Zwei Männer, die bis an die Zähne bewaffnet sind. Zwei Männer, die sich selbst ganzen Gegnerhorden in den Weg stellen. Klingt nach Kane & Lynch? Ist es aber nicht! Denn Publisher Eidos entsendet mit Conflict: Denied Ops im Frühjahr 2008 wieder ein smartes Duo, das diesmal in Krisengebieten rund um den Globus für Recht und Ordnung sorgen soll. Wir haben uns für euch in die Special Activities Division eingeschleust, einer streng geheimen Unterorganisation der CIA, und verraten euch, ob sich die beiden Protagonisten Lincoln Graves und Reggie Lang im Kampfgetümmel beweisen können.

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Zynisches Duo

Storytechnisch greift Conflict: Denied Ops ein Thema auf, das schon in zahlreichen anderen Vertretern des Shooter-Genres zum Einsatz gekommen ist. Unsere beiden Elite-Kämpfer Lincoln Graves und Reggie Lang haben den Auftrag, die Atomwaffenpläne eines selbst ernannten Diktators zu durchkreuzen. Ihre paramilitärische Odyssee führt sie dabei auf drei verschiedene Kontinente, auf denen sie mächtigen und gefährlichen internationalen Atomwaffenschmugglern den Garaus machen müssen.

Conflict: Denied Ops (dt.) - Alleine war gestern: Graves und Lang sind das coolste Duo seit Fix und Foxi.

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Die Elite-Soldaten: Reggie Lang (li.) und Lincoln Graves (re.).
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Während ihr in den vorherigen Teilen der Conflict-Serie noch Vierer-Teams durch die Missionen steuern durftet, übernehmt ihr diesmal die Geschicke eines CIA-Duos. Lincoln Graves ist ein begnadeter Scharfschütze und bereits ein alter Hase im Militärgeschäft, schließlich nahm er an verschiedenen Missionen im ersten Golfkrieg teil und kämpfte in Afghanistan, Panama und auf dem Balkan für sein Land. Aber auch als C4-Experte macht er seinem Ruf alle Ehre und sprengt seine Kontrahenten gerne aus dem Hinterhalt in die Luft.

Reggie Lang ist hingegen ein Experte für schwere Waffen, machte sich aber auch als Spezialist zur Beschaffung von Computerdaten einen Namen. Eines haben beide Protagonisten aber gemein: ein loses Mundwerk. So geben die beiden Soldaten des Öfteren zynische Sprüche zum Besten oder motivieren sich gegenseitig nach einer erfolgreichen Mission.

Bei Conflict: Denied Ops fokussieren die Entwickler von Pivotal Games wieder einmal Teamwork. Für das erfolgreiche Abschließen einer Mission ist es fast schon unerlässlich, die Primärziele zusammen mit seinem Partner anzugehen. Zu diesem Zweck könnt ihr während des Spielgeschehens so oft wie nötig zwischen Graves und Lang wechseln, was mit einer ansehnlichen Kamerafahrt von einer Schulter zur anderen geschieht. Das ist auch schon das wichtigste Feature des gesamten Actionspiels, schließlich können so zahlreiche verschiedene Taktiken an den Tag gelegt werden.

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Häuserkampf in Afrika: Die Kameraden dieses gerade abstürzenden Helikopters müssen gerettet werden.
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Dabei stehen sich die beiden Antiterror-Soldaten in nichts nach: Einen Teamleiter gibt es nicht, so dass euch bei beiden Charakteren die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Mit einem kurzen Tastendruck schickt ihr euren Partner beispielsweise präzise an eine Stelle, an der er in Deckung gehen soll. Wenn nötig, könnt ihr ihn genauso einfach anweisen, mit einem Objekt zu interagieren oder das Feuer auf einen Gegner zu eröffnen. Ihr müsst also nicht zwangsläufig den Charakter wechseln, um einen Computer zu hacken oder Sprengstoff zu legen.

