Crazy Machines steht für tiefgründigen Knobelspaß. Der zweite Teil der Serie erzielte bei uns bereits eine satte 85%-Wertung und das bei einem denkbar attraktiven Verkaufspreis. Exakt fünf Monate später legen die Entwickler nun nach und präsentieren mit „Zurück in die Werkstatt“ das erste Addon für eines der besten Knobelspiele aller Zeiten. Wir haben uns die Experimente angesehen und des Rätsels Lösung gesucht...

Zurück von der Welttournee

Fans der „Crazy Machines“-Serie bekommen mit „Zurück in die Werkstatt“ ein klassisches Addon geboten. Dank des sehr günstigen Verkaufspreises von rund 10 Euro muss man nicht lange über die Zusatzinvestition nachdenken. Um das Addon installieren und spielen zu können, müsst ihr allerdings über das Hauptprogramm verfügen, dessen CD beim Programmstart des Addons eingelegt werden muss.

Crazy Machines 2 - Zurück in die Werkstatt - Das Addon bietet wieder genialen Knobel-Spaß.

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Im neuen Badezimmerszenario darf natürlich auch die Ente nicht fehlen.
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Thematisch setzt die Erweiterung da an, wo das Hauptprogramm aufgehört hat. Der geniale Professor kehrt im Anschluss an seine fünfmonatige Weltreise in seine Werkstatt zurück. Dort hat er insgesamt 50 neue Experimente ausgearbeitet, die allesamt auf die frischen Themengebiete „Garten“ und „Badezimmer“ ausgelegt sind. Für noch mehr Abwechslung sorgen zwölf neue Bauteile. Der Reiz des Spiels liegt neben dem Knobeln noch immer in der abschließenden Begutachtung perfekt funktionierender Anordnungen, die euch für die ausgiebige Knobelei belohnen.

An der Präsentation wurde nichts verändert. Noch immer betrachtet ihr die Experimente aus einer übersichtlichen Frontansicht und zoomt bei Bedarf an einzelne Bauteile heran. Die grafische Qualität überzeugt nach wie vor auf ganzer Linie. Bei hoher Zoomstufe weisen die Bauteile zahlreiche Details auf. Wirklich beeindruckend ist der Titel allerdings erst, sobald ihr das Experiment startet und die Bauteile in Bewegung kommen und miteinander interagieren. Objekte, die der Schwerkraft ausgesetzt sind, fallen physikalisch korrekt zu Boden, Flammen entfachen ein Hitzeflimmern, Dampfkessel treiben Laufräder an und vieles mehr.

Ein Paradies für Knobelprofis!

Unabhängig von euren Fortschritten im Hauptprogramm steht euch direkt zu Beginn das erste Kapitel der Erweiterung zur Verfügung. Obwohl das vorherige Durchspielen der Weltreise also nicht zwingend erforderlich ist, empfehlen wir, sich intensiv mit den Rätseln aus „Crazy Machines 2“ zu beschäftigen, bevor ihr euch in den Garten oder das Badezimmer vorwagt. Grund dafür ist der sehr hohe Schwierigkeitsgrad, der nicht zuletzt aus den zahlreichen Bauteilen resultiert, die ihr in jedem Experiment miteinander kombinieren müsst. Einsteiger, die womöglich Hauptprogramm und Erweiterung zusammen erwerben, sollten die Experimente also unbedingt von Beginn an durchspielen.

Crazy Machines 2 - Zurück in die Werkstatt - Das Addon bietet wieder genialen Knobel-Spaß.

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Komplexe Anordnungen sind beim Addon an der Tagesordnung.
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Wer das berücksichtigt, kommt bei „Zurück in die Werkstatt“ absolut auf seine Kosten. Aufgrund der hohen Komplexität und des hohen Schwierigkeitsgrades stellen die Experimente der Erweiterung von Beginn an eine große Herausforderung dar. Bis man die Konstellationen verstanden hat und der Lösung auf die Schliche gekommen ist, vergehen bereits viele Minuten. Das Ausarbeiten der Lösung erfordert darüber hinaus ebenfalls sehr viel Zeit, so dass ihr pro Experiment häufig eine Stunde oder sogar länger beschäftigt und bestens unterhalten werdet.

Bewährte Präsentation, grandiose Physik!

Wie schon beim Hauptprogramm erläutert euch der Professor mit angenehmer Stimme jedes einzelne Rätsel. Dabei wurde um jede noch so konfuse Konstellation eine kleine Geschichte gesponnen, die jeweils der Rechtfertigung der gestellten Aufgabe dient. Schnell wird klar, warum der Pickup-Truck in die Schrottpresse, das Tischfeuerwerk abgebrannt oder der Vulkan vor dem Ausbruch bewahrt werden muss. Uns haben diese Einführungen, wie schon beim Hauptprogramm, sehr gut gefallen.

Kommt ihr im Spiel nicht weiter, steht euch der Professor mit wohl dosierten Texthinweisen zur Seite. Wer mag darf auch auf einen kleinen Bildausschnitt der Musterlösung spicken. Hilft euch das alles nicht weiter, dürft ihr euch die Lösung zeigen lassen. Alle diese Hilfen stehen pro Kapitel allerdings nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung.

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Bei hoher Zoomstufe werden viele Details ersichtlich.
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Letztendlich spielt sich „Zurück in die Werkstatt“ also genau so, wie man es von „Crazy Machines 2“ bereits gewohnt war. Da es sich bei diesem Spiel um einen genialen Genrevertreter handelt, ist das durchaus positiv gemeint. Mit neuen Bauteilen, Dekoelementen und Hintergrundgrafiken haben es die Entwickler trotzdem geschafft, das Spiel aufzufrischen. Besonders gut gefallen hat uns beispielsweise der Pickup-Truck, mit dem ihr Objekte über einen längeren Weg transportieren könnt. Ebenfalls interessant ist das Lichtleiterkabel, das ähnlich funktioniert wie die aus dem Hauptprogramm bekannte Zündschnur. Insgesamt wird das Spektrum physikalisch korrekter und teils spektakulärer Kettenreaktionen geschickt ergänzt.