Dass aus Deutschland nicht nur das beste Bier kommt, wissen wir spätestens seit dem Release von »FarCry« im Frühjahr 2004. Denn seit diesem Zeitpunkt gehört das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek zu den dicksten Fischen in der Computerspieleindustrie.

Derzeit arbeiten die Mannen aus dem Herzen der Nation mit »Crysis« an einem neuen Shooterspektakel, das schon seit langem in den Top 5 der meisterwarteten Spiele des Jahres einen festen Platz hat. Nun nähert sich die Entwicklungsphase endlich dem Ende, so dass die Programmierer kürzlich auch die heiß erwartete Multiplayer-Beta starteten.

Wir haben uns für euch ins Online-Kampfgetümmel gestürzt und verraten, was ihr von dem Top-Titel im Mehrspieler-Modus erwarten dürft.

Crysis - Powerstruggle Basic Tutorial17 weitere Videos

Auf nach Ozeanien
Angesichts der eigentlich recht mauen Story in »Far Cry« besteht das Ziel in der Entwicklung von »Crysis« darin, eine hollywoodreife Singleplayer-Kampagne auf die Beine zu stellen. Aber nicht nur das: Auch auf den Mehrspieler-Modus legen die Entwickler von Crytek viel Wert und wollen mit innovativen Neuerungen frischen Wind in die altbackenen Massenschlachten bringen. Eine davon ist der so genannte Powerstruggle-Modus, der in der Multiplayer-Beta zum ersten Mal auch für Fans auf dem heimischen PC anspielbar ist.

Crysis - Im Nano-Suit durchs Kampfgetümmel: Wir haben uns durch die Multiplayer-Beta gekämpft!

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Die Explosionen können sich sehen lassen.
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Der Beta-Test beschränkt sich lediglich auf den Powerstruggle-Modus sowie die Map "Shore", in der es euch auf die unter nordkoreanischer Gewalt stehende Insel Kiribati inmitten der pazifischen Inselwelt verschlägt. Auf dem tropischen Eiland treten Amerikaner und Koreaner gegeneinander an. Das Ziel: die Übernahme der außerirdischen Technologien, die die Aliens nach ihrem Ableben auf der Erde zurückgelassen haben.

Das Match beginnt mit den obligatorischen Spawn-Punkten, die mit Hilfe einer Karte bequem gewählt werden können. Während die Koreaner aus einer Baracke auf dem Festland starten dürfen, muss das amerikanische Team von einem aufgetauchten U-Boot in den Krieg ziehen. Solltet ihr auf Seiten der USA kämpfen, bleiben euch nur zwei Möglichkeiten, das Festland zu erreichen. Entweder ihr schwimmt durch die üppige Unterwasserwelt des Archipels oder ihr schnappt euch eines der motorisierten Boote, die neben dem U-Boot zur Verfügung stehen.

Packshot zu CrysisCrysisErschienen für PC, PS3 und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Beide Varianten sind aber zeitaufwändig, bedenkt man vor allem, dass sich die Koreaner bei ihrem Einstieg ins Spiel bereits mitten im Kampfgebiet befinden. Auch wenn die vorhandene Map abgesehen von diesem Manko ausgeglichen designt scheint, ist das möglicherweise ein nicht unerheblicher Standortnachteil.

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Das tropische Setting lässt Urlaubsgefühle aufkommen.
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Beide Teams müssen zunächst versuchen, die zentral gelegene Waffenfabrik einzunehmen, die von hoher strategischer Wichtigkeit ist: Nur wer die im dichten Dschungel versteckte Station kontrolliert, kann die feindliche, gut gesicherte Basis zerstören und damit die Partie gewinnen. Dazu müsst ihr euch ähnlich wie bei einem Capture-the-Flag-Match in den Kontrollraum des zu übernehmenden Gebäudes stellen und warten, bis es in den Besitz eures Teams übergegangen ist. Nach der erfolgreichen Übernahme kann schließlich ein Bau-Menü geöffnet werden, in dem ihr euch Fahrzeuge vom leichten Jeep bis hin zum schweren Panzer bestellen könnt - vorausgesetzt, der Kontostand stimmt.

Im Powerstruggle-Modus gibt es nämlich so genannten "Prestige-Punkte", die als spielinterne Währung fungieren. Diese Credits bekommt ihr gutgeschrieben, sobald ihr gegnerische Soldaten ins Jenseits befördert oder wichtige strategische Ziele eingenommen habt. Für eine bessere individuelle Bewaffnung sowie den Bau von schweren Panzern und Vernichtungswaffen sind diese Punkte unerlässlich.

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Allein schon die grandiose Weitsicht macht Crysis zu etwas ganz Besonderem.
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Als zweites Primärziel versuchen beide Teams, das auf der Insel befindliche Forschungslabor einzunehmen, denn nur dort können schlagkräftige Upgrades für Waffen und Fahrzeuge hergestellt werden. Da gibt es zum Beispiel Nuklearwaffen, die - wie der Name schon sagt - eine atomare Zerstörung mit sich bringen, oder einen portablen Freezer, mit dem ihr eure Gegner im Nu zu einer Eisskulptur erstarren lassen könnt. Um diese Spezialwaffen zu erhalten, benötigt ihr aber nicht nur Prestige-Punkte, sondern auch eine bestimmte Menge an außerirdischer Energie. Die ist in verschiedenen zurückgebliebenen Alien-Artefakten gebunden und an einigen Punkten der Karte zu finden. Um die Energie zu nutzen, müsst ihr diese "Crashsites" einfach übernehmen. Erst dann sind die Upgrades in dem Forschungslabor verfügbar.

Bei bis zu 32 Spielern auf einer Map erinnert das Spielgefühl schon ziemlich stark an die heißen Gefechte aus Battlefield 2, die aber durch technische Raffinessen und einer unglaublich schönen Grafik weiter verfeinert werden. Die Obergrenze von 16 gegen 16 Spielern mag sich zwar auf Grund von riesigen Karten wenig anhören, allerdings gibt es auch so genannte Spawn-Bunker, die sich über die Map verteilen und in der Nähe wichtiger Ziele platziert wurden. Wie der Name schon sagt, können auch diese Bunker eingenommen und somit als Spawnpunkt für das eigene Team genutzt werden. Durch diese bombensicheren Gebäude ist der Weg zum Schauplatz des Kampfes nie weit und langwieriges Gegnersuchen kommt erst gar nicht auf.