Strömender Regen prescht euch ins Gesicht, als ihr der prachtvolle Erscheinung namens „Spiegel-Ritter“ in einer zerfallenen Rundarena gegenübertretet. Als ein Blitz durch die Luft zuckt, spiegelt dieser sich in der unheimlich ausdruckslose Kampfmaske des versilberten Kriegers und taucht die Umgebung in ein blendendes Licht.

Der Bursche sollte euch bekannt vorkommen. Wer sich bereits vor Release des Spieles ausführlich Trailer und Spielszenen zu Gemüte geführt hat, wird sich auch gut an den Spiegel-Ritter erinnern, der eine Hommage an den Old Monk aus Demon's Souls darstellt, da er Bosskampf mit Multiplayer-Komponente verknüpft. Der königliche Ritter ist nämlich in der Lage, andere Mitspieler durch seinen gigantischen Spiegelschild herbeizurufen. Auweiah.

Phantom beschwören: Benhart aus Jugo

Solltet ihr im Königlichen Lager, welches sich vor euch bei der Ankunft in der Lichtsteinbucht Tseldora auftut, den Ritter mit dem glanzvollen Großschwert gerufen haben, wird euch in direkter Nähe der Nebelwand sein Rufsymbol empfangen. Lasst euch auf jeden Fall auf die Hilfestellung ein, zu zweit bestreitet sich der nachfolgende Kampf sehr viel einfacher.

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Der Kampf gegen den Spiegel-Ritter

Aber mal alles der Reihe nach. Der Kämpfer in der silbernen Rüstung ist ähnlich wie der Verfolger zu harten, wenn auch langsamen Schwerthieben in der Lage. Wenige Schläge mit seiner Klinge reichen aus, um euren Schildblock zu brechen, verlasst euch also lieber voll und ganz auf eure Reaktionsfähigkeit und Agilität, das Schild beiseite zu stecken und zweihändig in die Schlacht zu schreiten, ist hier gar keine so schlechte Idee.

Bevor wir uns den verschiedenen Manövern eures Kontrahenten widmen, sei euch ein ungemein wichtiger Hinweis mit auf den Weg gegeben: Das Spiegelschild bietet eurem Gegner eine perfekte, undurchdringbare Abwehr, ihr habt keine Chance, ihm mit Angriffen auf seinen Schildarm beizukommen. Dieser erschwerende Umstand beeinflusst eure ganze Kampftaktik. Da Angriffe auf die rechte Flanke des Ritters so ohne wenn und aber geblockt werden, solltet ihr euren Kontrahenten zu jeder Zeit in Linksrichtung umrunden und Seitwärtsrollen stets nach links vollführen, dort seid ihr in der Lage Hiebe anzubringen.

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Das riesige Spiegelschild ist nicht nur Schmuck - es lässt keinen eurer Angriffe durch.
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Nachdem das geklärt wäre, nun zum eigentlichen Kampfgeschehen: Begrüßen wird euch der Spiegel-Ritter gleich mit einem seiner stärksten Moves. Mit hoher Kraft stößt er sich vom Boden ab und springt mit erhobenem Schwert auf euch zu. Weicht einfach kurz vor dem Einschlag zur Seite aus und euch sollte nichts passieren, alternativ könnt ihr auch selbstlos nach vorne stürmen, sodass euer Gegner mit etwas Glück über euch hinweg hüpft.

Neben einem Stichangriff, unter dem ihr euch wunderbar wegducken könnt, hat der Krieger noch zwei längere Kombos auf Lager, die sich aber sehr ähneln. Entweder er holt zu einem kraftvollen Überkopfschwung aus, dem er sogleich einen horizontalen Hieb folgen lässt – bloß nicht vorher zurückschlagen – oder er führt zwei Seitwärtsschläge aus, an die er manchmal noch einen Trümmerangriff ranhängt. Gebt euch für den Anfang damit zufrieden, mit einer Rückwärtsrolle aus dem Gefahrenbereich zu entfliehen, mit etwas Übung sollte es euch sogar gelingen, den Angriffen aus nächster Nähe beizukommen.

Ehrfurcht solltet ihr bekommen, wenn der Recke sein Schwert in die Luft hebt und plötzlich Unmengen an Blitze in seine Klinge herniederfahren. Macht euch tunlichst aus dem Staub, da der Ritter kurz darauf mit seiner elektrisierten Klinge zu einem Rundumschlag ausholt, der euch einiges an Leben kosten könnte.

