Hat euch die Reise bis hierhin bereits viel Blut und Schweiß gekostet, dann werdet ihr hier fassungslos verenden. Der optionale Bosskampf in Shulva gehört zu den fiesesten Auseinandersetzungen, denen ihr euch bis jetzt gegenüber gesehen habt: Wieder einmal geht es in den Kampf gegen drei Bosse. Diese drei werden ihrer Bezeichnung jedoch nicht ganz gerecht, sind sie doch viel mehr extrem gut ausgerüstete menschliche Widersacher. Geistig dürft ihr euch also auf einen beinharten PvP-Kampf gegen gleich drei Gegner auf einmal einstellen. Schöne Aussichten.

Phantom beschwören: Ruinierter Aflis, Habgieriger Andrei

Selten waren ein paar helfende Hände so sinnvoll wie bei dieser Auseinandersetzung. Vor dem Nebeltor begrüßen euch in menschlicher Form zwei Seelenzeichen, der Magier Aflis und Nahkämpfer Andrej. Wenn nicht gerade menschliche Vertreter bereitstehen, dann sichert euch auf jeden Fall die Unterstützung der beiden zu. Sie unterstützen euch mit Schwert und Schild und, viel wichtiger, lenken die Aufmerksamkeit des Trios von euch ab – der vielleicht größte Bonus ihrer Existenz.

Der Kampf gegen die Betrübte Grabräuberin, den Alten Soldat Varg und den Alten Erkunder Cerah

Um das noch einmal vorab klarzustellen: Jeder der drei Krieger besitzt eine eigene Lebensleiste, eine charakteristische Ausrüstung und individuelle Angriffspatterns, mit denen ihr rechnen müsst. Anstatt sich wie im Kampf gegen die Ruinenwächter auf ein Moveset einzustellen, müsst ihr euch also gegen jeden Kämpfer anders behaupten.

Dark Souls 2 - Lost Crowns - DLC-Trailer12 weitere Videos

Die betrübte Grabräuberin ist der aggressivste Kämpfer des Trios und wirft sich euch in einem Wirbel aus zwei Klingen entgegen. Mit ihrer mittleren Panzerung steckt sie eine gesunde Anzahl an Treffern weg, ist allerdings nichts, was man nicht auch mit etwas Geduld schaffen könnte. Das fehlende Schild gewährt euch einen klaren Vorteil, solltet ihr erst einmal den Erstschlag gelandet haben, unternehmt deshalb keine großen Experimente und versucht einfach den ersten Treffer zu landen.

Varg ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Der alte Soldat trägt das vollständige Havel-Set, inklusive des breiten Schildes und des gigantischen Drachenzahns. Seine perfekte Abwehr gewährt ihm eine absonderliche Resistenz gegen all eure Attacken, es ist viel Ausdauer gefragt, bis ihr diesen großen Kämpfer niedergerungen habt. Der Schlüssel zum Sieg liegt in eurer überlegenen Beweglichkeit, mit wagemutigen Ausweichrollen müsst ihr durch seine harten Angriffe hindurch versuchen in seinen Rücken zu gelangen und anschließend einen kritischen Treffer zu gelangen. Das Ganze dann ungefähr ein Dutzend Mal. Na wunderbar.

Cerah komplettiert das Aufgebot und erweitert die Kämpferriege um einen zielsicheren Bogenschützen. Allerdings keiner von der normalen Art, nein. Stattdessen hantiert der schmale Geselle mit einem waschechten Drachentöter-Bogen und feuert Bolzen von der Größe einer Balliste ab, die euch beim Kontakt die Luft rauben und zurückwerfen. Keine so schöne Angelegenheit, wenn die beiden Nahkämpfer gerade in der Nähe sind. Anders als man denken könnte, weiß der alte Erkunder sich aber auch vortrefflich im Nahkampf zu verteidigen. Mit einem Degen kontert er blitzschnell alle Angriffsversuche und lässt euch so kaum zum Zug kommen. Seine schwachbrüstige Bekleidung macht ihn aber im Vergleich trotzdem zum besten Angriffsziel.

