In letzter Zeit äußern sich regelmäßig Entwickler und Publisher zu ihren Wünschen bezüglich der nächsten Generation der Spielkonsolen. Crytek war von der Entwicklung auf dem PC gewohnt, dass jede Menge RAM zur Verfügung steht. Das konnte man für die Nutzung der Konsolen zumindest vergessen, denn die Geräte verfügen gerade einmal über 512 MB des kostbaren Hauptspeichers. Für die nächste Konsolengeneration sollte es also etwas mehr werden.

Es scheint nicht unbedingt zufällig zu sein, dass die Entwickler und Publisher nun reihenweise auf eine neue Konsolengeneration spekulieren. Hier scheint durchaus etwas im Hintergrund zu brodeln. Cryteks Tiago Sousa gab in einem Interview mit Eurogamer eine Stellungnahme dazu ab:

„Mein Fingerzeig für Microsoft und Sony geht wirklich in Richtung Speicher. Es ist viel zu wenig und der größte Lähmungsfaktor, wenn man es aus der Perspektive der Grafik betrachtet.“

Crysis verlangte schon auf dem PC nach etwa 16 Mal so viel Speicher, wie es die derzeitige Konsolengeneration überhaupt hat. Dabei ist es schon 4 Jahre alt. Die aktuellen Konsolen sind gerade mal ein Jahr älter - aber das sie mehr Speicher bekommen werden ist nicht all zu wahrscheinlich, denn bei Microsoft und Sony geht man davon aus, dass die Geräte noch nicht ausgereizt sind und noch für weitere 5 Jahre genutzt werden könnten.

Das klingt, allein auf Basis des Speichers, über den die Konsolen verfügen, völlig illusorisch. Man kann zwar sagen, dass die Geräte kaum Speicher für ein Betriebssystem oder Sicherheitssoftware und Co. investieren müssen, dafür kommen grafisch aufwendige Spiele hier früher oder später an ihre Grenzen. Hier kann nur nachgebessert werden, wenn die Engines der Spiele speicherschonender programmiert werden. Bei der CryEngine 3 ist das auf jeden Fall gelungen. Man hat es geschafft, „so viel Leistung wie möglich aus der festgelegten Architektur herauszuholen.“