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Den verschiedenen Schwerthieben kann man recht einfach ausweichen.
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Habt ihr euch des Soldaten erfolgreich erwehrt und ihm gut ein Drittel seines Lebens geraubt, kommt schließlich die angekündigte Mehrspielerkomponente ins Spiel. Mit einem gewaltigen Schildschlag rammt der Spiegel-Ritter seinen Schild in den Boden und man kann im Spiegel plötzlich einen Menschen erkennen, der im Schild gefangen zu sein scheint und verzweifelt gegen die Barriere hämmert. Es folgen ein, zwei Risse im Glas und plötzlich stürmt der Gefangene mitten hinein in den Bosskampf und ficht im folgenden auf Gegnerseite mit, während der Spiegel-Ritter sich auch wieder in eure Richtung aufmacht. Gleichzeitig. Na wunderbar. Das Beste kommt dabei noch – spielt ihr den Titel im Onlinemodus, so gibt es eine gute Chance, dass der Gefangene ein echter Mitspieler ist, der sich euch mit menschlicher Raffinesse entgegenwirft. Seht ihr im nachfolgenden Abschnitt also gar kein Land, empfiehlt es sich, den Kampf ausnahmsweise einmal offline zu bestreiten.

Im besten Fall bekommt ihr von der Beschwörung aber nicht viel mit, da ihr die Chance nutzt und den Ritter während der kurzen Atempause mit einer Folge aus Schlägen begegnet. Ihr werdet zwar weniger Schaden als normal austeilen, aber besser als gar nichts. Sobald das Phantom in eure Welt geplatzt ist, müssen sich die beiden Feinde erst einmal umständlich erheben, hier ist es von großer Wichtigkeit, dem Mitstreiter des Bosses direkt kritischen Schaden mit zwei, drei Hieben in Folge mitzugeben. Das macht euch den kommenden Teil sehr viel einfacher.

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Je nach Ausgangssituation könnte das auch ein anderer Mitspieler sein.
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Bevor ihr euch weiter dem Spiegel-Ritter widmet, solltet ihr nun den ganzen Platz der Arena ausnutzen und das Phantom von seinem Kumpel weglocken und einzeln erledigen. Glücklicherweise hält der dunkle Ritter nur sehr wenig aus und sollte nach ein paar weiteren Streichen Geschichte sein. Versichert euch aber in jedem Fall, dass der Boss nicht gerade zu einem Sprungangriff oder dergleichen ansetzt, bevor ihr euch eine Blöße gebt. Ein menschlicher Gegner wird sich natürlich sehr viel schwerer locken lassen, wägt hier Risiko gegen Ertrag ab und entledigt euch des Angreifers im Zweifel mit ein paar riskanten Attacken.

Habt ihr die Gefahr erfolgreich gebannt, bleibt jedoch keine Zeit aufzuatmen, der Spiegel-Ritter hat nämlich in der Zwischenzeit dazugelernt. Seine beiden langen Kombos beendet er jetzt meist mit einem finalen Stich, den ihr auf keinen Fall übersehen solltet. Ganz besonders kritisch werden nun aber die Blitzangriffe.

Anstatt eines Rundumhiebes setzt er jetzt auf Blitzangriffe mit Flächenschaden, gleich zwei neue Varianten hat er auf Lager. Am Häufigsten sammelt er nun Blitzkraft, die er in unzähligen Kugelblitzen verteilt über seine ganze Front verschickt. Mit etwas Pech erwischt euch der zweite Angriff, bei dem er zu einem Überkopfschlag ausholt und euch dann einen rasenden Blitz entgegenschickt. Da ihr den beiden Manövern kaum ausweichen, geschweige den Blocken, könnt, solltet ihr euer Verhalten schnell auf die neuen Umstände anpassen und nun die Nähe des Kriegers suchen, sobald er sein Schwert gen Himmel streckt. Seid ihr flink auf den Beinen lässt sich der Gegner ausmanövrieren ohne eine Gefahr für euch darzustellen.

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Im Laufe des Duells nehmen die Blitzangriffe an Härte zu.
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Befolgt ihr alle Hinweise und führt den Kampf klug, könnt ihr so der Gefahr Herr werden. Kurz vor seinem Tod wird der Ritter ein weiteres Mal Hilfe herbeirufen, lasst euch nun nicht auf den letzten Metern erschlagen, weil ihr nur noch kurz „den Sack zumachen“ wolltet, sondern führt den Kampf geduldig zu Ende. Schließlich wird auch dieses Bollwerk unter euren Hieben fallen.

Belohnung

Der Kampf auf der Wetterspitze beschert euch 34.000 neue Seelen, als auch die Spiegel-Ritter-Seele des Bosses. Schaut mit diesen unbedingt mal bei Maughlin vorbei, der die ikonische Rüstung eures Gegners nun in sein Sortiment aufgenommen hat – sie ist ungefähr genauso machtvoll, wie auch die Rüstung des Schmelzer-Dämonen. Bevor ihr euch auf die Plattform wagt, solltet ihr noch die Truhe hinter dem Gebiet in Augenschein nehmen, um nicht den Seelenblitz, drei Asketenleuchtfeuer und den Zauberquarzring +2 zu verpassen.

Habt ihr den Bereich geplündert, stellt ihr euch auf das Siegel und begebt euch die Burg hinab. Schreitet hinein in den Tunnel, aus dem sich Ranken wie qualvolle Arme hinauswinden, zerschlagt rechts der Fackel die Ranken, hinter denen sich eine Grüne Blüte verbirgt, und verschnauft letztlich am Leuchtfeuer über dem großen See.

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