Für das Adventure Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten haben sich Entwickler Daedalic und Publisher Deep Silver für eine Steam-Integration entschieden, worüber nun einige Spieler ihren Unmut äußern. Dass Steam für das weitere Überleben des deutschen Entwicklers sehr wichtig ist, erklärt Geschäftsführer Carsten Fichtelmann in einem Community-Forum.

Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten - Daedalic verteidigt Steam-Integration und ruft zur Unterstützung auf

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Wer Satinavs Ketten kauft, benötigt zum Spielen in jedem Fall ein Steam-Konto
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Da in vielen ausländischen Märkten, insbesondere in den USA, der Handel mit Box-Versionen von PC-Spielen in den letzten Jahren stark zurückgegangen und teilweise kaum mehr existent ist, sind Verkäufe über digitale Plattformen zur Pflicht geworden. Vor allem, wenn ein Produkt international erscheinen soll, wie es bei Satinavs Ketten der Fall sein wird.

„Kein Land, kein Kontinent und kein Handelspartner ist in der Lage, weltweit Kunden zu erreichen und so effektiv im Kern wirklich gute Spiele an interessierte Kunden zu verkaufen. Und keiner behandelt einen so fair, sofern man denn überhaupt Partner von Steam ist und sie ein Spiel selbst unterstützen", schreibt Fichtelmann über Steam. Alle übrigen Online-Händler zusammen würden gerade einmal auf 10 bis 20 Prozent der Verkäufe im Vergleich zu Valves Plattform kommen.

Dank des Erfolgs von Koch Media/Deep Silver mit Dead Island, hat es der Publisher mittlerweile leichter, Produkte auf Steam zu bekommen und damit besser vermarkten zu können, weshalb letztendlich die Entscheidung fiel, Steamworks zu integrieren.

Denn Valve nimmt längst nicht jedes Spiel auf, wie sich am Beispiel von A New Beginning und Edna bricht aus gezeigt hat, welches nach dreimaliger Vorstellung abgelehnt wurde. Die Zielgruppe auf der Plattform wären an diesen Titeln nicht interessiert, begründete Valve.

Mit Deponia wagt Daedalic nun den nächsten Versuch und wird es Valve in den kommenden Wochen auf der GDC final vorstellen. Geht der Plan auf, will man zukünftig digital weltweit auf Veröffentlichungen über Steam und andere Partner setzen. Und in zwei bis drei Ländern werde man eine Box-Version ohne DRM anbieten.

"Die guten Verkäufe zum Start bei Deponia werden uns wenig bringen, wenn wir den Titel nicht international ausrollen können. Dann schreiben wir am Ende eine schwarze Null und bleiben weiter abhängig von Umständen, die hohes Frustrationspotential haben", so Fichtelmann weiter. Keiner der großen deutschen Publisher wollte Deponia haben, weshalb Daedalic es mithilfe des Vertriebspartners Eurovideo schließlich selbst veröffentlicht hat. Herausgekommen ist der erfolgreichste Start einer neuen Adventuremarke in Deutschland in den letzten zehn Jahren.

"Nur wenn Steam einen unserer wirklich guten Titel mal ausprobiert und selbst ernst nimmt, dann können wir beweisen, dass es sehr viele Leute gibt, die unsere Spiele mögen." Deshalb weist Fichtelmann darauf hin, dass im Steam-Forum derzeit eine Petition gestartet wurde und es sehr hilfreiche wäre, wenn diese von möglichst vielen Spielern unterstützt wird.

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