Cossacks 2 - Battle for Europe (PC Review)
von Nedzad Hurabasic

Vor gut einem Jahr erschien mit Cossacks II: Napoleonic Wars (NW) die Fortsetzung des Strategiespiels Cossacks: European Wars. Nun schickt Entwickler GSC Game

World ein Addon zu Napoleonic Wars ins Rennen, das "Battle for Europe" (BfE) betitelt wurde. Es kommt mit einer Reihe von neuen Features und Inhalten daher und wir sagen euch nicht nur, welche das sind, sondern auch, was es mit ihnen auf sich hat.

Bei Cossacks II - Battle for Europe handelt es sich, ganz spielerfreundlich, um ein so genanntes Standalone-Addon. Das heißt, die Erweiterung ist spielbar, ohne dass das Hauptprogramm im eigenen Spielearchiv stehen muss.

Solltet ihr zu dieser Gruppe Spielern gehören, hier eine kleine Erläuterung, worum es sich bei der Cossacks-Reihe überhaupt handelt: Ihr werdet ins 19. Jahrhundert zurückversetzt, die Epoche der Kriege, die Zeit der großen Generäle. Die Zeit von Napoleon Bonaparte. An diesem geschichtlichen Kontext hat sich mit dem Addon nichts geändert. Eure Aufgabe besteht darin, als Heerführer die Kontrolle über riesige

Cossacks 2 - Battle for Europe - Die Kosaken expandieren! Waterloo geht trotzdem in die Hose.

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Truppenteile zu übernehmen, die in authentischen Formationen gegeneinander antreten. Das alles mit dem Ziel, seine Gegner vernichtend zu schlagen und sich Europa untertan zu machen.

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Die Schlachten laufen dabei in Echtzeit ab und man muss dabei nicht nur Massen von Soldaten, sondern auch die Infrastruktur im Auge behalten und auf diese Weise das Rückgrat der eigenen Armee sichern. Typisch RTS, nur mit einer gehörigen Prise Taktik. Cossacks 2-Veteranen werden nicht groß umdenken müssen, am Spielprinzip hat sich mit der Erweiterung natürlich nichts Gravierendes verändert.

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Neueinsteigern sei aber - auch wenn es didaktisch nicht toll aufgebaut ist - dringendst (!) das Tutorial empfohlen, denn das teilweise sehr knackige Gameplay (normal, schwer, sehr schwer) lässt keine Zeit für Experimente oder Übungen. Darüber hinaus bedarf es einiger Übungsrunden, bis das ziemlich unzugängliche Benutzerinterface und die mehr als gewöhnungsbedürftige Steuerung der Einheiten ohne Probleme von der Hand geht.

Veteranen und Neulinge, die das auf mehrere Missionen verteilte Tutorial hinter sich gebracht haben, können sich entscheiden, ob sie die vier neuen Kampagnen mit Feldzügen in Frankreich, Rheinbund, Polen und Spanien angehen möchten, den Mix

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aus rundebasierter Strategie und Echtzeit-Schlachten in "Schlacht um Europa" ausprobieren oder sich doch lieber in selbstbestimmte Skirmisch-Gefechte/Schlachten stürzen wollen, wovon acht neu sind. Darüber hinaus stehen natürlich auch weiterhin Multiplayer-Matches mit bis zu sechs Personen über LAN oder Internet zur Verfügung.

Egal, wofür ihr euch entscheidet, mit dem Addon halten einige neue Nationen Einzug ins Spielgeschehen. Neben altbekannten Völkern wie Frankreich, Russland und Preußen greifen nun auch das Herzogtum Warschau (Polen), der Rheinbund sowie Spanien ins Geschehen ein.

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Auch das zentrale Spielgeschehen, also die Schlachten, unterliegen in allen Modi denselben Regeln, wenn auch nicht immer demselben Ablauf. Im Kampagnen-Modus muss der Feldherr sich seine Truppen erarbeiten, indem er im Aufbaustil Kasernen, Schmieden, Häuser und andere Gebäude errichten lässt, die ihn wiederum in die Lage versetzen, ein schlagfertiges Heer auf die Beine zu stellen.

