Auf der GDC 2018 hat John McDonald, Anti-Cheat-Spezialist bei Valve, ein neues System vorgestellt (via PCGamer), das in Zukunft kurzen Prozess mit Cheatern machen soll. Dafür wird eine künstliche Intelligenz genutzt, die dank der Hilfe einer mächtigen Rechen-Power selbstständig lernt, wie sich Schummler verhalten.

VACnet soll Cheatern das Handwerk legen.

VACnet bezieht dabei Daten aus Overwatch, dem CS:GO-Tool, bei dem Spieler Clips von gemeldeten Spielern vorgespielt bekommen und dann entscheiden, ob es sich um einen Cheater handelt. Daraus werden Verhaltensmuster abhängig von Mausbewegungen, Entscheidungen der Spieler und Aktionen vor und nach jedem Schuss erstellt. VACnet geht dann dazu über, echte Matches zu überwachen und reicht im Zweifel selbst Cheater-Meldungen für Overwatch ein. Die Spieler, die anhand dieser Clips wiederrum entscheiden, füttern damit natürlich wieder die KI mit neuen Daten und möglichen Erfolgen.

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Aufwendig, aber erfolgreich

Der Erfolg von VACnet lässt sich schon jetzt messen. Während Overwatch-Entscheidungen lediglich in 15 bis 30 Prozent zu einer Überführung des Cheaters führen, kann sich VACnet mit 80 bis 95 Prozent rühmen. Diese Erfolgsquote soll mit steigenden Datensätzen noch weiter nach oben getrieben werden.

Eine KI greift künftig bei Entscheidungen über Cheater unter die Arme der Entwickler.

Das ganze System benötigt eine eigene Server-Farm bei Valve. 1700 Prozessoren sollen gleichzeitig VACnet betreiben. Man habe allerdings noch einmal so viele in der Hinterhand, falls später mehr Kapazitäten gebraucht werden. Etwa dann, wenn man das System auch in andere Spiele außer CS:GO verbauen kann. Ein Ziel, an dem Valve zusammen mit anderen Entwicklern bereits arbeitet.

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