Crytek kommt nicht zur Ruhe. Nachdem Mitarbeiter von Crytek UK mitgeteilt haben, dass es seit Monaten Zahlungsprobleme geben soll, haben sie nun die Sache in die eigenen Hände genommen und die Arbeit niedergelegt. Das Problem: Crytek UK arbeitet derzeit an Homefront: The Revolution.

Crytek - Verschärft sich die Krise? Crytek UKs Mitarbeiter haben die Arbeit niedergelegt

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Homefront: The Revolution - Welch Ironie
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Es sieht ganz danach aus, als ob die Situation bei Crytek so langsam aber sicher eskaliert. Nachdem erste Gerüchte bereits Anfang des Jahres auftauchten, und von finanzielle Problemen bei Crytek sprachen, und Gamestar vor kurzem einen Bericht veröffentlichte, von dem es heißt, Cryteks Führung habe das Magazin darum gebeten, den Bericht erst nach der Electronic Entertainment Expo zu veröffentlichen, sieht es ganz danach aus, als könne Crytek eventuelle Vorfälle nicht mehr länger herunterspielen.

Mitarbeiter von Crytek UK, vormals Free Radical Design (Timesplitters-Reihe), haben bereits mitgeteilt, dass sie seit Monaten viel zu wenig Lohn ausgezahlt bekommen, den Lohn für die Monate April und Mai bislang sogar gar nicht erhalten haben sollen.

Durch die finanziellen Probleme demoralisiert, sollen bisher bereits 30 Mitarbeiter, darunter führende Kräfte, das Unternehmen verlassen haben. Doch nun sieht es so aus, als würde die Situation gänzlich eskalieren. Zwei Quellen zufolge soll die Belegschaft von Cryzek UK aufgrund der Zahlungsverzögerungen nun die Arbeit komplett niedergelegt haben. So sollen 100 Mitarbeiter Beschwerde eingereicht und das Unternehmen daraufhin verlassen haben. Es ist noch nicht sicher, wieviele von ihnen überhaupt vorhaben, noch bei Crytek UK zu bleiben.

Eine Hoffnung der Mitarbeiter soll es sein, dass Deep Silver das Studio aufkauft, da das Tochterunternehmen von Koch Media als Publisher für Homefront: The Revolution dient. Zudem wäre es in Deep Silvers Interesse, die bereits getätigten Investitionen zu schützen. Es wäre sehr einfach, dies als Gerücht abzustempeln. Doch nach den kürzlichen Ereignissen kommt man nicht umhin, die Sache sehr ernst zu nehmen.