Nur mit dem Notwendigsten wird er auf seine Missionen geschickt. Viel Zeit zum Auf- und Ausbau einer Basis hat der Feldherr nicht, denn der Feind bleibt bei Cossacks nicht lange untätig und agiert meist hochaggressiv.

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Auf den einzelnen Maps sind Dörfer und kleine Anwesen verteilt, die es in kleinen Etappen zu erobern gilt. Auf diese Weise wird dem eigenen Resourcenbestand wertvolles Menschen- und Kriegsmaterial hinzugefügt, das kriegsentscheidend ist. Denn aus der kleinen Anfangsbasis allein lassen sich niemals genug Truppen rekrutieren, um die Feldzüge gewinnen zu können.

Natürlich weiß man aufgrund des alles verdeckenden "Kriegsnebels" nicht, wo sich der Feind aufhält. Deshalb gilt es, die Expansion so schnell wie möglich, aber zumindest anfangs sehr vorsichtig voranzutreiben.

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Eine Konfrontation mit einem übermächtigen Feind zum falschen Zeitpunkt ist oft gleichbedeutend mit einer Niederlage.

Das kommt nicht von ungefähr, denn die KI des Computergegners scheint im Vergleich zum Vorgänger nochmals verbessert worden zu sein. So nutzt der Feind nicht nur dieselben Formationen, man kann auch sehen, wie er die eigenen Soldaten geschickt umgeht, vor dem Feuer des Spielers zurückweicht oder ausweicht und sich zurückzieht, wenn er sich in Unterzahl wähnt.

Wie Veteranen bereits wissen, läuft in Cossacks 2 ohne Formationen gar nichts. Truppen, die nicht in militärischer Ordnung dieser Epoche agieren, sind nichts weiter als Kanonenfutter.

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Daher ist es das oberste Ziel, die Ordnung auf dem Schlachtfeld aufrechtzuerhalten, auch wenn das oft genug nicht einfach fällt.

Das ist natürlich zum einem dem Schlachtenglück zuzuordnen, anderseits nimmt vor allem ein anderer, zentraler Aspekt Einfluss auf das Spielgeschehen: Die Moral der Soldaten. Sie bestimmt darüber, ob die eigenen Kämpfer schon beim kleinsten Widerstand ins heillose Chaos verfallen und sich Hals über Kopf davon machen oder den Feind vernichten.

Diesen Faktor zu beeinflussen ist aber nicht leicht, da er von vielen Dingen abhängig ist. So spielt beispielsweise die Ermüdung der Truppen eine Rolle.

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Wer die Soldaten wild durch die Gegend hetzt und sie im ausgelaugten Zustand auf vom Feind überrascht werden, wird nicht lange Freude an ihnen haben. Einmal ausgebüchst sind sie praktisch wertlos geworden. Positiv wirken sich hingegen Offiziere, Trommler und das Töten vieler Feinde auf die Moral aus.

Der Knackpunkt des Spielgeschehens ist neben der Moral die strategische Planung der Schlachten. Befinden sich die eigenen Truppen in Überzahl, ist das noch lange keine Garantie für einen Erfolg. Auch Faktoren wie die Umgebung müssen in die Planung miteinbezogen werden. Verschanzt sich der Feind im Wald, ist es besser, ihn mit schweren Geschützen aus der Entfernung zu beschießen, anstatt es mit der Infanterie zu versuchen.Der Wald gibt Deckung und schützt vor Kugeln. Wer Erfolg haben will, muss zudem über gute Nerven verfügen. Den größten Schaden richten die meisten Einheiten dann an, je näher sich der Feind befindet. Durch farbliche Visualisierung wird die Reichweite und Genauigkeit der Einheiten gekennzeichnet. Meist ist es besser, den Feind zuerst schießen zu lassen und ihn noch näher heranrücken zu lassen.

Ganz nach authentischem Vorbild dieser Zeit. Hat er seine Salve verschossen, benötigt er ziemlich lange zum Nachladen. Diese Spanne muss für den eigenen Angriff genutzt werden - falls sie der Feind nicht zum cleveren Rückzug nutzt. Wichtig ist auch das Zusammenspiel der verschiedenen Waffengattungen.

