Hinzu kommen geniale Effekte, die oft sogar erst auf den zweiten Blick auffallen: Dreht ihr die Sicht ruckartig zur Seite, verzerrt ein Bewegungsunschärfe-Filter das Bild. Steht ihr in extrem kalten Regionen zu lange regungslos herum, bilden sich Eiskristalle auf dem Schirm eures Helms, Raureif überzieht die Waffe. Bei Regen perlen die Tropfen von eurem Visor, in Gefechten spritzt ab und an etwas Blut dagegen.
Selbst in Fahrzeugen nehmt ihr hin und wieder Platz.Zusammen mit der dichten Vegetation und extremen Weitläufigkeit ergibt sich so das wohl lebendigste und realistischste Spielgefühl, das wir je in einem Shooter hatten. Großen Anteil daran hat auch das einzigartige Körpergefühl: Klettert Nomad eine Treppe hinauf, stützt er sich kurz ab, um wieder auf die Beine zu gelangen. Waffen hebt er stets per Hand auf. Einfach drüber laufen und Munition einsacken gibt es hier nicht.
Und dann diese Physik: Nomad liefert sich ein Feuergefecht im dichten Dschungel. Um ihn herum stürzen Bäume und Sträucher bei Beschuss um. Wir ziehen uns in eine Blechhütte der Koreaner zurück. Doch eine Granate zerstört den Traum vom Eigenheim: Physikalisch korrekt bricht das Haus spektakulär in sich zusammen – wir stehen wieder in freier Wildbahn. Auch hier beschwört Crysis den Pfad der Unaufdringlichkeit: Ohne groß mit dem Finger darauf zu zeigen, ist die Physik einfach Teil der Welt.
von Electronic Arts, CrytekGenre: Ego ShooterPC: 14.11.2007
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