Crackdown 3 wurde bereits auf der E3 2014 vorgestellt und sollte einer der großen Exklusivtitel für die Xbox One werden. Immer und immer wieder wurde das Spiel seither verschoben. Doch Paul Porter, Managing Director bei Entwickler Sumo Digital, ist sich sicher: das schadet dem Titel nicht.

Crackdown 3 soll nun voraussichtlich im Februar 2019 veröffentlicht werden

AAA-Entwicklung ist heutzutage ein enorm riskantes Geschäft geworden. Das liegt unter anderem daran, dass die Gesellschaft so schnelllebig ist, wie noch nie. Und diese Rasanz schlägt sich auch im lukrativsten Hobby der Gesellschaft nieder: Gaming. Die schiere Anzahl an Indie-Entwicklern erlaubt es großen Studios kaum mehr, Jahre und Millionen in die Entwicklung von Spielen zu investieren. Nicht mehr wenige große Studios definieren mit ihren Satelliten-Entwicklern die Trends der Branche, sondern kleine bis mittlere Indie-Entwickler. Trends flammen schnell auf und gehen genauso schnell wieder aus. Wird hier ein AAA-Spiel begonnen und kommt unter Umständen mit Verschiebungen dann erst drei bis vier Jahre später heraus, könnte sich der Geschmack der Massen schon dermaßen verändert haben, dass das Spiel im schlimmsten Fall zum Ladenhüter wird und das Studio schließen muss.

Das Sorgenkind der Branche

Aktuelles Sorgenkind der Branche dürfte sicherlich Crackdown 3 sein. Der Titel von Sumo Digital wurde bereits 2014 angekündigt und ist seither immer wieder verschoben worden. Nun soll das Spiel Anfang 2019 für Xbox One und Windows 10 erscheinen. Das Brisante hier: Das bisher gezeigte Material zeigt Gameplay-Mechaniken und einen Open-World-Ansatz, die längst passé sind (die Vorgänger erschienen noch für die Xbox 360). Wird das eine Totgeburt?

Paul Porter, Managing Director bei Entwickler Sumo Digital, besteht darauf, dass die Funkstille in der Kommunikation bezüglich Crackdown 3 keinen negativen Hintergrund besitzt. "Das Spiel erhält einfach die Zeit, die es braucht, um den Erwartungen zu entsprechen." Seiner Meinung nach bestehe das Erfolgsrezept guter Spiele darin, ein Spiel fertigzustellen - und es dann nochmal und nochmal fertigzustellen. Das Spiel, deutet Porter damit an, war in der Zwischenzeit wohl bereits in einem auslieferbaren Zustand. Doch offenbar hat man sich bei Microsoft und Sumo Digital dazu entschieden, die Arbeiten wieder aufzunehmen und Änderungen einzubringen.

"Ich hoffe, dass sich das nicht negativ auf Sumo Digital auswirkt", betont Porter. "Am Ende des Tages arbeiten wir an AAA-Titeln, die den Leuten gezeigt werden, wenn der Publisher bereit dazu ist. Es liegt nicht in der Verantwortung von Sumo Digital, zu entscheiden, wann wir ein Spiel oder Teile eines Spiels präsentieren. Als Konsument interessiert es einen doch nicht, wie lange etwas gedauert hat - es interessiert einen doch nur, ob es ein gutes Spiel ist. Für mich ist das Wichtigste, dass wir an guten Spielen arbeiten und Titel veröffentlichen, auf die wir stolz sein können und die wir selbst spielen würden."

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