Matthias GrimmWollte ich mich kurz fassen, könnte ich es machen wie eine erfolgreiche TV-Zeitschrift und schreiben: „Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten könnte euch gefallen, wenn ihr auch The Whispered World und The Longest Journey mochtet.“ Ersteres ist die unumstrittene Referenz im Adventure-Genre, Letzteres wurde unlängst von den Lesern des Adventure-Treff zum „Adventure des Jahrzehnts“ gewählt. Keine schlechte Gesellschaft also, in der sich das neue Spiel von Daedalic da befindet.
Das Schwarze Auge durch und durch: Satinavs Ketten beginnt als naives Märchen und endet als düsteres Fantasy-Epos.FazitDer arme Geron hat ein schweres Los gezogen: Unglücksrabe und Pechvogel – so gebrandmarkt, begegnen ihm seine Mitbürger in der beschaulichen Stadt Andergast mit Argwohn, seit ihm vor vielen Jahren ein Seher auf dem Scheiterhaufen geweissagt hat, Not und Verderben über das Land zu bringen.
Als eine Krähenplage Andergast heimsucht und seinen Bewohnern Albträume von Tod und Zerstörung bringt, sieht der junge Vogelfänger seine Chance gekommen zu beweisen, dass er nicht der Unglücksbringer ist, für den ihn alle halten. Doch wie er bald herausfindet, sind die Krähen lediglich Vorboten eines viel größeren Unheils, das das ganze Land bedroht…
Und so begibt er sich auf eine beschwerliche Reise, zu fernen Städten und hohen Gipfeln, tief ins feindliche Gebiet der Orks, bis über die Grenzen der hiesigen Realität hinaus ins Land der Feen und sogar ins Reich der Träume selbst.
Doch Moment – ein tollpatschiger Held wider Willen, dem die Zerstörung der Welt prophezeit wurde? Kennen wir das nicht von irgendwoher? Gerade zu Beginn zeichnet „Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten“ deutliche Parallelen zum Daedalic-Hit „The Whispered World“. Nicht nur, was seine Geschichte angeht, sondern auch, ganz wörtlich, bei seinen Bildern. Beim Anblick der Zeichnungen von herbstlichen Bäumen und schummrigen Höhlen beschleicht den Adventure-Kenner mehr als ein Mal ein Déjà Vu.
Die malerische Grafik im Artwork-Stil beschert traumhaft schöne Panoramen.Und das obwohl „Satinavs Ketten“ einen völlig anderen Stil verfolgt, als es Daedalic bei seinen bisherigen Spielen tat. Die Hintergründe sind mit schroffem Pinselstrich gezogen, orientieren sich in der Darstellung an den Artworks und Coverdesigns der „Das schwarze Auge“-Pen-and-Paper-Spiele - und entrücken die fantastische Welt dadurch auf eine Weise der Realität, in der sie wie mit Magie benetzt scheinen.
Ein Blick auf einen beliebigen Screenshot auf diesen Seiten dürfte Bände sprechen: das atemberaubende Panorama über die schneebedeckten, gezackten Gipfel des Thaschgebirges, die majestätische Orkstatue bei den Blutzinnen oder die fast schon surreale Gestaltung der Zauberharfe -die Grafik von „Satinavs Ketten“ zu betrachten, ist wie das Blättern durch ein schön gestaltetes Artwork-Buch und versetzt immer wieder in verträumtes Staunen.
Auch bei den Animationen geht Daedalic neue Wege: Die einzelnen Bewegungsstufen sind nun nicht mehr einzeln von Hand gezeichnet. Stattdessen werden dreidimensionale Charaktermodelle verwendet, die zwar immer noch wie gemalt aussehen, sich aber endlich flüssig und nicht mehr stroboskophaft flackernd wie ehedem bewegen. Allerdings auch mit der Nebenwirkung, dass manche Figuren nicht ganz perfekt mit den Hintergründen verschmelzen wollen und wie aufgeklebt wirken.
Ein Rabe als Begleiter: Das erinnert an den Klassiker The Longest Journey.Zudem leidet die Performance unter dem verstärkten Einsatz von Animationen wie prasselndem Regen und schäumenden Wellen, sodass es bisweilen zu starken Rucklern oder gar kurzen Aussetzern kommt – sogar auf unserem Spiele-PC, auf dem Crysis in höchsten Einstellungen flüssig läuft. Ein unverzeihliches Manko ist dies aber nicht.
von Deep Silver, Daedalic Entertainment
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Nein, ist nicht bei allen Spielen so. Anno 2070 wars genau gleich wie hier. Warum, weiss ich nicht, vielleicht kostet das etwas extra?
Aber normal ist es wenigstens in der Datenbank zu finden unter kommende Titel oder ähnliches, aber selbst da erscheint es nicht....
Da man es über Steam nicht aktivieren
Da man es über Steam nicht aktivieren kann, ja es ist nicht mal in Steam auffindbar bzw steht es nicht unter kommende Titel.
Man kann also sagen für Steam existiert das Spiel gar nicht -.-
so sitzt man vor dem gekauften Spiel und kann nichts damit anfangen....
Ab 19:00 kannst es spielen. Wie bei allen Steam-Games. War schon immer so. Ausgenommen einige Blockbuster wie Skyrim.
Naja, aber ich rede hier von Daedalic-Spielen wie Whispered World, die eine 6/10 erhalten. Kann doch nicht sein.
Da man es über Steam nicht aktivieren kann, ja es ist nicht mal in Steam auffindbar bzw steht es nicht unter kommende Titel.
Man kann also sagen für Steam existiert das Spiel gar nicht -.-
so sitzt man vor dem gekauften Spiel und kann nichts damit anfangen....
Dann jammern sie dann aber plötzlich wieder, dass es keine Adventures mehr gibt ausserhalb von Deutschland und laufen jauchzend Double Fine hinterher.
Soll mal einer verstehen...
Ich kann natürlich nichts zur Qualität des Spiels als solches sagen ... aber es ist doch meist so, dass Spiele aus Deutschland, in Deutschland deutlich höher bewertet werden.
Risen 2 ist so ein Beispiel für ein - meiner Meinung nach - hierzulande überbewertetes Spiel. Metascore ist aber 69, was ich ganz persönlich ziemlich passend finde.
Ich weiß aber nicht, was für Point&Click so der momentane Genrestandard ist bzw. ob es überhaupt einen gibt. Vielleicht ist das ja auch immer der gleiche Tester, der alles abwertet, was nicht Monkey Island 3 ist ... ^^
Dann jammern sie dann aber plötzlich wieder, dass es keine Adventures mehr gibt ausserhalb von Deutschland und laufen jauchzend Double Fine hinterher.
Soll mal einer verstehen...
Ich freue mich sehr auf das Spiel. Habe zwar ewig keine Adventures mehr gespielt, werd das jetzt aber hiermit mal wieder nachholen.
Performance-Probleme bei diesem Titel? Darf ich fragen, welcher Rechner bzw. welches Setup das aufzeigte?
Das Fazit hat mich aber grad wieder auf Zork gebracht... Zork: GA wollt ich schon lange mal wieder spielen... GoG sei Dank hab ich ja das auch digital mittlerweile.
("Das Ding bläst dir die Stirnhöhlen sauber!")