In einem Interview sprach Crytek-Produzent David Bowman darüber, dass die Stimmung bei Crytek trotz der Rückschlägen der vergangenen Monate doch immer noch "heiter" sei. Die Mitarbeiter seien nun sogar enthusiastisch, und fühlten sich sicher und unterstützt.

Crytek - Stimmung bei Crytek trotz Rückschlägen weiterhin "heiter"

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Das sich ursprünglich bei Crytek USA befindliche Spiel HUNT: Horrors of the Gilded Age wurde mittlerweile nach Frankfurt verlegt
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Das deutsche Spiele-Unternehmen Crytek konnte sich gerade noch aus der Schlinge ziehen. Mindestens seit Anfang des Jahres kämpfte das Unternehmen der Yerli-Brüder gegen finanzielle Probleme an, die sich aus geplatzen Deals und laut Mitarbeitern auch unnötigen Ausgaben des Unternehmens selbst bildeten. Mittlerweile versichert das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt, dass die Probleme beseitigt wurden und die Situation wieder im Griff sei. Dies allerdings nicht ohne Opfer. So wurde das Crytek UK Studio mitsamt der Homefront-IP, und damit auch Homefront: The Revolution an Deep Silver veräußert.

Auch Crytek USA trafen die Einsparungen. Das Studio in Austin musste schließen, während sich das dort befindliche Spiel HUNT: Horrors of the Gilded Age zur Entwicklung nach Frankfurt verlegt wurde. Nur eine Handvoll Mitarbeiter sollen in Austin verbleiben, um dort als CRYENGINE-Support zu verbleiben und die nordamerikanischen Lizenzen zu verwalten.

David Bowman, Produzent bei Crytek gibt zu, dass die Entwicklungen der letzten Monate mehr als besorgniserregend und traurig waren. Die Verlegung der Entwicklung des Spiels HUNT sehe er allerdings in einem positiven Licht. "Das Traurige daran ist, dass wir sehr viele talentierte Leute verloren haben, die sehr leidenschaftlich bei der Sache waren. Doch das Gute daran ist, dass wir das Spiel nun nach Frankfurt verlegt haben, wir haben mehr Ressourcen für das Projekt, wir haben ein Core-Entwicklungsteam, selbst das Technologie-Team widmet sich nun dem Projekt bis es fertiggestellt ist."

Gerade der Verkauf der Homefront-IP habe Crytek eine Finanzspritze verpasst, die man dringen nötig hatte. Die Situation der letzten Monate habe sie bei Crytek viel gelehrt. "Es gab eine Menge Misskommunikation in dieser Hinsicht", so Bowman. "Wir hatten einige Probleme, und wir geben das auch zu. Wir haben viel aus den Fehlern gelernt und lernen womöglich auch noch weiterhin aus ihnen, aber schlußendlich hat sich das Unternehmen neu strukturiert und neu ausgerichtet."

Dann lobt Bowman Crytek als eines der besten Unternehmen, für die man arbeiten könne, einfach, weil da unheimlich gute Talente schlummern. Und die Mitarbeiter würden sich nun unterstützt fühlen. "Ich kann nicht für alle sprechen, aber doch für die Leute, die ich kenne. Momentan herrscht eine heitere Stimmung, die Leute sind richtig enthusiatisch."