Cossacks 2 Napoleonic Wars
(von Manfred Duy)

Getreu dem Schlachtruf "Kanonen statt Butter" konzentriert sich dieses historische Echtzeitstrategiegemetzel auf monumentale Massenschlachten und verzichtet im Gegenzug auf ein komplexes Wirtschaftssystem.

Rekordverdächtig schnell - nämlich bereits im ersten Satz - haben wir damit auch schon den wesentlichsten Unterschied zum überaus erfolgreichen, gleichnamigen Vorgänger genannt. Davon mal abgesehen werden sich alte Cossacks 1 -Haudegen in den Napoleonischen Kriegen sehr schnell heimisch fühlen.

Cossacks 2 - Napoleonische Kriege - Gameplay Trailer2 weitere Videos

Denn bis auf einige Feinjustierungen verrichtet auch hier wieder dieselbe Entwicklungsengine pflichtgetreu ihren Dienst. Dies bedeutet, dass sich bis zu 64.000 (leider nur zweidimensional dargestellte) Einheiten in einem mit Hügeln, Flüssen, Dörfern, Sümpfen und Brücken garnierten 3D-Gelände herumbalgen.

Am Rande bemerkt sei an dieser Stelle, dass sich das Terrain leider nur einmal zoomen und überhaupt nicht drehen lässt, was der Übersichtlichkeit nicht eben zugute kommt. Aber schließlich hatten es die Schlachtenlenker im 19.Jahrhundert in diesem Punkt auch nicht viel besser: Ausgerüstet mit einem Fernglas standen sie wie die Ölgötzen auf ihrem Feldherrenhügel herum. Dort mussten sie versuchen, den Überblick über unzählige, parallel ablaufende feindliche Aktionen zu behalten und mittels Meldereitern entsprechend schnell darauf zu reagieren.

Dem Stärkeren gebührt die Welt
Genau dies wird auch Deine Aufgabe

sein, wenn Du Dich als Heerführer in das zu Zeiten Napoleons angesiedelte historische Getümmel stürzen möchtest. Als erste Amtshandlung erwartet Dich ein mit "Kampagne" etwas missverständlich benanntes, mehrstufiges Tutorial.

Dort machst du Dich gleichermaßen mit dem etwas umständlichen Befehlsmenü vertraut und übst das Marschieren und Manövrieren von größeren Truppenverbänden in wechselnden Formationen. Danach entscheidest Du Dich für eine der sechs kriegsführenden Mächte Frankreich, Preußen, Österreich, Russland, Ägypten oder England.

Falls Dir der Sinn nicht nach einer Mehrspielerschlacht oder einem der zehn Einzelgefechte steht, greifst Du am Besten zum Filetstück des Spiels, dem "Erobere Europa"-Modus. Ähnlich wie beim Brettspielklassiker Risiko erspähst Du dann eine Europakarte mit eingezeichneten Ländergrenzen. Da der Besitz einer Provinz automatisch den Produktionsausstoß an Soldaten

Cossacks 2 - Napoleonische Kriege - Jeder Soldat trägt den Marschallstab in seinem Tornister – Du auch?

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sowie der sechs kriegswichtigen Rohstoffe erhöht, der Diplomatiemodus kaum der Rede wert ist und Deine Gegner auch nicht untätig sind, bleibt Dir nichts anderes übrig, als ähnlich wie bei "Rome: Total War" nach und nach die gesamte Karte zu erobern. Dies geschieht, indem Du einfach Deinen Befehlshaber sowie die zuvor produzierten Armeen in die angrenzenden Länder schiebst.

Nach langanhaltenden Ladeorgien wechselt das zuvor rundenbasierte Geschehen in den Echtzeitmodus und die Schlacht kann beginnen. Rund 150 Truppengattungen marschieren insgesamt auf, dabei hat jede Nation individuelle Kernverbände. Das klingt zunächst mal nach sehr viel, aber in der spielerischen Praxis lassen sich die Jungs in gerade mal drei Einheitsgattungen unterscheiden: Rückgrat jeder Armee und bei weitem auch die zahlenstärkste Fraktion sind die mit Vorderladern und Bajonetten ausgerüsteten Fußtruppen. Weitaus beweglicher - aber natürlich auch kostenintensiver - sind die Kavalleristen, während die sündteuren Kanonen naturgemäß etwas behäbig sind, aber dafür mit der größten Feuerkraft aufwarten.

Packshot zu Cossacks 2 - Napoleonische KriegeCossacks 2 - Napoleonische KriegeErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Nur nicht blind herumballern
Die zuvor produzierten Einheiten werden nicht einzeln, sondern als zusammengefasste Regimenter umherkommandiert.

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Wesentlichen Einfluss auf das Schlachtenglück haben dabei die beiden Faktoren "Moral" und "Erschöpfung", wobei die Moral einer erschöpften Truppe automatisch sinkt. Fällt die Moral ins Bodenlose, dann pfeifen die Soldaten auf jeglichen Befehl und ergreifen einfach das Hasenpanier. Und was lernen wir daraus?

Das Moralbarometer jedes einzelnen Regiments sollte nie aus den Augen gelassen werden, denn es vor allem entscheidet über Sieg oder Niederlage. Was nun die Erschöpfung anbelangt, die steigt beispielsweise mit einem Gewaltmarsch durch unwegsames Gelände sprunghaft an. Gemächliches Schlendern auf den Straßen in disziplinierter Kolonnenformation ist zwar weit weniger anstrengend, dafür bietet man in diesem Fall auch dem Gegner ein leichtes Ziel für überraschende Überfälle. Auch solltest Du keinesfalls blindlings herumballern, denn zum einen verbraucht jede Salve eine bestimmte Menge der begrenzt vorhandenen Schießpulvervorräte.

