Crysis – Test

PC

Zucker für die Augen, Pfeffer für die Hardware: Crysis setzt neue Shooter-Standards.

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von David Hain, 14. November 2007 09:21 Uhr

Apfel-Popos und Fußball-Rowdys

Moment mal. Koreaner? Insel? Worum geht’s hier eigentlich? Gute Frage, denn viel mehr als ein paar Eckdaten verrät euch Crysis zunächst nicht. Was klar ist: Die Koreaner haben eine amerikanische Forschungsbasis auf einer entlegenen Insel infiltriert, die Wissenschaftler gekidnappt und beanspruchen deren Fund nun für sich. Den Rest müsst ihr allein herausfinden. Dieser „ihr“ ist in diesem Fall ein Mitglied der Special Tactic Forces und hört auf den Codenamen „Nomad“.

Screenshot zu: Zucker für die Augen, Pfeffer für die Hardware: Crysis setzt neue Shooter-Standards.Ganz toll: Die Charaktere wirken in Gestik und Mimik beinahe menschlich.

Entgegen seiner Namensgebung ist Nomad aber kein Einzelgänger, sondern trifft am Ort des Geschehens mit vier Kollegen ein: Da wäre z.B. Prophet, der Anführer eurer Einheit, oder der stoische Psycho, der eher an einen englischen Fußball-Raufbold erinnert. Wie im Genreprimus Half Life 2 haben alle Nicht-Spieler-Charaktere eine eigene Persönlichkeit, die durch eine extrem glaubwürdige Mimik unterstützt wird.

Helena Rosenthal, die Tochter des Forschungsleiters, hat sogar einen wesentlich süßeren Apfel-Popo als Gordon Freemans bessere Hälfte Alyx, ist dabei aber mindestens so wortgewandt. Schön auch, dass die deutsche Synchronisation stets treffend ist und mit gut gewählten Sprechern punktet. Auch Nomad selbst ist ziemlich gesprächig. Er verzettelt sich in Gespräche mit seinen Kameraden, kommentiert bissig manche Kampfhandlungen oder stößt in gruseligen Momenten ein erschrockenes „Whoa, was war das?!“ aus. Klasse, so funktioniert Charakterbindung.