In Dark Souls habt ihr nur einen zuverlässigen Begleiter – den Tod. Den werdet ihr schon sehr bald erfahren, immer und immer wieder. Sterben und Niedergang sind jedoch weit über die Spielmechanik hinaus in der Reihe verankert – ihr spielt nämlich gar keinen strahlenden Helden, sondern seid in Wahrheit genauso untot wie die meisten eurer Widersacher. Ganz genau, die abstoßenden Hüllen-Soldaten sind euer Kollegium, eure netten Nachbar und freundlichen Helfer. Oder so ähnlich.

Dark Souls 2 - Komplett gelöst: Hauptquest-Walkthrough, alle Bosskämpfe, FAQs, Fundorte, NPCs, Tipps, Tricks und weitere Hilfestellungen

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So könntet ihr auch bald aussehen.
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So ist eure Reise durch die Spielwelt auch eine Suche nach euch selbst, genauer gesagt nach eurer Menschlichkeit. Da ihr mit fortlaufender Spieldauer einer geistlosen Hülle immer ähnlicher werdet – eure Haare fallen aus, euer Gesicht bekommt einen ungesund grünen Teint – seid ihr stets auf der Suche nach den seltenen Menschenbildern. Diese machen die schrecklichen Auswirkungen des Fluches nämlich rückgängig. Zumindest so lange, bis ihr wieder einmal das Zeitliche gesegnet habt.

Ein einsamer Held?

Serienveteranen werden sich in Dark Souls bereits mit ihrem untoten Dasein arrangiert haben. Denn einen entscheidenden Vorteil lieferte das Ganze – ihr konntet nur von anderen Spielern invaded, also überfallen werden, solange ihr auch in lebendiger Form durch die Lande gestriffen seid, als Hülle wart ihr vor den unbeliebten Invasoren sicher.

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Damit ist in DS2 jetzt Schluss! Ob ihr wollt oder nicht, in jeder Form, zu jeder Zeit können sich fremde Angreifer in eure Welt einschleichen. Ihr könnt euch vorstellen, dass ein solcher Überfall kurz nach einem Bosskampf mit zigtausenden Seelen im Gepäck gelinde gesagt nervenaufreibend sein kann.

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Mit etwas Glück greifen euch ein paar Mitstreiter beim Kampf gegen den Invasoren unter die Arme.
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Doch zumindest seid ihr nicht allein. Werdet ihr Opfer einer Invasion, könnt ihr nun mit dem Weißen Symbol-Speckstein, den ihr schon früh im Spiel erhaltet, einen Hilferuf aussenden, dem andere Mitspieler folgen können. Dann heißt es warten und hoffen, dass eine helfende Hand reagiert und euch bei eurem Kampf unterstützt. Solltet ihr den Eid der blauen Wächter ablegen, könnt ihr sogar automatisch auf Hilfe aus den eigenen Reihen hoffen. Nächstenliebe in Reinform.

Sterben war noch nie schlimmer

Der Tod bringt aber noch eine dunklere, viel zerstörerische Seite mit sich. Bei jedem virtuellen Ableben wird eure Lebensleiste um wenige Millimeter schrumpfen. Das klingt vielleicht erst einmal nicht so verheerend, doch werdet euch einmal der Auswirkungen bewusst. „Ihr dachtet, der Endboss sei schon unfair, wenn ihr mit ganzer Kraft gegen ihn antretet? Versucht es doch einfach nochmal mit der Hälfte eurer maximalen Energie!“

Klingt das schon ein wenig übler? Ja? Und das ist es auch. Ihr werdet euch, das Spiel und den Controller schon genug für ungeschickte Fehltritte und voreilige Aktionen läutern. Doch die Aussicht darauf, einen Kampf bei jedem neuen Versuch mit geschwundener Kraft erneut aufnehmen zu müssen, kann einem wirklich die Luft abschnüren. Deal with it.

Ein Hoch auf die Menschlichkeit!

Ganz so aussichtslos ist die Geschichte dann aber doch nicht. Zuallererst ist bei 50 Prozent Schluss. Habt ihr erst einmal die Hälfte eurer Lebensleiste eingebüßt, spielt sich das ganze Spiel deutlich befreiter, da ihr mehr ausprobieren könnt, ohne mit noch mehr Strafen zu rechnen. Schlimmer kann es schließlich nicht mehr werden.

Außerdem ist in menschlicher Form wieder alles beim Alten. Verzehrt ihr ein Menschenbild, könnt ihr wieder eure komplette Lebensleiste genießen und ein ganz neues Spielgefühl nach der bedrückenden Talfahrt erleben. Zumindest wenn ihr am Leben bleibt. Lest unsere Komplettlösung aufmerksam und euch entgeht keines der wichtigen, aber rar verteilten Items.

Tipp: Ihr könnt Menschenbilder halbwegs effektiv farmen. In der Unteren Lichtsteinbucht trefft ihr auf Wesen mit zackigen Auswüchsen, die ein wenig wie eine Kombination aus Spinne und Hüllensoldat anmuten. Diese lassen hin und wieder ein Menschenbild fallen, benötigt ihr also dringend Nachschub, solltet ihr es einmal hier versuchen.

Schließlich gibt es da noch den Ring des Bindens. Den findet ihr in einer Kiste vor der Blauen Kathedrale links von Heides Flammenturm – er ist also schon sehr früh im Spiel erreichbar. Dieser Ring wird die Auswirkungen des Fluchs bedeutend lindern, sodass ihr nicht mehr als ein Viertel eures Lebens einbüßen könnt. Und das sind doch mal gute Aussichten.

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