"Die Abenteurer von Daedalic experimentieren mit neuen Strategien und können punkten." - Frank Fischer

Für Daedalic ist Das Schwarze Auge: Blackguards in seiner Umsetzung in mehrfacher Hinsicht ein Kompromiss. Während man sich mit Abenteuerspielen auskennt und spannende Geschichten gut vertont und hübsch gezeichnet erzählen kann, hat man bei der Umsetzung des Rollenspielsystems hier und da einige Ecken und Kanten hinterlassen. Auch der Strategieanteil ist nicht immer ganz schlüssig und wo es der gegnerischen KI an Klasse fehlt, versuchen es die Entwickler bisweilen mit Masse.

Doch trotz dieser Schwachstellen macht das Spiel unverschämt viel Spaß und entfaltet schon nach kurzer Zeit den bekannten “No-More-Turns-Suchteffekt”, wie man ihn von guten, rundenbasierten Strategiespielen her kennt. Die wundervolle Verknüpfung der strategischen Karten mit der Story, ihren genialen Charakteren und den unerwarteten Wendungen trägt ihr Übriges dazu bei.

Dass man nicht selber durch eine offene Welt reisen und dort kämpfen oder einkehren darf, wo man möchte und nicht jede Karte im ersten Anlauf meistern kann, wird eher die Liga der Skyrim-Spieler stören als Freunde gepflegter Rundenstrategie. Letztere dürfen bei Daedalics cleverem DSA-Schachzug mit 180 Karten und entsprechend vielen Stunden  Knobelspaß rechnen - garniert mit ein paar wundervoll erzählten Geschichten.

Das Schwarze Auge: Blackguards ist für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

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Pro

  • Authentische Interpretation der DSA-Vorlage
  • Mit über 180 Karten ein umfangreicher Brocken für Rundenstrategen
  • Überzeugende Sprecher
  • Abwechslungsreiche Persönlichkeiten und ein humorvoller Quotenzwerg
  • Tolle Story

Contra

  • Schwierigkeitsgrad bisweilen sprunghaft
  • Soundkulisse dürftig
  • Klassenstärken nicht ganz ausbalanciert
  • Ein paar Ecken und Kanten im RPG-System
  • Gegnerische KI ausbaufähig

Grafik

Wer den Stil von Daedalics Abenteuerspielen mag, wird auch die Optik in Blackguards lieben, das technisch zwar nicht auf dem neusten Stand ist, dafür in künstlerischer Hinsicht durchaus zu überzeugen vermag.

Sound

Und wieder mal gelingt Daedalic, woran so viele Studios scheitern: Sprecher zu organisieren, die virtuellen Charakteren wirklich Leben einhauchen. Was eventuelle Umgebungsgeräusche betrifft, so ist man allerdings wieder mal äußerst geizig.

Gameplay

Es liegt im Auge des Betrachters, ob man die reduzierte Reise nun als Kritikpunkt sehen möchte oder nicht. Strategen werden durchaus einen Vorteil darin erkennen, nicht mit Nebensächlichkeiten wie exzessiver Latscherei oder dem Herumstöbern in fremder Leute Häusern belästigt zu werden. Wer Blackguards kauft, muss wissen: Das Gameplay reduziert sich auf Strategieteil und Story-Cutscenes.