Der Schlüssel zum Sieg liegt bei diesem Kampf in der Form der Arena. Das Höhlengewölbe erstreckt sich über zwei Ebenen, einm verschnörkelten oberen Teil, auf welchem der Großteil der Kampfhandlungen stattfinden wird und einem gefluteten Untergeschoss, in welchem euch überdies noch einige grimmige Steinskulpturen erwarten. Indem ihr hier stets eure Positionen wechselt, könnt ihr die drei Akteure wie bei einem Katz-und-Maus-Spiel voneinander trennen und euch wertvolle Sekunden für ein Duell Mann gegen Mann erkämpfen.

Euer erstes Ziel sollte Bogenschütze Cerah darstellen, da dieser sich sowieso etwas abseits seiner Kollegen aufstellt, während die Grabräuberin und Varg stehts im Doppelpack unterwegs sind. Die Taktik ist recht simpel: Lockt die Nahkämpfer zu euch, lasst euch dann in die Grube unter euch fallen und wartet ab, bis die zwei euch auf die untere Ebene folgen. Nun stürmt ihr schnell hinauf und gebt dem Fernkämpfer aus dem Lauf einen Treffer mit. Wichtig ist, wirklich nicht mehr als einen Hieb zu setzen, da Cerah blitzschnell seinen Degen parat hat und euch eurerseits attackieren werden wird.

Noch leichter fällt euch der Einstieg natürlich mit Unterstützung. Die helfenden Phantome brechen ihrerseits die Ränge auf und geben euch viel mehr Raum und Zeit, um euch eurem Wunschgegner zu nähern. Spielt in einem solchen Fall euren Trumpf aus und nähert euch einem im Zweikampf befindlichen Ritter von hinten, um mit einem Backstab verheerenden Schaden auszurichten (die Ausnahme ist Varg, bei ihm macht ihr damit annehmbaren Schaden...).

Allgemein gilt: Habt ihr Unterstützung parat, widmet euch möglichst dem Stärksten des Trios, Havelverschnitt Varg, und bringt euren spielerischen Vorteil so lange zur Geltung wie ihr ihn noch habt. Allein nehmt ihr zu allererst Cerah mit der oben beschriebenen Taktik aus dem Spiel, um die Hand für die beiden Nahkämpfer frei zu haben.

Die zu erledigen ist nämlich alles andere als einfach. Da die beiden stets eng an eng unterwegs sind, bekommt ihr kaum die Möglichkeit anzugreifen, ohne gleich wahlweise Keule oder Schwertpaar des jeweils Unbeteiligten im Nacken zu spüren. Hier ist deshalb noch genauere und geduldigere Planung gefragt. Zieht die zwei an einen der Abgründe und lasst euch herunterfallen, bevor sie euch zu fassen bekommen. Die Grabräuberin ist allgemein etwas schneller auf den Beinen und mit etwas Glück könnt ihr hier unten einen Treffer landen, ohne das der Alte Soldat schon gleich zur Stelle ist. Einen besseren Tipp haben wir auch nicht auf Lager, bleibt einfach geduldig und lasst euch zu keinen unnötigen Angriffsversuchen verleiten; dieser Bosskampf ist alles andere als verzeihlich.

Habt ihr Willensstärke und ein schnelles Paar Hände bewiesen, bleibt nur noch der dick gepanzerte Soldat übrig. Jetzt wird es noch einmal richtig brenzlig: Lasst bloß nicht die Konzentration fahren, denn euch wird perfektes Ausweichtiming abverlangt werden, um in den Rücken des rüstigen Ritters zu gelangen. Ja nach Waffenwahl sind nun noch einmal fünf bis zehn (!) Backstabs nötig, um den Kampf für euch zu entscheiden. Hals- und Beinbruch.

Belohnung

Lasst der aufwallenden Erleichterung freien Lauf und regt euch erst einmal auf gebührende Art und Weise ab, solltet ihr das Gefecht tatsächlich überstanden haben. Die Belohnung kann sich sehen lassen (alles andere wäre aber auch unverzeihlich gewesen): 66.000 Seelen, dazu dreimal Glitzerndes Titanit, drei Verst. Drachenknochen und eine Titanitscholle.

Hinter dem Gebiet findet ihr noch einmal Schwarzkrautbalsam und den Blumenrock, durch ein kleines Steinfenster fallt ihr in einen tiefergelegenen Teil des Heiligtums hinab. Nach einer kurzen Orientierungsphase erkennt ihr dieses Gebiet als den versteckten Abschnitt der Aufzugfahrt unter dem Gemach der Prinzessin wieder und bergt noch die Hexerei Dunkles Großschwert aus der Eisentruhe.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: