person handelten.

Holmes konfrontiert den Reverend mit seinen Schlussfolgerungen, doch dieser will den Tresor dennoch nicht öffnen. Holmes gibt nach: Watson soll den Reverend zur Polizeistation bringen und dort Inspektor Baynes mitbringen. In der Zeit will Holmes ein wenig weiterermitteln. Da wir jetzt ja keinen paranoiden Geistlichen im Genick haben, benutzen wir die Nadel mit dem abgeschlossenen Nebenraum, um das Schloss zu knacken.

Dieses kleine Puzzle ist ganz einfach: Oben ist ein Schloss abgebildet und eine weiß eingezeichnete Linie zeigt uns an, wie der Dietrich aussehen müsste, um dieses Schloss zu knacken. Wir müssen nun die einzelnen Segmente unseres Dietrichs so rotieren, dass wir die oben abgebildete Form nachbauen.

Haben wir das erledigt, bestätigen wir und Holmes öffnet das Schloss. Auf dem Teppich ist ein frischer Tintenfleck, doch auf dem Boden unter dem Teppich ist keine Tinte, obwohl sie komplett durchgesickert ist. Wenn wir die andere Hälfte des Teppichs hochklappen, finden wir dort einen Tintenfleck. Auf dem Tisch steht außerdem ein kürzlich umgeworfenes Tintenfass. Offenbar hat jemand diesen Teppich erst kürzlich bewegt.

Hinter dem Tisch ist unter einer kleinen Decke eine Statue versteckt: ein Springer, wie beim Schachspiel, nur größer. Unter der Statue ist eine Nachricht:

„... Mangelt es dir an Vorstellungskraft? Du bist doch ein leidenschaftlicher Schachspieler: Das letzte Feld, das der stolze Ritter erobert, nachdem er alle anderen Felder hinter sich gelassen hat, ist das richtige.

Ich liebe dich.“

Nicht die Art Nachricht, die man in den Gemächern eines Bischofs erwarten würde. Was sollen wir mit dieser Information anfangen? Wenn wir den Teppich in der Mitte des Raumes ganz zur Seite rücken, entdecken wir einige Bodenplatten, die besonders hervorgehoben sind und ein Schachmuster zeigen. Wenn wir es benutzen, kommen wir zu einem weiteren Puzzle.

Es handelt sich um ein klassisches Springerproblem, auch Rösselsprung genannt. Auf dem 5x5 Felder großen Brett müssen wir mit dem Springer, so wie er beim Schach zieht, jedes Feld genau einmal erreichen. Ein Springer zieht immer ein Feld diagonal und danach eines horizontal in einem Zug. Ein Diagramm, in welcher Reihenfolge man ziehen muss, findet ihr hier.

Wenn der Springer auf seiner letzten Position angelangt ist, nehmen wir Sherlocks Taschenmesser zur Hand und hebeln damit die Bodenplatte heraus. Wir gelangen an einige verstecke Briefe des Reverends, in denen von einer geheimen und illegitimen Familie die Rede ist. Watson und der Reverend kehren auch sogleich zurück, allerdings ohne Baynes.

Holmes nutzt allerdings die Gelegenheit, den Reverend auf die Briefe anzusprechen und bittet abermals darum, dass der Tresor geöffnet wird. Der Priester lehnt ab, also erpressen wir ihn kurzerhand mit den Briefen. Er teilt uns mit, dass wir Steckteile brauchen, die in der Gegend verstreut sind.

Direkt rechts neben dem Tresor liegen einige Pins zwischen den Papieren im Regal. Am Fußende des Bettes des Bischofs steckt ein weiterer Pin. Zwei liegen auf dem Tisch im Nebenzimmer und der letzte steckt in der großen Topfpflanze.

Der Reverend teilt uns auf Nachfrage mit, dass der Neffe des Bischofs gestern zu Besuch war und es eine hitzige Diskussion gab. Normalerweise verstanden sich der Bischof und der Neffe, der königlicher Archivar ist, recht gut, doch nach dem gestrigen Gespräch war der Neffe sehr aufgebracht.

Mit den Steckern können wir den Tresor öffnen, allerdings steht uns wieder ein Schachproblem im Weg. Diesmal ist es ein klassisches Damenproblem: Unsere Damen (die Pins) sollen so auf dem Brett platziert werden, dass sie sich alle nicht gegenseitig schlagen könnten bzw. so, dass eine nicht im Weg der anderen steht. Platzieren wir einen Stecker falsch, wird wieder einer entfernt. Damen können beim Schach beliebig weit diagonal und horizontal ziehen.

Hier ein Diagramm, wie wir die Stecker anordnen müssen:

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Dann drehen wir die untere Kurbel und schon ist der Tresor offen. Das wird dem Reverend dann doch zu bunt, er stürmt los, die Polizei zu holen. Sherlock sagt Watson, er müsse den Priester dringend aufhalten. Das gelingt dem Doktor nicht, also schlägt Holmes vor, das Weite zu suchen. Er versichert Watson (und uns) noch, dass in dem Tresor tatsächlich nichts von Wert war. Wir müssen ihm wohl ungesehen glauben.

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