Wie sollte es anders sein, er ist natürlich euer letzter Gegner. Fast hätten wir den majestätischen Drachen vergessen, der unseren Weg durch Shulva ein ums andere Mal gekreuzt hat. Um die verlorene Krone Vendricks in unseren Händen zu halten, gilt es nur noch dieses letzte Bollwerk zu bezwingen, diesen einen Drachen zu erschlagen.

Ein Drache, das heißt nach wie vor Feuer, daran hat sich seit dem Uralten Drachen und dem Wächterdrachen hinter Aldias Festung nichts geändert. Nebst Attacken, die eine möglichst feuerfeste Bekleidung voraussetzen, hebt sich Sinh allerdings in einem Punkt von seinen Artgenossen ab – sein verdorbener Atem ist mit Gift durchsetzt. Das ist zwar nicht so beißend und gefährlich wie einige andere Toxine, trotzdem solltet ihr im Hinterkopf behalten, das die flammenden Attacken außer Ruß noch deutlich handfestere Rückstände aufweisen werden. Mit einem Giftigen Moos in der Schnellauswahl könnt ihr in jedem Fall nichts falsch machen.

Phantom beschwören: Transzendenter Eddie, Äbtissin Feeva

Euch erwartet einer der fordernsten, allerdings auch einer der mitreißendsten Kämpfe eurer Souls-Laufbahn. Sinh wird sein Leben teuer verkaufen, ihr solltet deshalb alle Hilfe annehmen, die ihr erhalten könnt. Glücklicherweise stehen euch für den letzten Bosskampf des DLC zwei äußerst fähige Phantome zur Seite – wenn ihr denn wollt. Der Transzendente Eddie schwingt ein machtvolles Langschwert und ist eine enorme Bereicherung für den folgenden Kampf, die Äbtissin Feeva hat zwei ein breites magisches Repertoire auf Lager, welches es jedoch kaum vermag, durch die Schuppen der Riesenechse zu dringen. Zumindest ihre Heilzauber sind aber eine Beschwörung wert.

Dark Souls 2 - Lost Crowns - DLC-Trailer12 weitere Videos

Der Kampf gegen Sinh, den ruhenden Drachen

Hinter dem finalen Nebeltor tut sich ein breites Höhlengewölbe, durchzogen von riesigen Stalagmiten und Stalagtiten, auf. Hier hat sich der große Drache nach seiner Reise zur Ruhe gebettet und wird auf den ersten Metern noch nicht eure Witterung aufnehmen.

Lauft stoisch auf die quadratische Ritualplatte, die in den Boden der weiten Höhle eingelassen ist, zu und wartet ab, bis der Drache sich nach einem feurigen Empfang auf diese hinweg setzen wird. Von der Seite könnt ihr euch mit ein paar wenigen Schritten nähern und die erste Schlagabfolge auf den gestählten Körper herabprasseln lassen.

Zu diesem Zeitpunkt müsst ihr euch für eine allgemeine Kampfagenda entscheiden: Am erfolgreichsten ist das Konzept der gnadenlosen Verfolgung, ihr solltet nach bestem Ermessen versuchen, stets in der Nähe des Drachen zu bleiben. Viele der heftigen Manöver entfesselt der ruhende Drache nur, wenn ihr zu viel Abstand wahrt, drängt ihr euch aber stattdessen dem Schuppenvieh kontinuierlich auf, bleiben seine Bewegungen recht limitiert und vorhersehbar – perfekt für uns.

Allzu viele Überraschungen erwarten euch nicht mir dem Nahkampf mit der Bestie: Wie fast jeder Vierbeiner im Spiel wird auch der Drache vornehmlich versuchen, euch mit einem schnellen Wisch seiner Vorderpranken loszuwerden, dem könnt ihr leicht entgehen, indem ihr die majestätische Kreatur umlauft und Angriffe nur von der Seite oder dem Rücken aus wagt. Auch der obligatorische wuchtige Bodyslam nach vorne ist Teil des Bewegungsrepertoires, dem ihr euch ausgesetzt sehen müsst.

Mehr körpereigene Angriffe wird Sinh nicht auf euch ansetzen, einen Großteil seiner Attacken besteht aus Feuerstößen in unterschiedlicher Ausführung. Da wäre beispielsweise ein Feuerschwall nach vorne, den ihr so bereits sehr gut vom Uralten Drachen kennen sollet. Die Flammenwoge bewegt sich von der linken Schulter des Drachens bis auf die rechte Seite seiner Flanke und besitzt eine enorme Reichweite, hier lässt sich der angesprochene Vorteil eurer Kampfagenda auspielen. Steht ihr nah am Drachen, reicht es mit einer Hechtrolle unter seinem Hals unterzutauchen und ihr habt sogar noch wertvolle Sekunden, um eine Hiebe auf seinen ungeschützten Körper oder Hals anzubringen.

Störende Nahkämpfer versucht sich der Drache mit einem anderen Manöver vom Hals zu schaffen: Er erhebt sich auf seine Hinterbeine und speit feurigen Tod auf den Platz unter sich – bewegt euch schnell hinter seinen Körper und nutzt die kostbare Zeit, um auf den Schweif des Ungetüms einzuhacken. Nach einigen Versuchen sollte diese Attacke eure liebste werden, ist sie doch verächtlich leicht auszuweichen und bietet euch trotzdem Raum für den Gegenschlag.

Nicht zu verachten hingegen ist eine überraschende Reaktion des Drachens auf lästige Angreifer, die zu lange in seinem Rücken verweilen. Plötzlich dreht sich der Drache nach hinten um und speit euch Feuer entgegen. Ohne ein sehr schnelles Reaktionsvermögen könnt ihr dieser Attacke nur schwerlich entkommen, haltet also im Falle eines Falles euer Schild bereit.

Gefährlich wird es vor allem dann, wenn die Flugechse sich in die Lüfte erhebt. Hier ist sie der unangefochtene Meister des Terrains und spielt diesen Vorteil gerne gegen euch aus. Die Taktik bleibt trotz allem die Gleiche: Auch wenn es ein komisches Gefühl ist, solltet ihr stets dem Drachen folgen und auf ihn zu rennen; so minimiert ihr seine Angriffsfläche.

Aus der Luft lässt Sinh vornehmlich die gleichen komprimierten Feuerkugeln regnen, die wir schon beim Wächterdrachen fürchten gelernt haben. Unterschätzt deren Explosionsradius nicht und bringt euch so schnell wie möglich in Sicherheit. Abseits davon versucht der ruhende Drache gerne, euch mit riskanten Sturzangriffe vom Boden zu pflücken, sofern ihr aber ein starker Sprinter seid, kann auch nichts weiter passieren.

Anmerkung: Für Interessierte: Ja, es ist möglich, Sinh seinen Schweif abzuschlagen. Leider gibt es dafür keinerlei Gegenleistung von Seiten des Spiels, wer also eine ähnlich starke Belohnung wie das Obsidian Großschwert aus dem Schwanz von Kalameet erwartet, den müssen wir leider enttäuschen.

Belohnung

Drachen sind eine Marke für sich, ihr dürft deshalb mit einer üppigen Belohnung rechnen: Neben großartigen 96.000 Seelen wandert auch die Seele des schlafenden Drachen Sinh in euren Besitz. Vom Boden der Höhlenstruktur lässt sich noch Yorghs Ring aufklauben, bevor ihr feierlich die Krone des Versukenen Königs den Überresten des ruhenden Drachens entnehmt. Die Queste ist vorerst erfüllt, doch die Insignien des alten Eisenkönigs warten bereits auf einen neuen Besitzer...

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: