Company of Heroes 2, allein die Zahl im Spielenamen ist eine Verheißung. Nie wurde eine Strategietitel besser bewertet als der erste Teil, bei Metacritic steht eine beeindruckende 93 als durchschnittliche Bewertung. Bei der Gamescom wagten wir uns erstmals in die Kälte, in Schnee- und Kugelstürme. Es hat sich gelohnt.
Erschreckend exzellent. Ein eiskalter Dolchstoß für die Konkurrenz deutet sich an.AusblickZwei versteckte Räume über den Messehallen der Gamescom, alles stilecht eingerichtet: Im War Room ist ein kleines Netzwerk aufgebaut, an den Wänden hängen alte Karten, Fotos von Luftaufklärern, Truppenbewegungspläne von der Schlacht um Berlin. Hier trägt fast jeder eine Uniform, und das Zimmer für Interviews ist mit einem massigen Tisch versehen, darauf eine alte Schreibmaschine, das Empfangszimmer eines hochrangigen Militärs oder Politikers.
Auf zwei tödliche Missionen schicken mich Relic Entertainment. Tödlich, weil an der Ostfront der gefürchtete und blutigste Teil des 2. Weltkriegs stattfand. Die Wehrmacht stand 1941/1942 bereits kurz vor Moskau – doch erst Schlamm und dann der Wintereinbruch verhinderte den schnellen Vormarsch der Nazitruppen und damit einen möglichen Sieg über Josef Stalin. Und die unfassbare Zahl russischer Soldaten, die der kommunistische Diktator für das „Motherland“ und gegen die eroberungshungrigen Deutschen ins Feld schickte.
ColdTech nennt sich das von Relic eingeführte System, das Schnee und Kälte im Spiel authentisch darstellen soll.Company of Heroes hat es vor sechs Jahren geschafft, bei der Echtzeitstrategie endgültig den Schwerpunkt auf die Strategie zu legen. Tankrush war kaum möglich, Massenproduktion ohnehin nicht, die Kombination der Einheiten war Trumpf. Offene Feldschlachten, Häuserkampf und Dynamik, die tolle Kampagnen, der exzellente Mehrspielermodus, hier stimmte fast alles.
Beim zweiten Teil soll nun noch mehr stimmen, die taktische Tiefe noch zunehmen. Wenn die Sprache auf die Ostfront kommt, ist das Wetter immer Thema. Die Kälte von minus 40 Grad Celsius, die der Wehrmacht die Kraft nahm, weil sie nicht dafür ausgerüstet war. Relic schickt den Spieler als Russe in die Schlachten. Technisch unterlegen, zahlenmäßig überlegen.
Temperaturen von bis zu -40° Celsius sorgen dafür, dass die menschliche Haut innerhalb von Minuten einfriert.Zunächst sieht der Einsatz im Schnee nur leicht anders aus als im ersten Teil. Doch als ich verwundert nachgucke, warum meine Infanterie so lange zur Wegkreuzung brauchen, wo die Deutschen meine Pioniere mit einer Maschinengewehr-Einheit zerlöchern, da wundere ich mich: Meine Soldaten sind in einem Waldstück und waten durch die fast hüfthoch aufgetürmten Flocken, wesentlich langsamer als mein anderer Trupp auf der Straße.
Ebenfalls neu: Hecken, Koppelbegrenzungen und niedrige Mauern sind für Infanterie keine unüberwindbaren Hindernisse mehr. Das macht vor allem die Offensivaktionen flexibler und die Defensive anfälliger für Überraschungen.

Lachhaft20.08.2012 17:20
bertream19.08.2012 22:56
Lächerlich19.08.2012 12:52
Gast18.08.2012 13:16
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