Während die Infanterie einen Scheinangriff auf offenem Feld andeutet, fällt die schwere Kavallerie dem Feind in den Rücken und nutzt so das Überraschungsmoment und die Schwächen des Gegenübers gegen diesen Einheitstyp gnadenlos aus. Zudem haben solche Attacken eine demoralisierende Wirkung auf den Feind. Doch Vorsicht: Die KI beherrscht solche Winkelzüge ebenfalls!

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Als störend hat sich auch diesmal die mehr als dürftige Zoom-Funktion erwiesen, die es nur selten erlaubt, einen optimalen Blick auf das Schlachtfeld zu werfen. Entweder ist man zu nah dran oder zu weit weg. Stufenloses Zoomen per Mausrad ist auch diesmal wieder nicht integriert worden. Nicht besonders toll ist auch das Einheiten-Management.

Bei den zig-tausenden Soldaten, die unter der eigenen Kontrolle stehen, fällt es oft schwer detaillierte Befehle zu geben. Werden mehrere Formationen auf Funktionstasten gelegt, um sie schneller ansteuern zu können, agieren sie einerseits gemeinsam, nehmen aber nicht alle Befehle entgegen.

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Oft ist auch nicht mehr zu unterscheiden, welchen Einheiten man nun welche Order gegeben hat. Es ist grafisch einfach nicht gut genug herausgehoben.

Wenn sich dann noch fliehende Truppen unter die regulären Soldaten mischen, ist das Chaos perfekt und die Übersicht futsch.

Das mag vielleicht authentisch sein, Spaß macht das aber keinen mehr. Insgesamt reagieren auch die Truppen häufig zu störrisch auf Befehle und vergrößern den Stressfaktor des Feldherrn auf diese Weise unnötig.

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Beim "Schlacht um Europa"-Modus handelt es sich nach wie vor um eine abgewandelte Art des Brettspiels "Risiko". Eine Karte Europas ist in verschiedene Sektoren, also Landesteile aufgeteilt, die diesmal um zehn neue erweitert wurden.

Wer die Dominanz über Europa erlangen möchte, wird ums Kriegführen auch hier nicht vorbei kommen, kann und sollte dabei aber auch zeitweise auf Diplomatie setzen. Es macht keinen Sinn sich alle Mächte gleichzeitig zum Feind zu machen, ein Mehrfrontenkrieg ist nicht zu gewinnen.

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Schritt für Schritt wird der eigene Machtbereich erweitert, wobei der eigene Befehlshaber durch gewonnene Schlachten im Rang aufsteigt und auf diese Weise die Schlagkraft seiner Armee verbessert.

Zudem können die eigenen Sektoren mit Verteidigungsanlagen ausgebaut werden und widerstehen so auch Angriffen von Feinden, wenn man sich weitab der Heimat befindet. Im "praktischen Teil" kommt allerdings wieder die Echtzeitstrategie zum Zug, nur das hier der Aufbaupart wegfällt und man sich gleich mit der erkauften Armee in die Schlacht stürzen darf.

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Grafisch hat sich im Vergleich zum Hauptspiel nichts verändert, nach wie vor kann das Spiel mit einer detailverliebten 3D-Grafik überzeugen die 190 einzigartige Gebäude und 180 Einheiten aufweisen soll. Das haben wir zwar nicht nachgezählt, hört sich aber gut an.

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Leider hat man im ständigen Gewusel des Krieges zu selten Zeit, um innezuhalten und die vielen kleinen Details zu genießen. Auch in musikalischer Hinsicht gibts nichts Neues zu vermelden: Soundtrack und Effekte sind solide ohne zu nerven. Mehr aber auch nicht.

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Grafisch hat sich im Vergleich zum Hauptspiel nichts verändert, nach wie vor kann das Spiel mit einer detailverliebten 3D-Grafik überzeugen die 190 einzigartige Gebäude und 180 Einheiten aufweisen soll. Das haben wir zwar nicht nachgezählt, hört sich aber gut an.

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Leider hat man im ständigen Gewusel des Krieges zu selten Zeit, um innezuhalten und die vielen kleinen Details zu genießen. Auch in musikalischer Hinsicht gibts nichts Neues zu vermelden: Soundtrack und Effekte sind solide ohne zu nerven. Mehr aber auch nicht.