Viel wichtiger aber ist, dass das Nachladen von Gewehren und Kanonen kostbare Zeit verschlingt und die Treffergenauigkeit mit zunehmender Entfernung zum Feind rapide abnimmt. Symbolisiert wird dies übrigens durch die drei im Gelände angezeigten Trefferzonen "Rot", ""Gelb" und "Grün". Fast genauso wichtig wie die erwähnte Moral ist daher das richtige Timing beim Feuerbefehl. Wer zu hastig losballert, schädigt den anstürmenden Feind nur minimal und wird während des Nachladens von seinem Bajonettangriff niedergemetzelt. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hat auch das jeweilige Terrain: In einem sumpfigen Gelände oder im Wald haben Kanonenkugeln nur eine minimale Wirkung, während Hügel einen strategischen Vorteil von nicht zu unterschätzendem Ausmaß bieten. Auch geht der kluge Stratege den Feind am Liebsten in geschlossener Formation von der Flanke her an, statt seine Truppen im wilden Frontalansturm zu verheizen. Einen Großteil der Zeit verbringst Du daher am Besten im Pausenmodus, in dem du reiflich über die Frage "Jetzt schon schießen oder lieber doch noch nicht" herumgrübelst.Tipps & Tricks

- Für die Sicherung von schmalen Zugängen wie etwa Brücken oder Schluchten sind Infanteristen ideal geeignet. Wenn man diese eine Verteidigungsformation einnehmen lässt, erhalten sie noch einen starken Zusatzbonus.

- Angreifen sollte man stets nur in breiter Linie. Dabei bewährt es sich, dem Gegner in die Flanke zu fallen. Frontalattacken sind dagegen soweit möglich zu vermeiden.

- Es sollte immer genügend Manövrierraum vorhanden sein, um im Notfall flexibel auszuweichen. Also darf man sich keinesfalls einengen lassen. Im Umkehrschluss ist es ratsam, den Gegner in Flaschenhälse zu locken, um ihn so zu massieren und eine entsprechend verheerende

Wirkung mit den Salven zu erzielen.

- Als Schutz vor feindlichem Artilleriefeuer empfiehlt es sich, in den Wäldern Deckung zu suchen. Die eignen sich auch hervorragend als Ausgangsbasis für überraschende Überfälle mittels Kavallerie.

- Soweit möglich, sollte man jedem Regiment einen Offizier, einen Trommler oder einen Fahnenträger hinzugesellen, das stärkt Kampfkraft und Moral außerordentlich. Je erfahrener der Kommandeur, desto mehr Truppen beeinflusst er mit seiner Anwesenheit.

- Erfahrene Einheiten sind stärker und damit weitaus wertvoller als neu ausgehobene Truppen. Die verlustreiche erste Welle bei Angriffen sollte daher eher den Frischlingen vorbehalten bleiben.Die Routiniers dagegen sind in der zweiten Welle gut aufgehoben.

- Die beiden mit Abstand wichtigsten Ressourcen sind die für das Schießpulver benötigte Kohle und die Nahrungsmittel. Schon Napoleon wusste: "Eine jede Armee marschiert auf ihrem Magen" - will heißen, dass die Moral einer hungrigen Armee nicht die allerbeste ist.

- Der alles entscheidende Faktor für die Schlagkraft Deiner Truppen ist die Moral. Man sollte die Soldaten daher nicht überanstrengen, in keine Himmelfahrtsunternehmen schicken und sie stets gut versorgen.

Die Jungs danken es Dir mit einer hohen Treffergenauigkeit, einer besseren Schussfrequenz, mehr Standfestigkeit und einer erhöhten Disziplin.Die Routiniers dagegen sind in der zweiten Welle gut aufgehoben.

- Die beiden mit Abstand wichtigsten Ressourcen sind die für das Schießpulver benötigte Kohle und die Nahrungsmittel. Schon Napoleon wusste: "Eine jede Armee marschiert auf ihrem Magen" - will heißen, dass die Moral einer hungrigen Armee nicht die allerbeste ist.

- Der alles entscheidende Faktor für die Schlagkraft Deiner Truppen ist die Moral. Man sollte die Soldaten daher nicht überanstrengen, in keine Himmelfahrtsunternehmen schicken und sie stets gut versorgen.

Die Jungs danken es Dir mit einer hohen Treffergenauigkeit, einer besseren Schussfrequenz, mehr Standfestigkeit und einer erhöhten Disziplin.Die Routiniers dagegen sind in der zweiten Welle gut aufgehoben.

- Die beiden mit Abstand wichtigsten Ressourcen sind die für das Schießpulver benötigte Kohle und die Nahrungsmittel. Schon Napoleon wusste: "Eine jede Armee marschiert auf ihrem Magen" - will heißen, dass die Moral einer hungrigen Armee nicht die allerbeste ist.

- Der alles entscheidende Faktor für die Schlagkraft Deiner Truppen ist die Moral. Man sollte die Soldaten daher nicht überanstrengen, in keine Himmelfahrtsunternehmen schicken und sie stets gut versorgen.

Die Jungs danken es Dir mit einer hohen Treffergenauigkeit, einer besseren Schussfrequenz, mehr Standfestigkeit und einer erhöhten Disziplin.