Gameplay hui, Grafik pfui: Pixelfetischisten haben an Conflict: Denied Ops keinen Spaß.Ausblick lesen

Bis zum Ende der Welt

Die Kampagne des Spiels besteht aus einer Reihe abwechslungsreicher Missionen, die nicht linear angeordnet sind. Nach dem Absolvieren des ersten Auftrags stehen euch immer mehrere Schauplätze weltweit zur Auswahl - von einem venezolanischen Kloster über eine ehemalige Walfangstation im ewigen Eis bis hin zum Häuserkampf in Ruanda. Für Abwechslung ist in Conflict: Denied Ops also gesorgt, vor allem, weil die Missionen ziemlich weitläufig gestaltet wurden. Das ist auch bitter nötig, schließlich dürft ihr in manchen Maps in verschiedenen Fahrzeugen Platz nehmen, um dann wahlweise als Fahrer oder Schütze zu agieren.

Dabei kommt die Action nicht zu kurz: An allen Ecken und Enden legen Treibstofftanks alles in ihrer Umgebung in Schutt und Asche, Gasflaschen zischen völlig willkürlich in der Umgebung umher, bis sie mit einem ohrenbetäubenden Knall explodieren. In der Hitze des Gefechts stürzen des Öfteren aber auch ganze Gebäude ein – vor allem dann, wenn ihr euch einen Panzer unter den Nagel gerissen habt oder Unterstützung in Form eines Helikopters im Anmarsch ist.

James Bond lässt grüßen

Wer in Conflict: Denied Ops auf ein ausgefeiltes Repertoire an Waffen hofft, ist sicherlich fehl am Platz. Graves und Lang können nämlich ausschließlich mit Schafschützengewehr und Schnellfeuerwaffe umgehen, was das Spielprinzip aber nicht weniger interessant macht. Dafür gibt es nach jeder Mission Waffenupgrades unterschiedlichster Art – darunter Granatwerfer, Schrotflintenaufsätze oder Panzerfäuste.

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Auf den Schlachtfeldern geht es nicht selten zur Sache.
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Eines der coolsten Upgrades ist wohl die Waffenkamera für Graves Scharfschützengewehr. Mit dem Objektiv ist es euch möglich, eure Gegner gefahrlos aus der Deckung aufs Korn zu nehmen. Dafür hält er sein Präzisionsgewehr beispielsweise um die Ecke eines Hauses, um dann in einen speziellen Visiermodus das Feuer zu eröffnen.

Trotz der überlegenen Waffentechnik von Graves und Lang bleibt der Schwierigkeitsgrad der Missionen stets auf anspruchsvollem Niveau. Das liegt vor allem an der soliden Gegner-KI, die genau im richtigen Augenblick korrekte Entscheidungen trifft. Perfekt bewegen sich die computergesteuerten Kontrahenten zwar noch nicht durch die Missionen, beweisen aber durch ihre taktische Vorgehensweise ihr Können.

Solide Technik

Auf technischer Ebene reißt Conflict: Denied Ops in Zeiten von Call of Duty 4 oder Crysis leider keinen Action-Fan mehr vom Hocker. Zwar bringt vor allem die Physik-Engine Abwechslung ins Spielgeschehen – verschiedenen Trefferzonen und zerstörbaren Objekten sei Dank – die grafische Qualität lässt teilweise aber zu wünschen übrig.

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Graves nimmt seine Gegner von einem Hügel aus unter Beschuss.
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Dabei zeigen sich vor allem die Texturen zu schwach. Hierüber können nur die zahlreichen Explosionen hinwegtrösten, die glücklicherweise ansehnlich in Szene gesetzt wurden. Das Spiel bietet zudem eine ausgereifte Soundkulisse und wird komplett lokalisiert in Deutschland veröffentlicht, wobei die Sprachausgabe ebenfalls einen guten Eindruck macht.

Besonders gespannt sind wir hingegen auf den umfangreichen Multiplayer-Modus, den die Entwickler bis zum Release im Frühjahr implementieren wollen. Neben den traditionellen Spielmodi im Online- und LAN-Modus wird auch die Möglichkeit bestehen, via Split-Screen gegeneinander anzutreten. Darüber hinaus bietet Conflict: Denied Ops auch einen Kooperativmodus für die Kampagne, dank dem ihr mit Hilfe eines Freundes gegen die Atomwaffenschmuggler kämpfen dürft.